Vom „großen Glück“ und der „Hoffnung auf den Rängen“
Abschied von Peter Carp

Ganz gegen seine Gewohnheit habe er kürzlich ein Fußballspiel gesehen, erzählte Intendant Peter Carp bei seiner Verabschiedung am vergangenen Samstag im Theater Freiburg.
„Die Kamera schwenkte übers Publikum, und der Kommentator sagte: ‚Auf den Rängen ist noch Hoffnung.‘ Das ist ein guter Satz, denn er signalisiert: Es kann weitergehen.“ Weitergegangen sei es auch nach Corona: „Sie haben den Kontakt gehalten und sind wiedergekommen“, richtete sich Carp ans Publikum und bedankte sich dafür ausdrücklich. Diese schwierige Zeit habe noch einmal mehr deutlich gemacht: „Wir sind soziale Wesen. Im Theater erleben wir etwas gemeinsam. Das hat mich immer fasziniert. Wir sind Teil dieses Wunders, wir dürfen Theater machen – das ist ein großes Glück.“
Oberbürgermeister Martin Horn sprach in seiner Rede „ein Riesen-Dankeschön für die letzten acht Jahre“ an den Intendanten und sein Team aus: „Sie haben unser Theater bereichert und Neues ausprobiert“, wie etwa die Summer Stage, die Open-Air-Bühne auf dem Theatervorplatz, die das Theater zur Stadt hin geöffnet habe. Carp wiederum kündigte einen Perspektivwechsel an: einen geografischen – denn er geht nach Berlin – ebenso wie einen innerhalb des Theaters: „Ich begebe mich auf die Ränge und werde Theater vorerst als Zuschauer genießen. Auf den Rängen ist noch Hoffnung.“
Dieser Artikel erschien im Amtsblatt Nr. 892 vom 26. Juli 2025. Wer auf dem Laufenden bleiben will, wird alle zwei Wochen per Newsletter über das neue Amtsblatt informiert. Jetzt anmelden!