Spannend und vielseitig

Das Museumsjahr 2026

Selbstporträt von Anatole Jakovsky: Ein rotes Gefährt vor blauem Hintergrund, in dem Gefährt sieht man seinen Kopf.
Von naiver Kunst bis Protest: Die Museen Freiburg bieten 2026 viele Highlights - darunter das Porträt Anatole Jakovskys in der Ausstellung "Freundschaftsspiel" im Museum für Neue Kunst und der neue Ausstellungsbereich "Protest" im Augustinermuseum. (Foto: Ville de Nice)

Die Museen Freiburg starten 2026 mit einem vielseitigen Programm. Highlight ist die Eröffnung des sanierten Augustinermuseums Ende Februar. Im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus steht außerdem die erste Sonderausstellung an. Die 35. Ausgabe der beliebten Kükenausstellung, das Projekt "Spielfeld, Sport & Kunst" oder das "Archäo-Labor" versprechen Abwechslung. Hier alle Ausstellungen im Überblick:

Augustinermuseum

Neueröffnung des Augustinermuseums

Eine Besucherin betrachtet die Ausstellung. Man sieht ein Protestplakat mit der Aufschrift: Earth First.
Die Museen Freiburg bieten 2026 viele Highlights - darunter der neue Ausstellungsbereich "Protest" im Augustinermuseum. (Foto: M. Doradzillo)

Mit Eröffnung der neuen Ausstellungsräume im ehemaligen Konventgebäude ist die langjährige Sanierung des Augustinermuseums abgeschlossen. Modern, barrierefrei und interaktiv präsentiert es auf einer Gesamtfläche von 2900 Quadratmetern Kunst- und Kulturgeschichte der Region

Ab 28. Februar

Zukunfts(t)räume - Museum im Wandel

Kloster, Theater, Kartoffellager, Museum - und partizipativer Ort für kulturellen Austausch: Im "Frei_Raum" und im Konventgebäude blickt das Haus zurück und denkt gemeinsam mit den Freiburger*innen in die Zukunft.

28. Februar 2026 bis 21. Februar 2027

Haar - Macht - Lust

Haare sind Ausdruck von Identität - politisch, religiös, kulturell und persönlich. Die Schau in der Ausstellungshalle des Augustinermuseums präsentiert Exponate von der Antike bis zur Gegenwart.

14. November 2026 bis 18. April 2027

Dokumentationszentrum Nationalsozialismus

Ende der Zeitzeugenschaft?

Die letzten Überlebenden des Holocaust und der Shoa können ihre Erlebnisse und Erfahrungen nur noch für begrenzte Zeit in persönlichen Begegnungen vermitteln. Was bleibt, sind ihre Erinnerungen in Büchern, Filmdokumentationen, Ausstellungen und Bildungsprojekten. Hinzu kommen immer neue Medien wie Comics, Social-Media-Formate oder Hologramme. Die Ausstellung nimmt deren Entstehung in den Blick und widmet sich der Frage, was sich im Umgang mit diesen Zeugnissen seit 1945 verändert hat.

27. Januar bis 13. September 2026

Museum Natur und Mensch

Vom Ei zum Küken

Schon zum 35. Mal schlüpfen im Museum Küken seltener Hühnerrassen und begeistern Jung oder Alt. Beim Rätseln und Ausprobieren erfahren Neugierige nicht nur alles rund ums Hühnerei und damit verbundene Bräuche, sondern lernen auch Spannendes über andere eierlegende Tiere. Mitmachstationen regen dazu an, über das eigene Konsumverhalten nachzudenken. Außerdem jagen Kinder bei einer Rallye einen geheimnisvollen Eierdieb oder entspannen in der Mal- und Leseecke.

21. Februar bis 12. April 2026

Voll unfair!

