Sanierung in Etappen
In Kürze
- Gebäudeart: Doppelhaushälfte
- Wohn- und Nutzfläche: 107 qm
- Jahr der Sanierung: 2005-2018
- Baujahr: 1973
- Maßnahmen: Dach- und Fassadendämmung, PV-Anlage, solarthermische Anlage, wassergeführter Stückholzofen, Fenster, Lüftungsanlage
- Denkmalschutz/Erhaltungssatzung: nein
Endenergiebedarf
vorher: 240 kWh/m2a
nachher: 50 kWh/m2a
in kWh/m²a
Einsparung Endenergiebedarf: 79 %
Maßnahmen
Außenwand
20 cm EPS, erzielter U-Wert: 0,25 W/m²K
Dach
26 cm Mineralfaser Zwischensparren und 8 cm Holzweichfaserplatte Aufsparren, erzielter U-Wert: 0,15 W/m²K
Fenster
Dreifach Wärmeschutzverglasung mit gedämmten Holzrahmen U-Wert Fenster: 0,6 W/m²K
Heizung
Kachelofen mit Stück-Holzheizung (wassergeführter Stückholzofen) Für Spitzenlast: Gas-Brennwerttherme
Lüftung
Dezentrale Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung
Erneuerbare
Solarthermie: Vakuum-Röhrenkollektoren 5,5 qm (Dach-Anlage); Photovoltaik-Anlage in südwestlicher Ausrichtung (3,5 kWp mit 10,5 kWh Speicher).
Impressionen
Die Geschichte dahinter
Das Projekt:
Die 1974 (Baujahr 1973) erworbene Doppelhaushälfte im Stadtteil Weingarten wurde von den Eigentümern erst als Familie mit zwei Kindern bewohnt und dann zwischen 2005 und 2018 umfassend saniert. Besonders Augenmerk wurde bei der Kernsanierung auf die Nutzung der Sonnenenergie und den Zugewinn an Wohnkomfort gelegt. Auch wollten die Bauherren die laufenden Kosten reduzieren und den Energieverbrauch senken, der anfangs bei sehr hohen 25.000 kWh jährlichem Gasverbrauch lag.
Maßnahmen
Im Jahr 2005 begannen die Bauherren mit einer Sanierung des Hauses in Etappen. Das Haus war während der Maßnahmen durchgängig bewohnt, selbst während der Dachsanierung im Winter. Um den Wärmeverbrauch des Hauses zu reduzieren wurden die Außenwände mit 20 cm EPS gedämmt. Um den Wohnkomfort zu steigern und die Abhängigkeit vom Gas weiter zu minimieren, entschied sich die Familie für einen wassergeführten Stückholzofen. Ein Gas-Brennwerttherme deckt zusätzlich den Bedarf an besonders kalten Tagen. Heute liegt der Gasverbrauch (inkl. Kochen mit Gas) bei 1.200 kWh im Jahr. 2010 folge die Dämmung des Dachgeschosses inklusive der Erneuerung der Eindeckung. 2013 entschieden sich die Eigentümer sowohl eine Photovoltaik-Anlage mit Speicher als auch eine solarthermische Anlage zu installieren. Dank des Eigenverbrauchs müssen die Bewohner heute nur noch 400 kWh/a an Strom zukaufen. Das Brauchwasser wird durch die Solarthermie-Anlage erwärmt, in Tanks gespeichert und bei Bedarf durch die Gastherme nacherwärmt. 2018 folgte der Tausch aller Fenster mit dreifach verglasten Wärmeschutzfenster.
Ergebnisse
Das unsanierte Doppelhaus aus den siebziger Jahren konnte somit auf das energetische Niveau eines KfW55-Effizienzhaus saniert werden, was die Eigentümer voll und ganz zufriedenstellt. Dank des Einsatzes erneuerbarer Energien und der umfangreichen Gebäudedämmung konnten die Energiekosten deutlich verringert werden. Der Kachelofen sorgt für Behaglichkeit in den Wohnräumen. Die fehlende Dämmung der Bodenplatte stört weiter nicht: „so bleibt das Erdgeschoss im Sommer angenehm kühl, auch ohne Klimaanlage“ sagen die Bauherren und sind sich einig: „Wir haben genau das Richtige getan!“
Weitere Infos und Kontakt
- Standort: Freiburg-Weingarten
- Planung: EMEKO Ingenieur Büro, Michael Konstanzer, Britzingerstr. 36 79114 Freiburg, Tel: 0761-441807, E-Mail: emeko@t-online.de


