Kleineschholz

Rund 500 Wohneinheiten sollen im neuen urbanen Wohnquartier "Kleineschholz" im Stühlinger zwischen Lehener Straße und Sundgauallee gebaut werden. Dabei sollen preisgünstiges Wohnen sowie innovative soziale, ökologische, inklusive und kulturelle Konzepte klimaneutral ermöglicht werden.

Aktuelles

Visualisierte bunte Häuser mit Bäumen

Rahmenplan für das neue Quartier

Über den aktuellen Stand der Planungen und darüber, wie das Quartier aussehen kann, informiert die städtische Projektgruppe am Mittwoch, den 27. Oktober, von 18.30 bis 21 Uhr in der Aula der Max-Weber-Schule und hier im Video.

Um die Wohnungen zügig bauen zu können, hat die Stadtverwaltung einen ambitionierten Zeitplan. Am  26. Oktober hat der Gemeinderat den Rahmenplan für Kleineschholz beschlossen. Mit dem Beschluss des Rahmenplans und des Freiraumkonzepts stehen jetzt die Grundlagen für den Bebauungsplan fest. Offenlage- und Satzungsbeschluss für das Bebauungsplanverfahren sind für 2022 eingeplant. Parallel dazu wird die Stadt die Kriterien für die Vermarktung der Grundstücke entwickeln. Das Vermarktungskonzept soll 2022 vom Gemeinderat beschlossen werden.

Wohnbau im Stühlinger

Seit 2015 laufen die Planungen für das Areal, das gleich hinter dem neuen Rathaus im Stühlinger beginnt. Die damals neu gegründete städtische Projektgruppe Neue Wohnbauflächen hatte die Fläche seinerzeit als besonders geeignet bewertet, um schnell den dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Die Gründe: Trotz innenstadtnaher Lage gibt es hier vergleichsweise wenig Nutzungskonflikte, außerdem sind die Eigentumsverhältnisse günstig. Schon 2018 wurde ein städtebaulicher Wettbewerb ausgelobt, aus dem der Entwurf des Bregenzer Büros Dietrich / Untertrifaller in Zusammenarbeit mit Ramboll Studio Dreiseitl als Sieger hervorging, der die Grundlage des Rahmenplans bildet. Um das Tempo hoch zu halten, wurde eine Projektgruppe Kleineschholz gebildet.

Rückmeldungen der Bürgerschaft

Gleichzeitig wurde von Beginn an die Bürgerschaft breit beteiligt. In drei Dialogveranstaltungen konnten Interessierte ihre Anliegen formulieren, die in das Planungsverfahren einflossen. Zuletzt gab es Ende Oktober einen Infoabend in der Max-Weber-Schule, bei dem sich rund 300 Menschen vor Ort oder per Livestream auf den neuesten Planungsstand bringen ließen.

Inhaltlich ging es bei den Rückmeldungen aus der Bürgerschaft zu Beginn des Beteiligungsprozesses vor allem um den Verlust der Kleingärten. Später standen eher Fragen zum bezahlbaren Wohnen im Mittelpunkt. Dabei kam das wachsende Interesse, selbst im neuen Quartier zu wohnen oder dort ein Wohnprojekt zu realisieren, zum Ausdruck. Aus der Nachbarschaft kamen während des gesamten bisherigen Prozesses viele Rückfragen zum Verkehr, vor allem wurde die Sorge geäußert, dass der Wegfall der Sundgauallee zu Problemen führen könnte. Auch die geringe Anzahl an Stellplätzen im Quartier wurde immer wieder kritisch hinterfragt. Infos zum Mobilitätskonzept gibt es hier.

Kleingärten

Mit der SEM Kleineschholz sowie dem 2. Bauabschnitt des Rathauses im Stühlinger müssen die städtische Kleingartenanlage „Lehener Wanner“ sowie die Kleingärten „Kleineschholz“ aufgegeben werden. Die Stadt bietet den Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern mit Pachtverträgen aber Ersatzgärten in St. Georgen sowie in Betzenhausen an. Die Bereitstellung dieser Ersatzgärten hat auch der Gemeinderat im Oktober beschlossen. Im Umfeld des „Lehener Wanner“ im Stühlinger werden aber weiterhin einige Gärten für beispielsweise Urban Gardening angeboten.

Die Kleingärten sollen in den nächsten beiden Jahren stufenweise aufgegeben werden. Sechs Kleingärtnern musste die Stadt bereits zum Winter 2020 kündigen, da im nächsten Jahr die ersten Ausgleichsmaßnahmen für die Mauereidechsen angelegt werden. Weitere Gärten müssen zum Winter 2021 in Anspruch genommen werden, alle anderen können mindestens bis zum Winter 2022 bewirtschaftet werden. Der Lesegarten soll im Quartier verbleiben.

