Zwei Ausstellungen mit zeitgenössischer Kunst

Morat-Hallen offiziell eröffnet

Viele Menschen stehen in einer weißen Halle. Davor viele Keramikkrüge in bunten Farben auf dem Boden angeordnet.
Groß war das Interesse an der Eröffnung der Morat-Hallen vergangene Woche. Die Kunst von Tanja Goetzmanns ist Teil einer der beiden Ausstellungen, die noch bis März zu sehen sind.

Die Morat-Hallen in Haslach sind offiziell eröffnet. In drei Hallen auf knapp 2000 Quadratmetern ist hier ein neuer Ort für die Freiburger Kunstszene entstanden. Mit gleich zwei Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst haben Oberbürgermeister Martin Horn und Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach die Eröffnung gefeiert. Durch die großzügige Spende der Mäzenin Gertraud Hurrle konnte die Stadt das Gebäude 2024 kaufen und sanieren.

Neue Räume für die Städtische Galerie

In der mittleren Halle hat die Städtische Galerie ein neues und größeres Zuhause gefunden. Vorher war sie im Kunsthaus L6 untergebracht. Wie bisher zeigt die Galerie wechselnde Ausstellungen. Die aktuelle "Following - some kind of same - π“ mit Malerei-, Keramik- und Holzreliefarbeiten von Tim Bohlender, Tanja Goetzmann und Nozomi Tanabe ist noch bis zum 15. März 2026 zu sehen.

Die Halle Nord dient künftig der Freiburger sowie der nationalen und internationalen Kunstszene. Hier sind unterschiedlichste Formate wie Ausstellungen, Performances und Projekte geplant. Aktuell ist die Ausstellung „Fields of Un/rest“ von den Künstler*innen Philip Beck, Betty Blumenstock, Arne Grashoff und Benjamin Koglin sowie der Kuratorin Sharleena Rosing zu sehen. Besucher*innen können die Kunst noch bis zum 29. März 2026 betrachten.

Der Eintritt zu beiden Ausstellungen ist frei. Die Öffnungszeiten sind donnerstags und freitags von 16 bis 19 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr. An Feiertagen bleiben die Hallen geschlossen.

Gemeinschaftsprojekt für Kunst und Kultur

Die Morat-Hallen werden die Kunstszene unserer Stadt in den nächsten Jahrzehnten maßgeblich mitprägen. Dass wir dieses wunderbare Gebäude als Raum für Kunst und Kultur in Freiburg erhalten konnten, war ein echter Gemeinschaftserfolg.

Oberbürgermeister Martin Horn

Oberbürgermeister Martin Horn freute sich bei der Eröffnung über die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. Sein besonderer Dank galt der Spenderin Gertraud Hurrle sowie allen, die den Erwerb und die Sanierung ermöglicht hatten.

Kooperation mit Familie Morat

Die Morat-Hallen waren jahrzehntelang Sitz des Morat-Instituts für Kunst und Kunstwissenschaft. Im November 2023 übergaben Eva-Maria und Franz Armin Morat ihre Stiftung an ihre Söhne Daniel und Robert. Die Brüder wollten die bedeutende Sammlung dauerhaft in Freiburg halten. Ziel war es, das Erbe der Familie Morat weiterzuführen und das Gebäude als Ort der Kunst und Kultur zu bewahren. Daraus entstand die Kooperation zwischen Stadt und Morat-Institut.

In der südlichen Halle wird weiterhin das Lebenswerk des Ehepaares Morat bewahrt. Über 40 Jahre haben sie eine umfangreiche Sammlung zusammengetragen. Dazu gehören eine kunstwissenschaftliche Bibliothek mit rund 50.000 Bänden, etwa 7.500 Grafiken sowie rund 500 Gemälde und Skulpturen, darunter Werke von Dürer, Rembrandt und Goya. Ein Teil der Sammlung ist bereits als Dauerleihgabe in den Städtischen Museen öffentlich zugänglich.

Erster Bürgermeister von Kirchbach betonte bei der Eröffnungsfeier die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Stadt und der Familie Morat:

Mit der Eröffnung der Hallen führen wir das kulturelle und künstlerische Erbe der Familie Morat fort. Was mir besonders am Herzen liegt: Mit der Halle Nord haben wir einen neuen Ort für die Freiburger Kunstszene geschaffen. Hier können sich die unterschiedlichsten Initiativen und Vereine entfalten.

Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach

2024 hat die Stadt die Hallen gekauft und saniert. Mit Fluchttüren, einer Küche und einer barrierefreien Toilettenanlage war der Umbau im November 2025 abgeschlossen. Geplant ist noch eine Rollstuhlrampe am Vordereingang.

Mehr zu den Morat-Hallen, der Städtischen Galerie und den beiden Ausstellungen gibt es unter: freiburg.de/morathallen

Veröffentlicht am 09. Februar 2026