Beteiligungsbericht 2025

Eine Million Euro Investitionen pro Tag

Zwei Busse der VAG geparkt in der Garage.
Starke Töchter: Ohne die Freiburger Verkehrs AG (VAG), die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) und die Freiburger Stadtbau (FSB) geht in Freiburg fast gar nichts.

Es ist ein Fixtermin im Kalender des "Konzerns Stadt": Einmal im Jahr stellen die Geschäftsführungen der städtischen Gesellschaften und Beteiligungen deren wirtschaftliche Entwicklung vor und geben Ausblick auf die nähere Zukunft.

Zu Beginn der Sondersitzung des gemeinderätlichen Haupt- und Finanzausschusses brachte OB Horn auf den Punkt, um was es geht: „Der Beteiligungsbericht liefert einen transparenten Einblick, was im Konzern Stadt Freiburg läuft.“ Wie wichtig die Stadttöchter sind, verdeutlichte Finanzbürgermeister Stefan Breiter mit zwei Zahlen: Pro Tag machen die städtischen Gesellschaften und Beteiligungen 5,2 Millionen Euro Umsatz und investieren rund eine Million Euro. „Die Musik spielt in den städtischen Gesellschaften", so Breiter.

Aufs Jahr hochgerechnet lagen die Gesamtumsätze aller städtischen Gesellschaften und Eigenbetriebe im Jahr 2024 bei 1,9 Milliarden Euro, die Gesamtinvestitionen bei 308 Millionen Euro. Oberbürgermeister Martin Horn unterstreicht die Bedeutung der städtischen Beteiligungen für Freiburgs Zukunft: „Die städtischen Gesellschaften übernehmen außerordentlich wichtige Aufgaben für uns alle in der Stadt: Wohnungsbau, Verkehrswende oder Energieversorgung und Abfallwirtschaft – damit halten sie unsere Stadt mit am Laufen.“

Fast 4200 Beschäftigte

Ein Laster der ASF im Einsatz.
Starke Töchter: Ohne die Freiburger Verkehrs AG (VAG), die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) und die Freiburger Stadtbau (FSB) geht in Freiburg fast gar nichts.

Außerdem gingen von den städtischen Gesellschaften, Eigenbetrieben und Zweckverbänden wichtige wirtschaftliche, nachhaltige und soziale Impulse für die Wirtschaft und die Gesellschaft in Freiburg sowie der Region aus, so Horn. Außerdem dürfe man nicht vergessen, dass die Stadttöchter große Arbeitgeberinnen seien – 2024 waren hier fast 4200 Menschen beschäftigt, darunter 166 Auszubildende.

Dabei erwirtschafteten die Gesellschaften 14 Millionen Euro für den städtischen Haushalt – erhielten im Gegenzug aber 81 Millionen Euro von der Stadt zur Erfüllung ihrer Aufgaben. Dieses scheinbare Missverhältnis ist aber leicht zu erklären, denn die meisten Stadttöchter arbeiten an Grundpfeilern der städtischen Daseinsvorsorge – allen voran zu nennen der öffentliche Nahverkehr, die Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum oder der Betrieb von Schwimmbädern.

In der gut dreistündigen Sondersitzung des Haupt- und Finanzausschusses stellten die Geschäftsführungen die wesentlichen Entwicklungen ihrer Gesellschaften vor:

Eine Schaufel mit Sand bei einem Spatenstich, im Hintergrund ein Banner mit Aufschrift: "1000 Wohnungen im Bau!"
Starke Töchter: Ohne die Freiburger Verkehrs AG (VAG), die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) und die Freiburger Stadtbau (FSB) geht in Freiburg fast gar nichts.
  • Bei der Freiburger Stadtbau sind aktuell 1000 neue Wohnungen im Bau, darunter als Pilotprojekt das erste Azubi-Wohnheim in der Wirthstraße. Aber natürlich liegt der Fokus auch auf der weiteren Sanierung und Instandhaltung der Bestandsimmobilien, unter anderem in den Knopfhäusle und im Breisacher Hof. Highlight bei den Regio-Bädern waren Bau und Eröffnung des Außenbeckens im Westbad. Und bei den Parkhäusern hat sich die Einführung von smartem Parken mit Bezahlung sowie Ein- und Ausfahrt per App sehr bewährt.
  • Die Freiburger Verkehrs-AG hat weitere 22 E-Bussen beschafft, dafür die notwendige Infrastruktur gebaut und ist mittlerweile an Wochenenden zu 100 Prozent elektrisch unterwegs. Wichtig für Bahnkunden und zur barrierefreien Erschließung des Hauptbahnhofs war die Erneuerung der Rolltreppen und Aufzüge. Außerdem saniert die VAG regelmäßig Gleise, zuletzt in Landwasser. Besonders erfreulich: Die Personaloffensive war erfolgreich, erstmals seit Jahren hat der Fahrbetrieb seine Sollstärke erreicht.
  • Die Abfallwirtschaft Freiburg (ASF) treibt konsequent die Umstellung ihres Fuhrparks auf umweltfreundliche Antriebe voran. Mittlerweile fährt die komplette Abfalllasterflotte mit Wasserstoff. Dafür baut die ASF eine eigene Anlage zur Produktion von grünem Wasserstoff auf der ehemaligen Deponie Eichelbuck, die demnächst fertig ist. Auch das neue Recyclingkaufhaus „Fundfabrik“ ist im Bau.
  • Ein städtischer Eigenbetrieb ist für den Neubau der Staudinger-Gesamtschule und das zweite Rathaus im Stühlinger verantwortlich. Die Schule ist bis auf das Außengelände fertig und seit dem neuen Schuljahr in Betrieb. Beim Rathausneubau konnte das Richtfest gefeiert werden. Jetzt läuft der Innenausbau.
  • Die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe (FWTM) kann stolze Zahlen bei Übernachtungen oder zuletzt dem Freiburger Weihnachtsmarkt vorweisen und hat sich erfolgreich um eine attraktive Innenstadt bemüht.
  • Die Badenova treibt mit ihren Tochterunternehmen die Wärmewende weiter voran und investiert viel in das Gas-, Strom-, Wärme- und Wassernetz. Dazu gehört unter anderem auch der Bau eines neuen Wasserwerks in Ebnet.

Weitere Informationen liefert der Beteiligungsbericht 2025. Er steht kostenlos zum Download bereit: freiburg.de/beteiligungen.

Dieser Artikel erschien im Amtsblatt Nr. 903 vom 31. Januar 2026. Wer auf dem Laufenden bleiben will, wird alle zwei Wochen per Newsletter über das neue Amtsblatt informiert. Jetzt anmelden!

Veröffentlicht am 04. Februar 2026