Umfassend und bezahlbar

In Kürze

  • Gebäudeart: Reihenmittelhaus
  • Wohn- und Nutzfläche: 142 qm
  • Jahr der Sanierung: 2020
  • Baujahr: 1964
  • Maßnahmen: Dämmung von Außenwänden und Dach, Photovoltaik-Anlage, Heizungstausch, Wärmepumpe, Stückholzofen
  • Denkmalschutz/Erhaltungssatzung: nein
  • KfW 70 Standard

Endenergiebedarf

nachher: 22.2 kWh/m2a

in kWh/m²a

A+ABCDEFGH
nachher
0255075100 125150175200225>250

Maßnahmen

Außenwand
Bestehendes 20 cm Stahlbetonmauerwerk (U-Wert 1,4) von außen gedämmt und als hinterlüftete Vorhangfassade ausgeführt: 16 cm Ständerwerk mit Holzfaserplatte (WLS 035) 4 cm Holzfaser WLS 035 3 cm Luft 2 cm Holz

Dach
Bestehende Asbestdeckung entfernt und Balken aufgedoppelt. 20 cm Mineralwolle WLS035 als Zwischensparrendämmung 5 cm Holzfaser WLS042 als Aufsparrendämmung

Fenster
Bestehende Kunstofffenster aus dem Jahr 2005 mit Ug=1,1 beibehalten

Heizung
Luft-Wasser Wärmepumpe Weishaupt WWP LB 12-A 4,89 kW Schwedenofen mit Wassertasche Oranier Aqua 8,5 kW

Erneuerbare
Photovoltaik 6,03 kWp

Förderung

KfW Kredit, Einzelmaßnahme Heizung und Dämmung, Klimafreundlich Wohnen (Dach)

Die Geschichte dahinter

Das Projekt:

Zum Zeitpunkt des Erwerbs war das Reihenmittelhaus aus dem Jahr 1964 in Freiburg-Haid energetisch nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Der vierköpfigen Familie war es wichtig, wenn möglich ökologische und natürliche Materialien zu verwenden, so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen und dabei das vorhandene Umbaubudget nicht zu übersteigen. In Zusammenarbeit mit einem Energieberater wurde ein Konzept entwickelt, das auf eine umfassende Dämmung und den Einsatz erneuerbarer Energien setzt. Die Sanierung wurde im Jahr 2020 abgeschlossen und orientierte sich am KfW-70-Standard.


Maßnahmen

Das Gebäude erhielt eine Rundum-Erneuerung der Hülle: Die Wände wurden gedämmt und das Dach energetisch verbessert. Die bestehende 20 cm Stahlbetonmauer wurde in Form einer Vorhangfassade aus Holzlattung ausgeführt, was das Reihenhaus auch optisch erheblich aufwertete. Beim Dach wurde die originale Asbestdeckung entfernt, die Balken aufgedoppelt und mit 20 cm Mineralwolle als Zwischensparrendämmung integriert.Für die Energiegewinnung wurden eine Photovoltaikanlage mit 6,03 kWp und eine Luft-Wasser Wärmepumpe installiert. Bei der Wärmepumpe wurde auf ein sehr leises Produkt geachtet – der Gartenplatz neben der Wärmepumpe kann ohne Störung für eine Kaffeepause genutzt werden. Unterstützt wird die Wärmepumpe von einem hydraulisch eingebundenem Stückholzofen mit Wassertasche. Die wohlige Holzwärme und die Verwendung des eigenen Holzes waren der Familie sehr wichtig. Mit der gleichzeitigen Erwärmung eines erheblichen Teils des Brauch- und Heizwassers haben sie einen effiziente Doppelnutzen generiert. Durch die Maßnahmen sank der mittlere U-Wert auf 0,315 W/m²K. Eine zentrale Lüftung oder Kühlung wurde nicht eingebaut. Die zweifachverglasten Fenster aus dem Jahr 2005 wurden nicht erneuert, da der Energiestandard dadurch nur geringfügig verbessert werden würde.


Ergebnisse

Nach Abschluss der Sanierung profitiert die Familie von einem deutlich verbesserten Wohnklima, niedrigeren Heizkosten und einem Beitrag zum Klimaschutz. Die Erwartungen der Bauherr*innen wurden nicht nur erfüllt, sondern übertroffen – sowohl in energetischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Durch das ausgewogene Verhältnis von zugekauftem, eingespeistem und selbstgenutztem Strom entstehen unter dem Strich keine Stromkosten.


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