CO2-Emissionen pro Kopf 37,2 Prozent niedriger als 1992

Klimaschutzbilanz für die Jahre 2015 und 2016

Als wichtiges Instrument zur systematischen Erfassung und Überwachung des Klimaschutzes wird alle zwei Jahre eine Klimaschutzbilanz für die Stadt Freiburg erstellt. Nun liegen die Zahlen für die Jahre 2015 und 2016 vor. Wie bereits in der Vergangenheit wurde diese Bilanzierung vom ifeu – Institut aus Heidelberg als unabhängigem Gutachter erstellt.

Die Freiburger CO2-Emissionen lagen im Jahr 2016 bei 7,38 Tonnen pro Kopf und damit 37,2 Prozent niedriger als 1992. Die Pro-Kopf-CO2-Emissionen in Freiburg sind in den letzten Jahren, seit 2009, zunächst fast gleich geblieben und erst ab 2013 wieder gesunken.

Die CO2-Emissionen aller Sektoren sind in absoluten Zahlen von 2,27 Millionen Tonnen im Jahr 1992 auf 1,65 Millionen Tonnen im Jahr 2016 gesunken. Das entspricht einer Minderung von insgesamt minus 27,3 Prozent und damit einer mittleren Minderung der CO2-Emissionen pro Jahr um 26.000 Tonnen.

Treibhausgasbilanz für Freiburg (Grafik: IFEU)

Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik: „Freiburg gehört zu den Städten, die in den letzten Jahren stetig gewachsen sind. Trotzdem ist es gelungen, sowohl die absoluten CO2-Emissionen weiter zu reduzieren als auch die CO2-Emissionen pro Kopf zu senken. Das können wir als Erfolg verbuchen. Gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass das neue städtische Ziel, bis 2030 eine CO2-Reduzierung von minus 60 Prozent zu erreichen, eine große Herausforderung darstellt.“

Die deutliche Verringerung der CO2-Emissionen gegenüber 1992 ist ein notwendiger aber noch nicht hinreichender Erfolg um die von der internationalen Weltgemeinschaft beschlossenen Klimaschutzziele, die vom Freiburger Gemeinderat noch ambitionierter interpretiert wurden, zu erreichen. Es wird deutlich, dass die Bemühungen der Akteure im Klimaschutz auf allen Ebenen weiter verstärkt und intensiviert werden müssen. Nur so können die gesetzten Klimaschutzziele erreicht werden. Mit dem Beschluss des Klimaschutzkonzepts 2019 und dem Doppelhaushalt 2019/2020 hat der Gemeinderat im April die Grundlage geschaffen, um zahlreiche neue Klimaschutzprojekte auf den Weg zu bringen und bewährte Projekte zu verstetigen.

Aufteilung der erneuerbaren Energien (Strom) für Freiburg (Grafik: IFEU)

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Drucksache G-19/083
Informationsvorlage im Gemeinderat vom 7. Mai 2019