Pressemitteilung vom 12. Februar 2026
Bilanz des Radverkehrs 2025: Ausbau und Förderung zeigen Wirkung
- Immer mehr Menschen in Freiburg fahren mit dem Rad
- Freiburger*innen radeln auch im Winter
In 2025 waren in Freiburg mehr Menschen mit dem Rad unterwegs als je zuvor. Radfahren wird in Freiburg immer selbstverständlicher – sogar bei Regen, Schnee und Dunkelheit. Das belegen die Zahlen der Zählstellen aus den vergangenen zehn Jahren.
Mobilitätsbürgermeister Martin Haag betont: „Die Daten der Zählstellen zeigen deutlich, dass unsere Strategie Radfahren zu fördern, wirkt. Und das Beste ist: Die Freiburger*innen ziehen mit. Das zahlt sich für alle Menschen in der Stadt aus, denn Radfahren schützt nicht nur die Umwelt und fördert die Gesundheit. Es spart auch Fläche, reduziert Lärm und Schadstoffe in der Luft.“
Derzeit erfassen 17 Zählstellen den Radverkehr in Freiburg und liefern eine verlässliche Datengrundlage, wo und wann wie viele Radfahrer*innen unterwegs sind. Starke Zuwächse gibt es vor allem auf den etablierten Strecken. Die Zahlen der vier Stationen Wiwilibrücke, FR1 Otto-Wels-Straße, FR2 Süd und FR3 zeigen deutlich, wie sich der Radverkehr in Freiburg entwickelt hat. Trotz eines Einbruchs während der Pandemie in 2020 und 2021 sind die Zahlen in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich gestiegen. An den vier genannten Stationen nahm der Radverkehr zwischen 2015 und 2025 um mehr als 20 Prozent zu – deutlich stärker als die Bevölkerungszunahme von fünf Prozent im gleichen Zeitraum.
Besonders eindrucksvoll zeigt sich die Wirkung des Ausbaus am FR2: Hier hat sich die Nutzung in zehn Jahren mehr als verdoppelt (+142 %). Auch die fünf neuen Zählstellen, die im Jahr 2024 dank Förderung vom Land und der Firma Jobrad hinzukamen, zeigen hohe Zahlen. Zwei dieser neuen Zählstellen haben sich auf Platz 2 und 4 des Freiburger Rankings geschoben: Am Rotteckring waren es knapp 2,8 Millionen gezählte Räder, in der Rempartstraße 2,26 Millionen. Die Wiwilibrücke, seit 2012 Freiburgs erste Radzählstelle, bleibt aber unangefochten auf Platz 1. Im Jahr 2025 hat sie 3,62 Millionen Räder gezählt. Auf Platz 3 gerutscht ist FR1 Dreisam / Otto-Wels-Straße mit 2,68 Millionen.
Im Jahresverlauf zeigt sich, das Radfahren bei schönem Wetter am meisten Freude macht: Höhepunkt ist im Juli; in diesem Monat wurden 11,6 Prozent aller vorbeifahrenden Fahrräder gezählt (2025: 32.700 Räder / Tag). Insbesondere in den Sommerferien gibt es einen deutlichen Rückgang, und wenn die Tage dann im Herbst kürzer und kälter werden, nehmen die Zahlen weiter ab.
Trotzdem ist bemerkenswert, dass die Freiburger*innen sich nicht nur an schönen Sommertagen aufs Rad schwingen. Sie trotzen auch Regen und Schnee. In den drei Wintermonaten Dezember, Januar und Februar waren es jeweils gut sechs Prozent der gezählten Räder eines Jahres. Das ist zwar unter dem Durchschnitt (8,3% / Monat), aber trotzdem ein bemerkenswert hoher Anteil (an den vier Zählstellen zusammen in den genannten Wintermonaten in 2025 jeweils 18.800 – 23.200 Räder / Tag). Der Winterdienst der Stadt und der ASF sorgt dafür, dass die Radwege auch bei Schnee und Eis sicher bleiben.
Die Zählstellen liefern nicht nur blanke Zahlen, sondern dadurch auch wertvolle Hinweise für die Verkehrsplanung. So können Maßnahmen wie der Ausbau von Radwegen, Sicherheitserhöhungen, Winterdienst oder Pflegeintervalle je nach Bedarf angepasst werden. Die Daten ermöglichen zudem, den Erfolg von Projekten wie dem FR2 oder zukünftig dem Radschnellweg RS6 zu evaluieren. Deshalb gibt es seit Ende 2025 eine neue Zählstelle am Abzweig Wildtalstraße Richtung Gundelfingen. Mit ihr verfolgen die Verkehrsplaner*innen des Garten- und Tiefbauamts die Entwicklung des RS6, weitere entlang der Strecke sind geplant. Die Zahlen der einzelnen Zählstellen sind online unter freiburg.de/radverkehr einsehbar.