Positives Gesamtbild
Städtische Statistik legt Wirtschaftsbericht 2025 vor

Obwohl die Rahmenbedingungen schwierig sind, geht es Freiburgs Wirtschaft verhältnismäßig gut: Zwischen 2015 und 2023 gab es zehn Prozent mehr Erwerbstätige und auch der Umsatz der Freiburger Unternehmen und die verfügbaren Haushaltseinkommen sind jeweils um ein knappes Drittel gestiegen. Das geht aus dem Freiburger Wirtschaftsbericht 2025 hervor.
Mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigte
Vor allem im Dienstleistungssektor hat die Zahl der Beschäftigten zugenommen. Zuletzt waren rund 140.000 Menschen in Freiburg beschäftigt. Vor zehn Jahren waren es noch rund 117.000. Besonders hoch war der Zuwachs in den Erziehungs- und Gesundheitsberufen. Aber auch die Bereiche Finanzen, Versicherungen und Grundstücks- und Wohnungswesen zogen mehr Erwerbstätige an.
Gründe für die steigende Zahl: Vor allem mehr ausländische Arbeitskräfte haben eine Beschäftigung gefunden. Aber auch immer mehr Arbeitskräfte pendeln aus dem Umland nach Freiburg, die meisten davon aus Emmendingen, Waldkirch, Bad Krozingen, Gundelfingen und Denzlingen.
Minimal zugenommen hat die Zahl der Arbeitslosen. Sie stieg von 6.851 (2015) auf rund 7.000 Personen (2024), was auch an der hohen Zahl Geflüchteter aus der Ukraine liegt.
Steigende Umsätze bei Unternehmen
Das Wachstum ist auch bei Freiburgs Unternehmen zu spüren: Das erwirtschaftete Bruttoinlandsprodukt lag 2022 bei 14,6 Milliarden Euro - 2015 waren es 10,7 Milliarden Euro. Das liegt unter anderem auch an der sektorübergreifenden Produktivität der 11.696 Freiburger Unternehmen, deren Umsatz seit 2015 um mehr als 9 Milliarden Euro stieg. Im Innovationsindex von Baden-Württemberg bleibt Freiburg weiterhin im Mittelfeld. Trotz der guten Zahlen sind die beantragten Unternehmensinsolvenzen zuletzt wieder leicht gestiegen.
Insbesondere der Gesundheitssektor spielte in den letzten zehn Jahren eine wichtige Rolle für den wirtschaftlichen Erfolg: Hier ist die Zahl der Unternehmen und die Zahl der Arbeitsplätze enorm gestiegen. Vor allem in Krankenhäusern und Arztpraxen wird das deutlich.
Auch private Haushalte können sich freuen: Das verfügbare Einkommen ist gestiegen, pro Kopf hat jede*r gut 2.000 Euro mehr verfügbares Einkommen pro Jahr.
Mehr Informationen zum Wirtschaftsbericht gibt es unter freiburg.de/statistik.