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Ökosysteme an Badeseen schützen

Ente schwimmt über See
An den Badeseen gibt es viele Pflanzen und Tiere, auf die Besucher*innen Rücksicht nehmen müssen.

Gewässer sind echte Hotspots der Biodiversität: Viele Arten wachsen, leben, brüten, fressen und ruhen das ganze Jahr über an oder im See. 

Auch künstlich angelegte Seen sind bei Tieren und Pflanzen beliebt

Im Vergleich zu natürlich entstandenen Seen, die nicht von Menschen genutzt werden, ist die Artenvielfalt an Baggerseen geringer.

Trotzdem entdecken unzählige Tier- und Pflanzenarten auch künstlich angelegten Gewässer im Laufe der Zeit für sich: Zum Beispiel als Lebensraum und Nahrungsquelle, zum Brüten und Wachsen oder einfach für die Photosynthese.

Tier- und Pflanzenarten an den Freiburger Badeseen

Seerosen
Teich- und Seerosen leben vor allem an naturnahen, wenig genutzten Badeseen mit Stillwasserbereichen.
Stockente mit Küken
Zwischen Herbst und Frühjahr nutzen Stockente, Pfeifente, Höckerschwan und Co. die größeren Seen als Rastgebiet.
Blick auf den kleinen Opfinger See.
Kleine Wasserorganismen wie Wasserskorpione, Rückenschwimmer oder Stabwanzen fühlen sich in vielen Seen wohl.
Graureiher
Auch Graureiher, Rohrsänger und der Eisvogel halten sich gerne an Gewässern auf.
Erdkröte
Am Opfinger See gibt es in einem Teilbereich eine sehr große Erdkrötenpopulation. Der Laubfrosch lebt angrenzend im sumpfigen Bereich.
Libelle auf einem Grashalm
Libellen benötigen ungestörte Uferbereiche. Größere Populationen und seltene Arten findet man eher in sumpfigen Bereichen angrenzend zu den Seen.
Flückiger See bei Sonnenuntergang
Greifvogelarten wie der Schwarzmilan kommen insbesondere an Seen in Waldnähe vor – zum Beispiel an den Opfinger Seen.
Seggenart
An Ufern mit selten genutzen und gemähten Hochstaudenfluren wachsen unter anderem Blutweiderich, Gilbweiderich, Wasserdost, verschiedene Großseggen und Ufer-Wolfstrapp. (Foto: G. Süßbier)

Menschliche Einflüsse verringern

Um Tiere und Pflanzen zu schützen und möglichst wenig zu stören, sollten alle, die an einem See baden, entspannen oder Sport machen, ein paar Dinge beachten. 

Dadurch lässt sich der menschliche Einfluss auf das Ökosystem verringern - wovon Pflanzen und Tiere wiederum profitieren.

Regeln für Badende

  • Ufer- und Wasservegetation schonen – insbesondere Schilfbereiche und artenreiche Wiesen.
    Sie bieten den Arten wichtige Rückzugsräume und Brutplätze.
  • Biotopschutzzonen (z.B. am Opfinger See) nicht betreten.
    Die ausgeschilderten Regeln sind zu befolgen.
  • Tiere in freier Wildbahn nicht füttern.
    Das schädigt die Tiere.
  • Müll mitnehmen. 
    Um Verschmutzung zu vermeiden und Tiere und Fische nicht zu gefährden.
  • Sonnencreme vor dem Badengehen trocknen lassen.
    Schädigt sonst Gewässer und Arten.
  • Abends und nachts leise sein und auf viel Licht verzichten. 
    Stört sonst die Ruhepausen und den Tag-Nacht-Rhythmus der Tiere.