Spatenstich für 43 Eigentumswohnungen in der Elsässer Straße

„Neues wagen, Altes wahren“

Visualisierung des Neubaus an der Elsässer Straße
Hingucker: Der Neubau nimmt Gestaltungselemente der Umgebungsbebauung auf. (Visualisierung: LInk3D)

Im Rahmen der Quartiersentwicklung am Breisacher Hof baut die Freiburger Stadtbau an der Elsässer Straße ein Wohnensemble, das in zwei Gebäudeteilen insgesamt Platz für 43 Eigentumswohnungen unterschiedlicher Größen bietet.

An den unscheinbaren Nachkriegsbau werden sich die wenigsten erinnern. Auch das im Krieg zerstörte Ursprungsgebäude ist nur noch auf alten Fotoaufnahmen präsent – und doch spielte es bei der Gestaltung des neuen Ensembles eine Rolle. Denn einstmals stand hier ein kleiner Turm, der deutlich über die Umgebungsbebauung hinausragte. Dieses Gestaltungsmerkmal hat das Freiburger Architekturbüro Franz und Geyer in seinem Entwurf aufgegriffen. Die zwei zueinander versetzten fünf- und achtgeschossigen Gebäudeteile bilden, so Stadtbau-Chefin Magdalena Szablewska, das „neue Entree in das Quartier“. 

Auch Oberbürgermeister Martin Horn lobte in seiner Ansprache beim Spatenstich den Ansatz „Neues wagen, Altes bewahren“, der sich sowohl in den historischen Bezügen des Quartiers als auch beim Gesamtprojekt Breisacher Hof zeige. Dazu passt auch, dass die beim Ausheben der Baugrube gefundenen Steine aus der Fassade des Vorkriegsgebäudes in die neue Außenanlage integriert werden. 

Vielfalt durch Eigentum und Miete

Auf den wirtschaftlichen Aspekt des Vorhabens ging der kaufmännische Stadtbauchef Matthias Müller mit einer eher rhetorischen Frage ein: „Warum bauen wir 43 Eigentumswohnungen für 16 Millionen Euro?“ Die Antwort blieb er nicht schuldig: „Wer Vielfalt will, muss Eigentum und Miete zusammenbringen.“ Und natürlich brauche die Stadtbau auch die Einnahmen aus dem Eigentumsgeschäft, um den Mietwohnungsbau zu finanzieren. 

Trotzdem ist das Wohnprojekt in der Elsässer Straße 2i ein bisschen außergewöhnlich. Unter der Dachmarke „corporate living freiburg“ möchte die FSB Unternehmen animieren, hier Wohnungen zur Vermietung an Mitarbeitende zu kaufen. Müller hofft, dass sein Angebot auf Nachfrage bei Firmen stößt. Die könnten „steueroptimiert Eigentum schaffen“ und gleichzeitig beim Werben um Fachkräfte punkten, getreu dem Motto: „Unsere Fachkräfte wohnen, die FSB kümmert sich um den Rest.“ Im Frühjahr 2027 könnte es soweit sein: Dann ist die Fertigstellung des Neubaus geplant.

Dieser Artikel erschien im Amtsblatt Nr. 897 vom 25. Oktober 2025. Wer auf dem Laufenden bleiben will, wird alle zwei Wochen per Newsletter über das neue Amtsblatt informiert. Jetzt anmelden!

Veröffentlicht am 24. Oktober 2025