Neu eröffnet
Proberäume für Freiburger Bands

Freiburg stärkt seine Musikszene: Ab sofort können rund 20 Bands regelmäßig und unter besten Bedingungen in neu geschaffenen Proberäumen proben.
Die waren seit Jahren knapp in Freiburg. Um das zu ändern, hat die Stadtverwaltung 1,6 Millionen Euro in die Hand genommen und damit 16 Holzmodule auf dem Gelände der Edith-Stein-Schule am Rand des Eschholzparks errichtet. Darin sind sieben rund 35 Quadratmeter große Proberäume entstanden, die von lokalen Musiker*innen der freien Musikszene dauerhaft genutzt werden können.
Bewerbung für temporäre Nutzung ab Mai möglich
Betrieben werden sie von der Freiburger Musikerinitiative Multicore e.V. im Auftrag der Stadt. Der Verein vermietet sechs der Räume langfristig an Bands, ein Raum wird für Vereinszwecke genutzt sowie für Workshops, kleine Projekte und temporäre Proben vermietet. Für diese temporären Anfragen können sich Interessierte ab Anfang Mai direkt an Multicore e.V. wenden: proberaum@multicore-freiburg.de
Für die langfristig vermieteten Proberäume konnten sich Bands vorab bewerben. Ein Gremium mit Vertreter*innen von Stadt, Multicore und aus der Musikszene hat über die Vergabe entschieden, die nach klar definierten Kriterien erfolgte. Im Mittelpunkt stand dabei die Förderung aktiver Bands auf dem Weg zur Professionalisierung. Gleichzeitig wurden Aspekte wie Nachwuchsförderung, Diversität und die Teilhabe unterrepräsentierter Gruppen berücksichtigt. Mindestens ein Bandmitglied muss zudem seinen Wohnsitz in Freiburg haben.
Hintergrund
Durch die Entwicklung von neuem Wohnraum sind zahlreiche zuvor für Bandproben genutzte Räume weggefallen. Die Suche nach geeignetem Ersatz gestaltete sich aufgrund des angespannten Immobilienmarkts als schwierig. Vor diesem Hintergrund wurde ein neues Konzept entwickelt: speziell angefertigte Proberaummodule in Holzbauweise. Neben sieben Proberäumen enthalten sie einen Büroraum sowie sanitäre Anlagen. Freiburg setzt dieses Modell nun erstmals um. Der Standort an der Edith-Stein-Schule ist zunächst für fünf Jahre vorgesehen, parallel prüft die Stadt langfristige Perspektiven.