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Schauinslandturm ist wieder offen

Der Schauinslandturm in Gänze, im Hintergrund blauer Himmel
Seit Anfang April können Besucher*innen wieder auf den 31 Meter hohen Turm rauf.

Endlich war es soweit: Nach mehr als zweieinhalb Jahren ist der Schauinslandturm seit vergangenem Wochenende wieder für Besucher*innen zugänglich. Die Sanierung ist abgeschlossen – damit ist im Frühling ist nicht nur die  Bergkuppe, sondern auch die Plattform des Turms wieder erreichbar.

Im Sommer 2022 musste der Turm geschlossen werden. Grund waren ein Gutachten und die Einschätzung weiterer Sachverständiger, dass seine Standfestigkeit eingeschränkt sein könnte. Eine Sanierung könnte seine Nutzungsdauer um weitere zehn Jahr verlängern, hieß es.

Warum die Sperrung?

Zum einen hatte der Turm mit Spätfolgen eines Brandanschlags von 1980 zu kämpfen, den Unbekannte wenige Monate nach der Eröffnung verübt hatten. Schon damals stand ein Abriss des Turms im Raum, doch dann fand die  städtische Bauverwaltung eine Möglichkeit, die Holzstämme mit einer Epoxidharzlösung zu sanieren. Das hielt bis 2022.

Zum anderen ließ jahrelanger langsamer Wassereintritt die Querbalken im Turm morsch werden. Auf diesen lasten die Treppe und die Plattform; sicheres Besteigen und Verweilen auf dem Turm war nicht mehr zu gewährleisten. Diese  Balken mussten nun ertüchtigt werden. Außerdem waren kleinere Ausbesserungen und eine Erneuerung des Blitzschutzes notwendig.

Eine intensive Planungsphase begann - das städtische Immobilienmanagement (damals Gebäudemanagement) stellte ein Budget von 260.000 Euro aus Mitteln des Bauunterhalts zur Verfügung.

Was wurde getan?

Nachdem das Maßnahmenbündel geschnürt, das Budget gesichert und eine ausführende Firma gefunden war, sollte die Sanierung 2024 zügig vonstattengehen. Doch in diesem Jahr war das Wetter von Anfang an wechselhaft, nass und windig, kurzum unberechenbar – schlechte Bedingungen für eine Baustelle auf einer Bergkuppe. Um die Arbeiten nachhaltig durchführen zu können, muss das Holz trocken sein. Dafür wurden die Balken in "Hitzemäntelchen" gepackt.

Wie geht es weiter?

Jetzt steht der Turm auf Freiburgs Hausberg wieder allen Menschen offen. Er hält sich wacker – und weitgehend im Kostenrahmen. Aus den anno 2022 festgelegten 260.000 Euro wurden durch die zusätzliche Trocknung, die Verzögerungen und das längere Anmieten der Baustelleneinrichtung inzwischen 295.000 Euro.

Auf einen Besucher*innenansturm ist der Turm jetzt gut vorbereitet: Die Verkehrslast auf der oberen Plattform beträgt 500 Kilo pro Quadratmeter; das heißt, dass bis zu fünf gewichtige Personen sich auf einem Quadratmeter tummeln dürfen. Ein Schild unten am Turmeingang informiert entsprechend. Zehn weiteren Jahren als Hotspot für Wandersleute, Mountainbike-Touren und Alpenpanoramen steht nichts mehr im Weg.

Weitere Infos zur Schauinslandbahn gibt es hier.

Dieser Artikel erschien im Amtsblatt Nr. 885 vom 12. April 2025. Wer auf dem Laufenden bleiben will, wird alle zwei Wochen per Newsletter über das neue Amtsblatt informiert. Jetzt anmelden!

Veröffentlicht am 15. April 2025