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Für eine klimafreundliche Mobilität

Mobilitätskampagne: JETZT ODER NOW

Großer Schriftzug 'JETZT ODER NOW' - Kleiner Schriftzug 'Freiburg steigt um: Für Dich. Für die Stadt. Fürs Klima.'

Die Stadt Freiburg setzt sich seit vielen Jahren für klimafreundliche Mobilität ein – sei es durch gut ausgebaute Fuß- und Radwege, verlässliche Stadtbahn- und Busverbindungen oder Sharing-Angebote für Fahrräder, Autos, und E-Scooter. Bis zum städtischen Ziel, bis 2035 eine klimaneutrale Stadt zu werden, bleibt gerade im Verkehrsbereich noch viel zu tun.

Mit dem Klimamobilitätsplan macht Freiburg einen wichtigen Schritt, um die Klimaziele zu erreichen: Bis 2030 sollen die CO2-Emissionen im Verkehrssektor gegenüber 2010 um mindestens 40 Prozent reduziert werden. Um das zu schaffen, muss der Anteil der Wege, die mit den umwelt- und klimafreundlichen Verkehrsträgern zurückgelegt werden, in Zukunft noch größer werden: Also mehr zu Fuß, mit dem Fahrrad und den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Das geht jede*n Freiburger*in an – denn die Mobilität für eine lebenswerte Stadt können nur alle gemeinsam gestalten. Nicht zu handeln, ist keine Option. Deswegen JETZT ODER NOW. Die Kampagne richtet den Blick auf eine klimafreundliche Mobilität, die Nutzen bringt und Spaß macht.

Im Rahmen der Kampagne hat es im Jahr 2023 viele Aktionen gegeben:

Aktionstag: Mein Freiburg, meine Mobilität

Zwei Personen stehen mit ihren Fahrrädern vor Schautafeln mit Bildern zu Mobilität
(Foto: Seeger / Stadt Freiburg)

Am Samstag, 16. September 2023, fand der Aktionstag auf dem Platz vor der alten Stadthalle statt. Etwa 350 Menschen nutzten den Nachmittag rund um das Thema klimafreundliche Mobilität. Es gab Informations- und Beratungsangebote, Mitmach-Aktionen und dazu ein buntes Bühnenprogramm, ein Kinderspielmobil und gastronomische Angebote.

Der Aktionstag fand im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche (EMW) 2023 statt. Die Kampagne der Europäischen Kommission findet seit 2002 jedes Jahr vom 16. bis zum 22. September statt. Kommunen aus ganz Europa werben in diesem Zeitraum für nachhaltige Mobilität und innovative Verkehrslösungen. Dabei geht es vor allem darum, vor Ort mit den Bürger*innen zum Thema Mobilität ins Gespräch zu kommen.

Mobilitätspodcast: Hier bewegt sich was!

Junge Frau mit Kopfhörern in der Bahn, Schriftzug in weiß und rot "Jetzt oder now"

Wie funktioniert klimafreundliche Mobilität in Freiburg? Im Podcast "Hier bewegt sich was!" können Interessierte das nachhören und mehr erfahren über praktische Verkehrslösungen und inspirierende Erfolgsgeschichten.

In acht Folgen wird berichtet, was die Freiburger Verwaltung macht und wie alle von den Angeboten profitieren können. Sprecherin Kristina Kühne von der Agentur fairkehr führt durch die Folgen.

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Temporäre Stadtmöblierung: Haslach

Kastenmöbel aus Holz und Kunststoff zum Sitzen, stehen auf einem Parkplatz, im Vordergrund ein Pflanzenkübel
(Foto: Stadt Freiburg)

In der Markgrafenstraße und in der Carl-Kistner-Straße in Haslach wurden vom 5. Juli bis zum 29. September 2023 verschiedene Elemente einer temporären Stadtmöblierung aufgestellt: Fahrradbügel, Pflanzenkästen und Sitzgelegenheiten. Die Möbel bildeten kleine Oasen für alle zum Ausruhen und Verweilen. Die Stadt Freiburg hat dafür vorübergehend einige öffentliche Parkplätze zur Verfügung gestellt.

Die temporäre Möblierung hat gezeigt, wie öffentlicher Straßenraum umgestaltet werden kann. Die Aktion sollte einen Eindruck vermitteln, was im Stadtteil denkbar ist und wie dieser noch attraktiver werden könnte. Die Möbel hat das Verkehrsministerium Baden-Württemberg im Rahmen des Projekts "Temporäre Umgestaltung von Ortsmitten“ kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Interessierte konnten die Stadtmöblierung vor Ort ausprobieren. Über einen Briefkasten konnten Rückmeldungen zu der Aktion gegeben werden. Am Freitag, 15. September 2023, war ein Informationsstand vor Ort. Viele Menschen nutzten die Gelegenheit zum Austausch und informierten sich über die Aktion.