Die Ethnologische Sammlung präsentiert zwei künstlerische Positionen, die soziale, wirtschaftliche und politische Fragen diskutieren: Marcello Martinez-Vega thematisiert in „El País del Cacao“ die Kakao-Produktion in Ecuador. Welche Folgen der Rohstoffabbau für die Zementindustrie in Indonesiens Kendeng-Gebirge hat, beleuchtet Dewi Candraningrum mit Frauenporträts und Installationen.

20. Mai 2026 bis 3. Januar 2027

Museum für Neue Kunst

Spielfeld, Sport und Kunst

Das Museum als Spielfeld: Besucher*innen werden zu Akteur*innen oder beobachten das Geschehen von der Seitenlinie. Künstlerische Positionen beleuchten Sport als Massenphänomen, das Gemeinschaft stiftet, aber auch Grenzen der Teilhabe und Barrieren sichtbar macht. In Kooperation mit dem Verein Ring Freiburg und dem Verein Benefit. Schirmherr ist Christian Streich.

1. Mai bis 11. Oktober 2026

Freundschaftsspiel. Musée international d’Art Naïf Anatole Jakovsky: Museum für Neue Kunst

Mit der Reihe „Freundschaftsspiel“ geht das Museum für Neue Kunst diesmal in den deutsch-französischen Austausch und tritt in Dialog mit dem Musée International d’Art Naïf Anatole Jakovsky. Erstmals stehen naive Kunst und Art brut im Fokus. 30.10. – 28.2.2027 Marcel van Eeden. 6. August 1870 Mit künstlerischer Fotografie und Zitaten aus historischen Texten setzt sich Marcel van Eeden mit Nationalismus, Kolonialismus und Rassismus auseinander. Ausgangspunkt der Ausstellung des Museums für Neue Kunst, die im Haus der Graphischen Sammlung zu sehen sein wird, ist das Schicksal eines algerischen Kolonialsoldaten, der im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 starb. Sein Schädel kam zu Studienzwecken in die anatomisch-anthropologische Sammlung von Alexander Ecker (1816–1887), die heute von der Universität Freiburg verwahrt wird.

30. Oktober 2026 bis 28. Februar 2027

Marcel van Eeden. 6. August 1870

Mit künstlerischer Fotografie und Zitaten aus historischen Texten setzt sich Marcel van Eeden mit Nationalismus, Kolonialismus und Rassismus auseinander. Ausgangspunkt der Ausstellung des Museums für Neue Kunst, die im Haus der Graphischen Sammlung zu sehen sein wird, ist das Schicksal eines algerischen Kolonialsoldaten, der im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 starb. Sein Schädel kam zu Studienzwecken in die anatomisch-anthropologische Sammlung von Alexander Ecker (1816-1887), die heute von der Universität Freiburg verwahrt wird.

27. Juni bis 18. Oktober 2026

Max Klinger. Radierungen

Max Klingers Radierkunst markiert eine Renaissance der Technik um 1900. Symbolismus, Jugendstil und frühe surrealistische Elemente verbinden sich zu einem unverwechselbaren Stil.

28. November 2026 bis 14. März 2027

Archäologisches Museum Colombischlössle

Archäo-Labor. Neues aus der Wissenschaft

Manche archäologischen Objekte faszinieren durch ihr Alter oder ihre kunstvolle Machart. Bahnbrechende Erkenntnisse liefern aber oft unscheinbare Stücke oder Details, die in interdisziplinären Untersuchungen sichtbar werden. Wie helfen etwa Jahresringe von Bäumen bei der Datierung jahrtausendealter Objekte? Können Rohstoffe einen „Fingerabdruck“ haben? Die Ausstellung präsentiert Neufunde aus Südbaden und vermittelt, wie moderne Archäologie arbeitet.

8. Oktober 2026 bis 27. Juni 2027

Dieser Artikel erschien im Amtsblatt Nr. 902 vom 17. Januar 2026. Wer auf dem Laufenden bleiben will, wird alle zwei Wochen per Newsletter über das neue Amtsblatt informiert. Jetzt anmelden!

Veröffentlicht am 16. Januar 2026