Bauen in Dietenbach

Vergabe der Grundstücke: Konzept beschlossen

3D-Ansicht eines Quartiers
Das erste Quartier "Frohnholz" (Bild: Link3D/ Stadt Freiburg)

Ein weiterer wichtiger Meilenstein für den neuen Stadtteil Dietenbach ist erreicht: Eineinhalb Jahre nach dem offiziellen Spatenstich mit dem ehemaligen Bundeskanzler Olaf Scholz, zum Beginn der Erschließungsarbeiten des neuen Stadtteils Dietenbach, wird dem Gemeinderat am kommenden Dienstag die Vermarktungskonzeption der Grundstücke im ersten Bauabschnitt vorgelegt.

Konzeptvergabe für die Grundstücke

Die Vergabe der rund 107 Grundstücke soll, wie auch im Wohnquartier Kleineschholz, zum Festpreis im Rahmen einer Konzeptvergabe erfolgen. Nicht die Meistbietenden erhalten ein Grundstück, sondern die Bewerber*innen mit dem passendsten Konzept hinsichtlich ökologischer, sozialer und städtebaulicher Aspekte.

Das Vermarktungskonzept soll einen möglichst großen Bewerber*innenkreis ansprechen und offen sein für alle interessierten Akteur*innen: von klassischen Wohnungsbaugesellschaften, Baugenossenschaften und Bauträger*innen über Unternehmen mit Bedarf für Mitarbeitende, Stiftungen, bis hin zu privaten Akteurinnen wie Familien, Baugemeinschaften sowie junge Genossenschaften und andere Formen gemeinschaftlicher Wohnprojekte.

Für diesen breiten Bewerber*innenkreis werden Grundstücke für Projekte mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen angeboten. Die Verfahren werden niederschwellig gestaltet, so dass der Aufwand und die Kosten für die Bewerbung überschaubar bleiben. Für die Grundstücksübertragung besteht die Möglichkeit des Erwerbs durch den Kauf, alternativ durch Kauf mit Einräumung eines sogenannten erbbaurechtersetzenden Wiederverkaufsrecht zugunsten der Stadt oder durch Übernahme im Erbbaurecht mit Vollablöse des Erbbauzinses bei einer Laufzeit von 99 Jahren.

Preiswerter Wohnraum, soziale und kulturelle Vielfalt, Klimaschutz und städtebauliche Qualität im Fokus

Die Grundstücke sollen an Bewerber*innen vergeben werden, deren Projektkonzepte sich durch städtebauliche, soziale oder ökologische Besonderheiten auszeichnen. Die Bewertung dieser Projektziele orientiert sich an den Entwicklungszielen Dietenbachs. Dabei können die Bewerber*innen Schwerpunkte setzen und müssen nicht alle Kriterien in gleichem Maße erfüllen. Die Bewertung der eingereichten Bewerbungen erfolgt vergleichend durch eine Bewertungsgremium, das sich aus Vertreter*innen des Gemeinderats, der Verwaltung, des Bürgervereins Rieselfeld sowie der Architektenkammer zusammensetzt. Die dort erarbeiteten Vergabeempfehlungen werden dem Gemeinderat abschließend zur Beschlussfassung vorgelegt.

Nach der Vergabeentscheidung schließt sich eine Reservierungszeit von einem Jahr an, in der jedes Projekt seine Konzeptidee für das konkrete Grundstück in eine genehmigungsfähige Planung entwickelt. Um die Entwicklung der Projekte zu begleiten, finden während der Reservierungsphase regelmäßige Statusgespräche statt. Durch Vorlage der Planungen wird geprüft, ob die in der Reservierungsvereinbarung genannten Konzeptbestandteile umgesetzt wurden. Zugleich erfolgt eine Beratung, wie das Projekt gestalterisch und in ökologischer Hinsicht optimiert werden kann. Die Reservierungsphase endet mit der Einreichung und Prüfung des Bauantrags.

Ausschreibung im ersten Quartal 2026

Die Ausschreibung für die Grundstücke erfolgt im ersten Quartal 2026 über eine digitale Vergabeplattform. Über diese Vermarktungsplattform werden alle relevanten Informationen bekanntgegeben. Auch der gesamte Bewerbungsprozess wird über diese Plattform stattfinden. Bis zum Beginn der Ausschreibung wird die Stadt in verschiedenen Formaten die Interessent*innen umfassend über die Rahmenbedingungen informieren. Hierzu zählt unter anderem auch die Workshop-Reihe „GeBauT“ für alle, die in Dietenbach in gemeinschaftlichen Bau- und Wohngruppen bauen wollen. Auftakt ist am 29. Juli in der Lokhalle.

Mit dem Hochbau soll 2028 begonnen werden.

Oberbürgermeister Martin Horn: "Mit dem neuen Stadtteil Dietenbach sind wir jetzt einen großen Schritt weitergekommen. Wir wollen bezahlbaren Wohnraum schaffen und zugleich Vorbild sein für soziale Infrastruktur sowie Klima- und Umweltschutz. Genau diese Entwicklungsziele spiegeln sich auch in dem Vermarktungskonzept wider. Wir bieten im neuen Stadtteil Dietenbach – ähnlich wie in Kleineschholz – einen Bauplatz für die besten Ideen."

Baubürgermeister Martin Haag: "Das vorliegende Vermarktungskonzept setzt alle Ziele von Dietenbach um. Dietenbach ist von zentraler Bedeutung im Kampf gegen Wohnungsnot und steigende Mieten. Wir wollen aber nicht nur quantitativ einen riesigen Schritt nach vorne machen, sondern auch qualitativ. Unser Anspruch lautet: soziale und ökologische Themen unter einen Hut zu bekommen."

Mario Pfau, Leiter der Projektgruppe Dietenbach: "Mit dem Vermarktungskonzept werden die wichtigen Leitlinien für Dietenbach deutlich: Dietenbach wird ein Stadtteil für alle! Und dazu brauchen wir auch alle. Wir freuen uns, dass wir gemeinsam einen lebendigen und lebenswerten Stadtteil entwickeln."

Veröffentlicht am 16. Juli 2025

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