Bericht aus der Ortschaftsratssitzung vom 19. Januar 2026
An der ersten Ratssitzung in diesem Jahr nahmen acht Mitglieder des Rates teil. Vier Ratsmitglieder fehlten entschuldigt. Ortsvorsteher Christoph Brender leitete die Sitzung. Die öffentliche Sitzung dauerte 40 Minuten. Zuhörer*innen: 1
Neuer Biotopverbundplan Freiburg-Schwarzwald
Marisa Molinari vom Umweltschutzamt der Stadt Freiburg erläuterte den Ratsmitgliedern den Sachverhalt und die aktuellen Planungen.
Zusammenfassung:
Ausgangslage ist eine fortschreitende Biodiversitätskrise mit einem dramatischen Rückgang der Biodiversität und Auswirkungen auf die Lebensgrundlage der Menschen. Mit einer Novelle des LNatSchG BW im Jahr 2020 soll eine rechtliche Stärkung des Biotopverbundes erreicht werden. Das heißt: bis 2030 sollen mind. 15 % der Offenlandfläche im Stadtgebiet als funktionaler Biotopverbund als konkrete Zielvorgabe erreicht werden. Die Städte und Gemeinden sind für die Erstellung der BV-Planungen zuständig und werden vom Land mit 90 % gefördert. Ziel der Stadt Freiburg: Entwicklung von naturnahem Offenland und Stärkung des Biotopverbunds sowie Erstellung und Umsetzung eines flächenhaften Biotopverbunds durch Aktualisierung der Konzepte Tuniberg (2022 fertiggestellt) und Schwarzwald Maßnahmen: Schaffung der Stelle einer Biotopverbundbotschafterin im Umweltschutzamt, Stellenfinanzierung durch Land Baden-Württemberg, Beratungen von Landnutzer*innen und Eigentümer*innen durch das Umweltschutzamt zu fachlichen Fragen und finanziellen Förderungen über die Landschaftspflegerichtline (LPR) oder FAKT (Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl), Umsetzung auf eigenen städtischen Flächen gemeinsam mit anderen Fachämtern über den Aktionsplan Biodiversität oder auch als Ausgleichs- oder Ökokontomaßnahme.
Ergebnis:
Der Ortschaftsrat Kappel nahm die neue Biotopverbundplanung Freiburg-Schwarzwald und das weitere Vorgehen zur Kenntnis.
Bekanntgaben und Verschiedenes
Ortsvorsteher Christoph Brender informierte über
- die geplante Elektrifizierung der Carsharing-Station in Kappel. Durch den fehlenden Netzanschluss der Badenova verzögert sich die Umsetzung bis ins Quartal 2/2026.
- über zwei angekündigte Drucksachen für die Februar-OR-Sitzung: Neufassung der Richtlinien zur Förderung der Musikvereine durch die Stadt Freiburg und Baubeschluss für den Neubau des Feuerwehrhauses Kappel.
- über den Sachstand zum Plangebiet „Weihermatten“. Hier wird es eine neue Planung geben, da der gültige Bebauungsplan von 2018 stammt und überarbeitet werden soll.
- die Planungen für einen Naturkindergarten, den Glasfaserausbau mit einem großen TK-Unternehmen (weitere Infos folgen), die Neubauten von Sportheim und Feuerwehrhaus.
Außerdem berichtetet der Ortsvorsteher, dass
- für das Jahr 2026 im Rahmen des GrünOasen-Programms bereits ein anderes Ortschaftsprojekt vorgesehen sei. Die Projekte im Programm werden jeweils jährlich neu geprüft, priorisiert und eingeplant. Der Vorschlag aus Kappel zur Umgestaltung eines Platzes in der Moosmattenstraße ist weiterhin beim Garten- und Tiefbauamt vermerkt und kann in einer der kommenden Jahresplanungen berücksichtigt werden. OV Brender schlug vor, evtl. einen Teil selbst zu finanzieren.
- dass die angestrebten mind. 500 Genossenschaftsanteile für den Dorfladen in Kappel erreicht wurden. Aktuell gibt es wohl 578 Absichtserklärungen und damit sei das Projekt auf einem sehr guten Weg.