Wärmepumpe im Keller
In Kürze
- Gebäudeart: Wohngebäude
- Wohnfläche: 232 m² (vorher), 256 m² (nachher)
- Nutzfläche: 314 m² (vorher), 428 m² (nachher)
- Jahr der Sanierung: 2025
- Baujahr: 1926
- Maßnahmen: Außenwanddämmung, Fenstertausch, Dachdämmung, Kellerdeckendämmung, Heizungstausch, Lüftung, Photovoltaik
- KfW40-Altbau mit rückbaubarer Fassadendämmung
- Denkmalschutz/Erhaltungssatzung: nein
Endenergiebedarf
vorher: 150.5 kWh/m2a
nachher: 18.7 kWh/m2a
in kWh/m²a
Einsparung Endenergiebedarf: 88 %
Maßnahmen
Außenwand
Holzständerwerk 12cm mit Holzfasereinblasdämmung, Holzweichfaserplatte 6cm, Putz 1.5cm Erreichter U-Wert Außenwand: 0,19 W/m²K
Keller
Kappengewölbe unterseitig Mineralfaserdämmung mit Holzfaserverkleidung 10cm, Hohlräume händisch mit Mineralfaser ausgedämmt (zus. 4cm) Erreichter U-Wert Keller: 0,124 W/m²K
Dach
Sparren aufgedoppelt (zus. 14cm), Holzfasereinblasdämmung 26cm zwischen die Sparren, Aufsparrendämmung Holzweichfaser 6cm Erreichter U-Wert Dach: 0,12 W/m²K
Fenster
Erreichter U-Wert Fenster: 0,72 W/m²K
Heizung
Luft-Wärmepumpe als Innengerät (Standort im Keller mit Lüftungskanälen zur Kellerfassade)
Lüftung
Zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
Warmwasser
durch Wärmepumpe
Erneuerbare
PV-Anlage mit 5,7 kWp (Hauptdach), ein Speicher ist in Planung
Förderung
KfW Effizienzhaus 40 + Zuschuss WPB (Worst Performing Building), Förderung Klimafreundlich Wohnen d. Stadt FreiburgDie Geschichte dahinter
Das Projekt:
Die Doppelhaushälfte aus den 20er Jahren wurde von Grund auf energetisch saniert. Die beteiligten Architekten und Planer verfolgten bei der geplanten Fassadendämmung die Idee, nur ein temporäres „einzupacken“ des Gebäudes zu realisieren, indem eine Hülle entworfen wurde, die annähernd komplett rückbaubar ist. So besteht die Möglichkeit, die Dämmung wieder rückzubauen, wenn die Wärmeversorgung des Hauses mit Strom aus regenerativen Quellen bezahlbar wird. Bei der Gebäudedämmung wurde daher auf zu verklebende Dämmplatten verzichtet, die ursprünglichen Fensterbänke und Gewänder blieben erhalten.
Maßnahmen
Eine völlig veraltete Gasheizung mit defekten Leitungen konnte nicht mehr repariert werden. Die Eigentümer*innen entschieden sich für eine Luft-Wärmepumpe als Innengerät, die im Keller aufgestellt wurde und deren Lüftungskanäle (Zu- und Abluft) in der Kellerfassade eingesetzt wurden. Zur Dämmung der Fassade, wurde ein Holzständerwerk (12cm ) angebracht, mit Holzweichfaserplatten verkleidet und die Hohlräume mit einer Holzfaserdämmung befüllt. Die gezimmerte Lösung wurde ausschließlich verdübelt, so dass die Dämmung abgenommen, zum Großteil wiederverwertbar ist und das Gebäude mit repariertem altem Putz erhalten bleibt. Die alten Proportionen der 'eingepackten Werksteingewänder' wurden mit Deco-Elementen nachgebildet, nur die alten Konsolen des alten Eingangsdach wurde mittels 'Stahlkonsolen' vor die Dämmung gehängt und tragen nur noch zum Anschein das alte Vordach. Zur Dämmung des Dachs wurden die Sparren aufgedoppelt und die Zwischenräume mit Holzfaser gedämmt. Die Kellerdecke mit Kappengewölbe wurde unterseitig mit mineralischen Holzwolle-Mehrschichtplatten (10 cm) versehen und zusätzlich noch händisch mit Mineralwolle (4cm) gedämmt. Auch der Sockel des Gebäudes wurde mit einer Dämmung versehen. Die Bilder zeigen Teils den Zustand vor der Sanierung. Darüber hinaus wurden Fenster mit 3-Scheiben Wärmeschutzverglasung eingebaut und die Haustechnik komplett erneuert.
Ergebnisse
Durch die umfassende energetische Sanierung konnte der Wohnkomfort, u.a. durch den sommerlichen Wärmeschutz, deutlich verbessert werden. Die Einsparung an Endenergie beläuft sich auf beachtliche 87,6 %, so dass für das Haus KfW-Effizienzhausstandard 40 erreicht werden konnte.
Weitere Infos und Kontakt
Standort: Freiburg
Architekt: Büro Björn Barkemeyer, Guntramstraße 28 79106 Freiburg; Tel: 0761 488 988 96; E-Mail: mail@bbbar.de
Energieberater: Local warming, Niels Lomer (leider 2025 verstorben) Bundesstraße 39/41 79238 Norsingen

