Fünf Stationen auf drei Kilometern
Datenspaziergang zeigt digitale Stadtentwicklung

Woher weiß die Anzeige an der Haltestelle, wann die nächste Straßenbahn kommt? Wie findet die VAG-App das nächste freie Frelo? Und woher kennt die Stadt die klimatischen Unterschiede zwischen einzelnen Stadtteilen? Antworten auf diese Fragen gibt der neue Freiburger Datenspaziergang.
Route für den Spaziergang gibt es online
An fünf Stationen erfahren Interessierte ab sofort ganz konkret mehr darüber, welche Daten in Freiburg erhoben werden, wie die Technik dahinter funktioniert und welchen Nutzen die Daten für die Stadtgesellschaft haben. Die Route kann man online kostenfrei abrufen.
Der rund drei Kilometer lange Spaziergang startet am Besucherparkplatz beim Rathaus im Stühlinger. Von dort führt die Route über die Stadtbahnhaltestelle Rathaus im Stühlinger und die Radzählstation an der Wiwilibrücke zur Frelo-Station am Europaplatz und schließlich zur meteorologischen Station im Stadtgarten. Hinweisschilder an den fünf Stationen erklären die jeweilige Technik und liefern Hintergrundwissen.
Sensoren erkennen freie Parkplätze
Die erste Station zeigt, wie im Boden eingelassene Sensoren freie und belegte Parkplätze erkennen. Die Informationen fließen unter anderem in das städtische Parkleitsystem ein. So finden Autofahrer*innen schneller einen freien Park-and-Ride-Platz.
In Kürze werden auch Behindertenparkplätze in der Innenstadt erfasst. Gleichzeitig helfen die Daten der Stadt dabei, den tatsächlichen Bedarf an Parkplätzen besser einzuschätzen.
Zähler in Bus, Bahn und an Radwegen
An der Stadtbahnhaltestelle beim Rathaus im Stühlinger geht es um Daten im öffentlichen Nahverkehr. Wer Bus und Bahn regelmäßig nutzt, kennt die Angaben zur Abfahrtszeit an den Haltestellen. Dahinter stecken ebenfalls Berechnungen auf Grundlage von aktuellen Daten: Sensoren zählen die Ein- und Ausstiege und GPS-Antennen erfassen den aktuellen Standort der Fahrzeuge.
Die Radzählstation an der Wiwilibrücke macht sichtbar, wie viele Menschen zu welcher Zeit mit dem Fahrrad unterwegs sind. Die Werte helfen dabei, die Radinfrastruktur am tatsächlichen Bedarf auszurichten.
Daten zu Wetter und Verkehr
An der Frelo-Station am Europaplatz erfahren Besucher*innen, wie freie Leihräder erfasst und in der VAG-App angezeigt werden. Diese Daten verwenden die Planer*innen bei der VAG, um die Auslastung der Stationen zu koordinieren.
Die letzte Station liegt im Stadtgarten. Dort messen Sensoren unter anderem Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Niederschlag. Die Daten sind die Grundlage dafür, dass Stadt und Forschung auf Hitze, Starkregen und andere Folgen des Klimawandels reagieren können.
Projekt Smart City Freiburg
Der Datenspaziergang ist Teil des Projekts Smart City Freiburg. Er soll digitale Technologien verständlich und transparent machen und zeigen: Städtische Daten sind kein Selbstzweck. Sie helfen dabei, Mobilität besser zu organisieren, Ressourcen gezielter einzusetzen und Freiburg zukunftsfähig zu planen.