Die temporäre Stadtmöblierung erregte im Aktionszeitraum einige Aufmerksamkeit, sowohl in Haslach als auch in der gesamten Stadt. Teilweise wurde sehr kontrovers diskutiert, was zeigte, dass die Umgestaltung des öffentlichen Raums ein Thema ist, welches viele bewegt und zu dem es unterschiedliche Meinungen gibt. Alle Kommentare, Argumente und Perspektiven wurden dokumentiert und ausgewertet. Insgesamt fanden vor allem die Sitzgelegenheiten und die Fahrradabstellmöglichkeiten große Wertschätzung. Kritik gab es aufgrund möglicher negativer Konsequenzen für das ortsansässige Gewerbe aufgrund der Reduktion der Parkgelegenheiten für Autos. Schließlich kam in vielen Rückmeldungen auch ein geteiltes Stimmungsbild zum Ausdruck: Die Idee der Umgestaltung des öffentlichen Raums stieß zwar grundsätzlich auf große Zustimmung, bei der praktischen Umsetzung wurde jedoch Verbesserungspotenzial erkannt, insbesondere bei der Platzierung und der Auswahl der Möblierungselemente.

Fotowettbewerb: „Mein Freiburg, meine Mobilität“

Unter dem Motto „Mein Freiburg, meine Mobilität“ waren alle Freiburger*innen vom 15. Mai bis 30. Juni 2023 zur Teilnahme an einem Fotowettbewerb aufgerufen. Der Wettbewerb sollte animieren, sich mit den vorhandenen Mobilitätsangeboten und dem eigenen Mobilitätsverhalten auseinanderzusetzen. 109 Personen haben mit ihren Bildern gezeigt, welche Vorteile klimafreundliche Mobilität hat, warum sie Spaß macht oder was sie persönlich mit nachhaltiger Mobilität verbinden.

Fünf Jury-Mitglieder haben jedes Foto einzeln bewertet – berücksichtigt wurden Motivwahl, technische Umsetzung, Kreativität, Emotionalität der Darstellung sowie ein persönlicher Bonus für den individuellen Geschmack der Jury-Mitglieder.

Die Preisverleihung fand am 22. Juli 2023 im Rahmen der Freiburger Museumsnacht statt. In der besonderen Atmosphäre eines der kulturellen Sommer-Höhepunkte wurden die 15 Gewinner*innen im Museum für Neue Kunst ausgezeichnet.

Die besten Bewertungen haben hierbei die folgenden Bilder erhalten:

Person liegt mit nach oben gestreckten Beinen auf dem Rücken auf der Wiwillibrücke. Eine Person liegt auf den ausgestreckten Beinen und streckt sich wie ein Flugzeug.
1. Platz ‒ Amelie Nauen, Freiburg: Wie bewegen wir uns in die Zukunft? (Foto: Amelie Nauen)
Verschwommene Fassade der Unibib Freiburg, im Vordergrund viele Fahrräder
2. Platz ‒ Annette von Ulardt, Freiburg: Rad oder Bahn bei Regenwetter? (Foto: Annette von Ulardt)
Kleines Kind parkt sein Laufrad zwischen zwei parkenden Autos
3. Platz ‒ David Laukart, March: Findet immer einen Parkplatz (Foto: David Laukart)

Botschaft: Freiburg sagt Danke

Baubürgermeister Haag kniet vor Graffiti-Spruch auf einem Radweg: Jetzt oder Now. Danke, dass Sie Rad fahren.
(Foto: Seeger / Stadt Freiburg)

Die Mobilität für eine lebenswerte Stadt können nur alle gemeinsam gestalten. Auf dem Weg dorthin möchte die Stadt allen Freiburger*innen danken, die bereits jetzt Teile ihrer Wege klimafreundlich zurücklegen.

"Danke, dass Sie Rad fahren, zu Fuß gehen und Bus & Bahn fahren!"

Diese Botschaften fanden sich ab September 2023 an 27 Stellen in Freiburg. Sie wurden auf Fahrradwegen, Fußwegen sowie Haltestellen von Bus und Bahn auf dem Boden aufgesprüht. Die Sprayfarbe war umweltfreundlich, pflanzenverträglich, organisch abbaubar und hielt einige Wochen.

Für den Klimaschutz im Verkehr und die Lebensqualität in der Stadt kann jeder durch die persönlichen Mobilitätsentscheidungen täglich einen kleinen Beitrag leisten. Die Aktion „Freiburg sagt Danke“ ist ein kleines Dankeschön an die vielen Menschen, die zu Fuß, mit dem Rad oder mit Bus und Bahn in Freiburg unterwegs sind.

