Erster Spatenstich für zwei Wohngebäude der Freiburger Stadtbau
Baubeginn im Quartier Kleineschholz

Ein Quartier nimmt Gestalt an: Seit Mittwoch, 22. April, sind die ersten beiden Wohnhäuser in Kleineschholz in Bau. Die 49 Wohneinheiten in den beiden Gebäuden der Freiburger Stadtbau (FSB) bilden den Auftakt für das Neubauviertel im Stühlinger.
500 Wohneinheiten entstehen
Ingesamt entstehen zwischen Lehener Straße und Sundgauallee in den nächsten Jahren rund 500 Wohneinheiten verschiedener gemeinwohlorientierter Bauträger. Erst kürzlich hat die Stadt die Erschließung der gesamten Entwicklungsfläche durch technische Infrastruktur abgeschlossen.

Auf den beiden Baufeldern MU3 an der Bahnlinie und MU11 am Quartierseingang schafft die FSB 50 Prozent geförderten sowie frei finanzierten Mietwohnungsbau. Mit diesen beiden Gebäuden prägt sie den baulichen Auftakt des neuen Quartiers. Am Quartierseingang entsteht ein markantes Gebäude mit integrierter fünfgruppiger Kindertagesstätte – offen, lichtdurchflutet und mit großzügigen Außenflächen. Entworfen wurde es vom Büro netzwerkarchitekten aus Darmstadt.
Das zweite FSB-Wohngebäude entsteht entlang der Güterbahnlinie, geplant vom Freiburger Büro MBPK Architekten und Stadtplaner. Hier zeigen intelligente Grundrisse, wie auch anspruchsvolle Lagen zu qualitätsvollem Wohnraum werden können. Beide Gebäude entstehen in nachhaltiger Holzhybridbauweise, mit Laubengängen und begrünten Fassaden. Die Entwürfe waren im November 2024 bei einer Mehrfachbeauftragung von einer zwölfköpfigen Jury als Sieger gewählt worden. Für den Ersten Bürgermeister Martin Haag sind die beiden Holzhybridgebäude der FSB das erste Gesicht des neuen Quartiers: „Sie zeigen, wie architektonische Qualität, Nachhaltigkeit und soziale Vielfalt zusammenkommen können.“
FSB mit Schlüsselrolle
Stadtbau-Geschäftsführerin Magdalena Szablewska verweist auf die Schlüsselrolle der FSB: „Mit den beiden Projekten leisten wir einen wichtigen Beitrag sowohl zur Gestaltung des Quartiers als auch als Impulsgeber für folgende Projekte. Die städtebaulichen, architektonischen, nachhaltigen und sozialen Qualitäten werden mit dem ökonomischen Anspruch der Baukostenoptimierung verbunden.“ Das Projekt leiste darüber hinaus auch eine strategische Bedeutung für die Stärkung des Konzerns Stadt als Arbeitgeberin: Sämtliche Wohnungen werden im Rahmen des Pilotkonzepts „Mitarbeiterwohnen“ gemäß der Bedarfslagen im Konzern Stadt vergeben.
Auf diese Besonderheit weist auch der Kaufmännische FSB-Geschäftsführer Matthias Müller hin: „Wohnen ist ein bedeutender Schlüssel im Wettbewerb um Fachkräfte und bei der Sicherung unseres Wirtschaftsstandorts. Hier übernehmen wir als kommunales Wohnungsunternehmen Verantwortung im Sinne des Allgemeinwohls. Und: Mit den Mitteln aus dem Landeswohnraumförderprogramm können wir die geförderten Mieten 33 Prozent unter dem Mietspiegel halten.“
Für Oberbürgermeister Martin Horn zeigt sich bei Kleineschholz die gesamtstädtische Bedeutung der FSB-Wohnbauoffensive 2030: „Mit diesem neuen Wohnungsprojekt unterstreicht die FSB ihre bedeutende Rolle bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in unserer Stadt.“
Dieser Artikel erschien im Amtsblatt Nr. 909 vom 25. April 2026. Wer auf dem Laufenden bleiben will, wird alle zwei Wochen per Newsletter über das neue Amtsblatt informiert. Jetzt anmelden!