Denkmalgeschützte KfW55-Scheune
In Kürze
- Gebäudeart: Wohnhaus mit zwei Nutzungseinheiten
- Wohn- und Nutzfläche: 405 qm
- Jahr der Sanierung: 2009
- Baujahr: 1790
- Maßnahmen: Innendämmung der Außenwände, Dämmung von Bodenplatte, Dach und Fenster
- Denkmalschutz/Erhaltungssatzung: ja
Endenergiebedarf
nachher: 69.75 kWh/m2a
in kWh/m²a
Maßnahmen
Außenwand
Bruchstein mit 10 cm Mineral-Innendämmplatten (WLG 040) U-Wert: 0,24 W/m²K
Keller
Bodenplatte 12cm EPS WLG032 U-Wert Kellerdecke: 0,26 W/m²K
Dach
Dach mit 16 cm Zwischensparren Einblasdämmung (WLG 040) und 8 cm EPS (WLG 040) unterseitig U-Wert Dach: 0,19 W/m²K
Fenster
Holzfenster mit dreifach Wärmeschutzverglasung U-Wert Fenster: 0,95 W/m²K
Heizung
Zentrale Pelletheizung mit solarthermischer Anlage mit Heizungsunterstützung im Nachbargebäude, Versorgung über Nahwärmeleitung (Walter Vögele GmbH)
Die Geschichte dahinter
Das Projekt:
Die ehemalige Scheune am Stadtrand von Freiburg, wurde zu einem Zweifamilienwohnhaus umgebaut. Die Verbindung von historischer Bausubstanz und dem Einsatz von aktueller Technik und Materialien machen dieses Bauwerk zu einem einzigartigen beispielhaften Objekt, das zukunftsorientiert auf Werterhalt ausgelegt ist.
Maßnahmen
Im Rahmen der Sanierung wurden die folgenden Maßnahmen durchgeführt:
- Bruchstein-Außenwände mit Innendämmmung mit 10 cm Mineraldämmung, außen steinsichtig teilweise Fensteröffnungen aus Mauerwerk ausgesägt.
- Neue gedämmte Stahlbetonbodenplatte mit Streifenfundament für neue Wohnungstrennwand mittig im Gebäude aus Kalksandstein-Steinen 24 cm.
- Durchlaufende Holzkonstruktionen wie Mittel- und Firstpfette konstruktiv im Bereich Wohnungstrennwand getrennt aus Schallschutzgründen.
- Fachwerkgiebel mit innenliegender Vorsatzschale: Holzständerkonstruktion, Mineralwolle 100 mm, OSB Platte als Dampfbremse und Gipskarton 12 mm
- Winddichtheitsebene, Holzständerkonstruktion mit Einblasdämmung und OSB-Platten Stöße verklebt als Dampfbremse.
- Einbau einer neuen Holzbalkendecke mit Konstruktionsvollholz.
- Dachkonstruktion: Altholzbestand mit Altholz ertüchtigt, Zwischensparrendämmung mit Einblasdämmung (160 mm) und unterseitig EPS Dämmung mit Gipskartonplatte (80 mm Dämmstärke), Biberschwanzdoppeldeckung rot engobiert.
- Zweifache Wärmeschutzverglasungen, Pfosten-Riegel-Fassade dreifach verglast
Ergebnisse
Die Schaffung von neuem Wohnraum und die Nutzungsänderung von einer Scheune zu Wohnungen in einem relativ dicht bebauten Gebiet schont die umliegende Natur und verbraucht keine zusätzlichen Flächen wie beispielsweise ein Neubaugebiet. Die natürlichen Ressourcen werden durch Sanierung solcher Gebäude weitaus weniger belastet als bei einem Neubau. Der Einsatz von umweltverträglichen Materialien und der hundertprozentige Einsatz regenerativer Energien für Heizung (Pellets) und Warmwasser (Solarthermie) unterstreichen die Zukunftsfähigkeit des Objekts. Gleichzeitig schafft der Erhalt historischer Bausubstanz ein Bewusstsein für die Vergangenheit und die Langlebigkeit von Bauwerken. Besonderen Wert wurde auf die Behaglichkeit im Gebäude gelegt.
Weitere Infos und Kontakt
- Standort: Freiburg-St. Georgen
- Planung: sutter³ KG, Kunzenhof 18, 79117 Freiburg, Tel: 0761/769981-70, E-Mail: info@sutter3.de