Baubürgermeister Prof. Dr. Martin Haag

FAQ

Warum Jetzt oder Now?

Weil Klimaschutz nicht warten kann. Freiburg hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2035 klimaneutral zu werden. Ein Sorgenkind ist dabei der Verkehrssektor. Damit die Verkehrswende gelingt, müssen alle ihren Beitrag leisten – nicht irgendwann, sondern jetzt. Darauf macht die Stabsstelle Mobilität mit der Kampagne "Jetzt oder Now. Freiburg steigt um: Für dich, für die Stadt, fürs Klima" aufmerksam.

Warum steckt die Stadt Geld in eine Kampagne zur Mobilität?

Die Stadt stellt erhebliche finanzielle Mittel für den Ausbau der Mobilitätsangebote bereit. Der Ausbau des Radnetzes, aber auch ein gutes Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln und Sharing-Fahrzeugen – all das ist essenziell, damit die Verkehrswende gelingt. Ebenso wichtig sind das individuelle Mobilitätsverhalten und die täglichen Entscheidungen aller Freiburger*innen bei der Verkehrsmittelwahl. Um die Vorteile umwelt- und klimafreundlicher Mobilität deutlich zu machen, wollte die Stadt daher mit der Kampagne möglichst viele Menschen in Freiburg erreichen und für den Klimaschutz im Verkehr sensibilisieren.

Welche Aktionen gehörten zu Jetzt oder Now?

Neben den bereits aufgeführten Aktionen gab es die Sattelschoner-Überraschungsaktion, die Nikolausaktion und einen Informationsstand bei der Nachhaltigkeitsmesse „greenflair 2023“.

Bei der Sattelschoner-Überraschungsaktion wurden an der Unibibliothek, am Hauptbahnhof und am Europa-Park Stadion Sattelschoner auf parkende Fahrräder verteilt. Diese sollten auf die Aktion aufmerksam machen und zudem ein kleines Dankeschön für die Radfahrenden sein. Bei der Nikolausaktion hat Bürgermeister Haag zusammen mit städtischen Mitarbeitenden Schokoherzen, Giveaways und auch Gutscheine an Radfahrende verteilt. Auf der Nachhaltigkeitsmesse „greenflair 2023“ konnten städtische Mitarbeitende in direkten Kontakt mit interessierten Bürger*innen treten. Hierbei konnte einerseits von Seiten der Stadt informiert werden, aber der Infostand hat Bürger*innen auch die Möglichkeit gegeben, in direkten Austausch mit der Stadt zu kommen und der Stadt einen Input zu geben.

Was hat Mobilität mit dem Klima zu tun?

Egal, ob Auto, Zug, Flugzeug oder Bus: Jedes Mal, wenn Menschen sich in einem motorisierten Fahrzeug fortbewegen, entstehen Emissionen. Rund ein Viertel aller Emissionen in Baden-Württemberg stammt aus dem Verkehrssektor. Im Gegensatz zu den meisten anderen Bereichen sind die Emissionen hier seit 1990 nicht gesunken, sondern etwa auf demselben Niveau geblieben. Das muss sich schnellstmöglich ändern, wenn das Ziel der Klimaneutralität erreicht werden soll. Eine Antriebswende allein – also vor allem mehr Elektromobilität – reicht dabei nicht aus. Es braucht eine tiefgreifende Verkehrswende, mit weniger Fahrzeugen und weniger Fahrten mit dem motorisierten Individualverkehr. Stattdessen müssen mehr Wege mit dem Umweltverbund zurückgelegt werden, also mit Bus, Bahn, dem Fahrrad oder zu Fuß.

Was tut die Stadt für eine klimafreundliche Mobilität und wo kann ich mich informieren?

Freiburg hat als eine von sechs Pilot-Kommunen in Baden-Württemberg einen Klimamobilitätsplan erarbeitet. Ziel des Plans ist es, die CO2-Emissionen im Verkehrssektor bis zum Jahr 2030 um mindestens 40 Prozent zu reduzieren. Mit seinem umfassenden Maßnahmenkatalog setzt der Klimamobilitätsplan das Engagement der Stadt der letzten Jahre fort. Seit 2021 setzt Freiburg eine ambitionierte Fuß- und Radoffensive um. Die Stadt stellt außerdem detaillierte Informationen rund um die Themen Fahrrad, Fußverkehr, Sharing-Angebote und ÖPNV in Freiburg bereit, sowie allgemeine Meldungen zum Thema Mobilität in Freiburg. Mehr dazu unter www.freiburg.de/verkehr.