Neubau des Johannisheims in Lehen
Stadthalle wird kein Heim

Die Heiliggeistspitalstiftung hat sich für den Neubau des Johannisheims im Neubaugebiet Zinklern in Lehen entschieden. Damit ist die Grundlage für die weitere Entwicklung der Alten Stadthalle geschaffen – sie war als möglicher Standort für das Pflegeheim angedacht worden. Ein Ideenwettbewerb soll nun klären, wie es mit ihr weitergeht.
Die angedachte „Haus-in-Haus-Lösung“ für das sanierungsbedürftige Johannisheim in der Stadthalle ist damit endgültig vom Tisch. Sie wäre zwar möglich, aber deutlich teurer gewesen. Der Standort Zinklern wiederum ist im Bebauungsplan von Beginn an für Pflege vorgesehen und soll, so die Planung, bis 2030/31 realisiert werden. Geplant sind rund 75 Pflegeplätze, der Kostenrahmen liegt bei schätzungsweise 31 Millionen Euro.
„Die Versorgung älterer Menschen ist für uns kein Geschäftsmodell, sondern unser Stiftungsauftrag und Herzensangelegenheit“, sagte der neue Stiftungsdirektor Joachim Spross. OB Martin Horn betonte die soziale Verantwortung der Stadt und der kommunalen Stiftungen: „Angesichts der demografischen Entwicklung braucht Freiburg mehr und zeitgemäße Pflegeplätze – auch in unseren neuen Stadtteilen und Vierteln. Dass die Stiftung nach Zinklern kommt, ist ein tolles Signal für den Freiburger Westen.“
Für die Stadt ist damit klar, dass die Alte Stadthalle in einen städtebaulichen und konzeptionellen Ideenwettbewerb gehen kann. In der zweiten Jahreshälfte 2026 wird die Verwaltung das weitere Vorgehen in den Gemeinderat einbringen, zudem sind Gespräche mit Bürgervereinen und weiteren lokalen Akteuren vorgesehen.
Ziel ist es, innovative, nachhaltige und denkmalgerechte Lösungen zu entwickeln und interessierte Investoren sowie Projektentwickler für eine zukunftsfähige Nutzung der Stadthalle zu gewinnen. Eine entsprechende Finanzierung sei wichtig, betonte Baubürgermeister Martin Haag, zeigte sich aber optimistisch: „Es gibt schon Ideen, die an uns herangetragen werden. Mir ist für die Zukunft der Stadthalle nicht bange.“
Dieser Artikel erschien im Amtsblatt Nr. 905 vom 28. Februar 2026. Wer auf dem Laufenden bleiben will, wird alle zwei Wochen per Newsletter über das neue Amtsblatt informiert. Jetzt anmelden!