Pressemitteilung vom 14. April 2026

Deutsch-Italienische Kita im Güterbahnhofareal eingeweiht

  • Doppelte Premiere: erste deutsch-italienische Kita in Freiburg, erste städtische Kita in Brühl

Die ersten Kinder spielen schon seit Anfang Februar in den neuen städtischen Kita-Räumen in der Ingeborg-Krummer-Schroth-Straße 12. Das Besondere: Beim munteren Gespräch der Ein- bis Sechsjährigen ist neben Deutsch auch Italienisch zu hören. Am heutigen Dienstag haben Oberbürgermeister Martin Horn, Bürgermeisterin Christine Buchheit und Pietro Falcone, Konsul von Italien in Freiburg, die Deutsch-Italienische Kita nun offiziell eingeweiht – bei einem bunten Fest mit Kindern, Eltern und Kitafachkräften.

Oberbürgermeister Martin Horn betonte anlässlich der Eröffnung: „Ich freue mich, dass wir heute die erste deutsch-italienische Kita in Freiburg einweihen können. Mein Dank gilt der Freiburger Stadtbau, die in dem neuen Wohngebäude auch moderne Kita-Räume geschaffen hat. Die Themen Wohnen und Kinderbetreuung liegen mir gleichermaßen am Herzen. Kinder vor allem in der Sprachentwicklung früh zu fördern, kommt auf lange Sicht der ganzen Stadtgesellschaft zugute. Dass wir hier ein bilinguales Angebot mit teils muttersprachlichen Fachkräften realisieren können, ist ein tolles Zeichen für die deutsch-italienische Freundschaft in Freiburg.“

Bürgermeisterin Christine Buchheit ergänzte: „Mehrsprachigkeit ist eine wertvolle Ressource. Mit dem Konzept der Deutsch-Italienischen Kita haben wir uns vorgenommen, diese noch stärker zu fördern. Mein besonderer Dank gilt daher dem italienischen Konsulat für die vertrauensvolle und gelungene Kooperation. Das bilinguale Konzept ist ein wichtiges Signal an die große italienische Community in Freiburg. Willkommen sind aber ausdrücklich auch Kinder, die kein Italienisch sprechen.“

Pietro Falcone, Konsul von Italien, zeigte sich ebenfalls erfreut: „Die italienische Gemeinschaft im Regierungsbezirk Freiburg, für den wir als Konsulat zuständig sind, besteht aus etwa 61.000 Menschen, von denen etwa die Hälfte unter 35 Jahre alt ist – ein großer Teil von ihnen lebt in Freiburg Stadt. Viele junge Eltern haben den Wunsch geäußert, ihren Kindern eine interkulturelle Bildung zu ermöglichen, in der die italienische und die deutsche Sprache Teil des Alltags der Kinder sind und durchs Spielen erlebt werden. Mit der ersten zweisprachigen deutsch-italienischen Kita in Freiburg kommen wir diesem Bedürfnis nach.“

Die Deutsch-Italienische Kita ist die 24. städtische Kita in Freiburg. In Brühl ist es die erste Kindertageseinrichtung der Stadt. Gestartet hat der Kitabetrieb mit einer altersgemischten Gruppe. Seit März gibt es eine Gruppe für die Kinder unter drei Jahren und eine Gruppe für Kinder ab drei Jahren bis zum Schuleintritt. In den nächsten Monaten sollen zwei weitere Gruppen hinzukommen. Ein- und zweijährige Kinder können die Kita von 7.30 bis 14.30 Uhr besuchen. Die größeren Kinder werden bis 15.30 Uhr betreut. Eltern können ihre Kinder in der Einrichtung anmelden, unabhängig davon, ob bereits italienische Sprachkenntnisse vorhanden sind. Die Kita arbeitet nach dem offenen Konzept, sodass alle Kinder die Möglichkeit haben, mit der italienischen Sprache in Kontakt zu kommen.

Alle städtischen Kindertageseinrichtungen orientieren sich am Infans-Konzept: Die individuellen Interessen und persönlichen Themen der Kinder stehen dabei im Mittelpunkt. Außerdem ermutigen die Erzieher*innen die Kleinen dazu, sich bei Entscheidungen einzubringen und über ihren Kita-Alltag mitzubestimmen. Zum Entdecken und Ausprobieren laden im offenen Konzept unterschiedliche Themenbereiche ein, vom Mal-Atelier über Bibliothek und Bewegungsraum bis zur Theaterwerkstatt.

Dafür bietet die Kita im Erdgeschoss eines neu errichteten Wohngebäudes der Freiburger Stadtbau gute räumliche Bedingungen. Neben einem Mehrzweckraum, den nicht nur die Kleinen zum Bewegen nutzen können, sondern auch die Großen für Teamsitzungen und Elternabende, gibt es auch ein Kinderbistro mit Essensausgabetheke.

Die Freiburger Stadtbau hat die Räumlichkeiten im Dezember 2025 an die Stadt übergeben. Der Kaufpreis für die Kita inklusive Planung und Umsetzung der Außenanlage und einiger Festeinbauten (z.B. Garderoben, Wickeltische, Kinder-Lernküche, Teeküche) betrug rund 4,8 Millionen Euro.

Veröffentlicht am 14. April 2026