Gemeinderat gibt grünes Licht

Kleines Haus wird saniert

Visualisierung Theater Freiburg Kleines Haus
Klein, aber fein: Die geplante Sanierung des Kleinen Hauses soll den Theateranbau zur Innenstadt hin öffnen. (Visualisierung: ARGE: SpSL Fabre-Speller)

In den 1950er-Jahren als Kino errichtet, 1996 dann zum Theater umgebaut: Das Kleine Haus des Theaters Freiburg blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Jetzt soll es für knapp 30 Millionen Euro auf den neuesten Stand gebracht werden.

Bei der Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes geht es unter anderem darum, durch eine Aufstockung den Raum zur Decke hin zu vergrößern, um bessere Sichtachsen für das Publikum zu schaffen. Gleichzeitig stehen Barrierefreiheit, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz im Mittelpunkt des Vorhabens. So soll unter anderem eine Photovoltaikanlage auf dem Dach installiert und ein Aufzug eingebaut werden. Auch die Bühnenausstattung und die Nebenräume (Proberäume für Chor und Orchester, Künstlergarderoben, Verwaltungsräume) sind betroffen.

Neben der Aufstockung des jüngeren Gebäudes ist auch eine Instandsetzung des älteren Haupthauses Teil des Sanierungspakets. Hier sollen vor allem die Sandsteinfassade und die Fenster modernisiert werden. Ein kleines Budget von 200.000 Euro ist zudem für Kunst am Bau vorgesehen.

Die Bauarbeiten sollen im Juni 2027 starten, mit einer Fertigstellung ist bis Jahresende 2029 zu rechnen. Der Spielbetrieb im Kleinen Haus wird währenddessen pausieren, soll aber bereits im Sommer 2029 wieder aufgenommen werden. Die Stadt beteiligt sich an den Kosten mit einem Investitionszuschuss in Höhe von voraussichtlich 10,4 Millionen Euro, die restlichen Kosten sollen der Bund und das Theater selbst tragen. Ein entsprechender Fördermittelantrag beim KulturInvest-Programm des Bundes wurde eingereicht, mit einer Bewilligung wird spätestens im dritten Quartal dieses Jahres gerechnet.

Bei einer kurzen Aussprache im Gemeinderat fand ein interfraktioneller Antrag mehrheitliche Unterstützung, mit dem die Stadtverwaltung gebeten wird, die baubedingten Schließzeiten der Theaterbar so kurz wie möglich zu halten. Das Projekt selbst wurde einstimmig beschlossen.

Dieser Artikel erschien im Amtsblatt Nr. 906 vom 14. März 2026. Wer auf dem Laufenden bleiben will, wird alle zwei Wochen per Newsletter über das neue Amtsblatt informiert. Jetzt anmelden!

Veröffentlicht am 16. März 2026