Bauen und Wohnen in Kleineschholz

Bewerbungen für Grundstücke oder Wohnungen sind noch nicht möglich. Aktuelle Infos zum Thema mit Anmeldung zum Newsletter hier.

Gemeinschaftlich wohnen

Mitstreiter_innen für Genossenschaften oder Baugruppen finden oder sich Projekten anschließen: Die Stadt Freiburg möchte gemeinschaftliches Bauen und vielfältige Wohnformen unterstützen. Dafür hat sie ein digitales Forum für gemeinschaftliche Wohnprojekte ins Leben gerufen. Zum Forum...

Der Weg zum neuen Wohnquartier Kleineschholz

2010 - 2012

Öffentliche Dialogveranstaltungen mit Bürger_innen zur Erstellung von Stadtteilleitlinien (STELL Stühlinger) und zum Verwaltungsneubau im Stühlinger.

Oktober 2016

Im Oktober werden Stühlinger Kleingärter_innen über die Planungen zum Wohnungsbau und mögliche Alternativen zu ihren Kleingärten informiert.

Februar 2017

Zum Infoabend zur Gesamtentwicklung im Plangebiet sind alle Bewohner_innen des Stadtteils eingeladen. Auch die Freiburger Stadtbau und das Uniklinikum informieren über ihre Bauvorhaben.

Frühjahr 2017

Das Jugendbüro Freiburg führt den „Stühlinger Check“ durch: Jugendliche entwickeln neue Ideen für Stühlinger Freiräume. Das Kinderbüro Freiburg ist mit den „Stadtteildetektiven“ unterwegs: Kinder erforschen den Stühlinger aus ihrer Sicht.

Mai 2017

In einer Ideenwerkstatt „Freiräume im Stühlinger“ erarbeiten Bürger_innen Ideen für Frei- und Grünräume. Auch Kinder- und Jugendbüro sind mit den Ergebnissen aus ihren Beteiligungen dabei.

November 2017

Offizielle Eröffnung des ersten Gebäudes des Verwaltungsneubaus.

2017/2018

November 2017 - Januar 2018: Ausführliche Verkehrsuntersuchungen zu möglichen Auswirkungen, wenn ein Teil der Sundgauallee umgebaut würde. Idee: Die Fläche für Frei- und Wohnraumgestaltung erweitern.

1. Halbjahr 2018

Erarbeitung der Wettbewerbsvorgaben für die Büros (Auslobung)

Juni 2018

Freigabe der Auslobung durch den Bau- und Umlegungsausschuss

Juli 2018

Erster Bürger_innendialog (Start des Wettbewerb)

Juli 2018

15 Büros starten mit ihren Entwürfen für das Wettbewerbsgebiet

September 2018

Erste Jurysitzung zum Wettbewerb (Auswahl von fünf Büros)

September 2018

Zweiter Bürger_innendialog (Zwischenstand Wettbewerb)

September 2018

Die fünf ausgewählten Büros beginnen mit der Überarbeitung ihrer Entwürfe

Oktober 2018

Öffentliche Ausstellung der fünfzehn eingereichten Entwürfe

Februar 2019

Zweite Jurysitzung zum Wettbewerb (Wahl eines Siegerentwurfs)

Februar 2019

Dritter Bürger_innendialog (Ergebnis Wettbewerb)

Februar 2019

Öffentliche Ausstellung aller Entwürfe

Juli 2019

Zustimmung des Gemeinderates, den von der Jury gewählten Siegerentwurf als Grundlage für den Bebauungsplan zu nehmen

ab Sommer 2019

Weitere Ausarbeitungen der Wettbewerbskonzeption und Vorbereitungen Offenlagebeschluss (Erstellung weiterer Gutachten und Fachplanungen, z.B. für Verkehr- und Freianlagen)

2020

Überarbeitung Rahmenplan;
Gründung der Projektgruppe Kleineschholz

2021

Beschluss Rahmenplan;
Beschluss über die Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme

2022

Offenlagebeschluss mit anschließender Offenlage des Bebauungsplanentwurfs mit förmlicher Beteiligung;
Satzungsbeschluss für das Bebauungsplanverfahren;
Beschluss Vermarktungskonzept

2023

Beginn erster Erschließungsarbeiten

2024

Bau erster Wohngebäude startet

2030

Alle Arbeiten sind abgeschlossen