Pressemitteilung vom 2. Oktober 2025

Endlich wieder alles unter einem Dach: Der Neubau der Staudinger-Gesamtschule mit Stadtteilbibliothek und Kinder- und Jugendtreff hat erfolgreich den Betrieb aufgenommen

  • Freiburgs größtes Schulbauprojekt ist auch nach neun Jahren noch exakt im Kosten- und Zeitrahmen

Mit Spannung wurde sie von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, Eltern und von allen am Bau Beteiligten erwartet – die Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts der Staudinger-Gesamtschule. Oder besser: der Beginn der neuen Zeitrechnung für die Staudi.

Jetzt sind die ersten zehn Schultage rum, und eine erste Zwischenbilanz ergibt: Alles steht noch, alles läuft, alle sind glücklich mit ihrer „neuen“ Schule. Auch wenn noch einiges zu tun ist, herrscht doch allseits ein Gefühl der Erleichterung, dass man diese lange, auch mit Lärm und Staub verbundene Zwischenetappe glücklich überstanden hat. „Endlich wieder alles unter einem Dach“, ist auf den Schulfluren zu hören.

Zufriedenheit herrscht auch im zuständigen Baudezernat. Bürgermeister Martin Haag betont: „Dass wir beim größten Schulbauprojekt der Freiburger Geschichte neun Jahre nach dem Realisierungswettbewerb exakt im Kosten- und Zeitrahmen sind, ist in diesen schwierigen Zeiten alles andere als selbstverständlich. Jetzt kann das Gebäude mit Leben gefüllt und von den Schülerinnen und Schülern mitgestaltet werden. Allen, die zum zweiten Bauabschnitt beigetragen haben, gebührt unser herzlicher Dank.“

Das Gesamtkonzept des ambitionierten Schulneubaus, der auf dem Reißbrett des Freiburger Büros Sacker Architekten entstand, ist nun schon bis in kleine Details erlebbar. Dabei war die Aufgabe keine leichte für das städtische Immobilienmanagement (IMF), unter dessen Bauherrschaft das Projekt läuft. Schließlich ist die Staudinger in doppelter Hinsicht etwas Besonderes: Sie ist eine von nur drei Gesamtschulen in Baden-Württemberg. Und sie folgt dem einzigartigen Prinzip der „Jahrgangshäuser“.

Das heißt: jede siebenzügige Klassenstufe hat ihren eigenen Lehrenden-Arbeitsraum, einen Schüler*innen-Arbeitsraum, einen Inklusionsraum und einen eigenen Aufenthaltsbereich. All das ist um einen Innenhof herum angeordnet und dadurch von Tageslicht durchflutet. Hier lernen die Stammklassen also gemeinsam mit ihren Klassenlehrerinnen und -lehrern in einem Haus.

Alle Jahrgangshäuser wiederum sind verbunden durch eine Verkehrszone, die „Magistrale“ heißt und über 100 Meter lang ist. Im Wesentlichen sind die Ganztags- und die Verwaltungsräume dieser Zone angegliedert. Entlang der Magistrale wird mehr gestillt als nur der Bildungshunger: Hinzu kommen nämlich jeweils im Erdgeschoss die Mensa mit Selbstkochküche, Lehrküchen und der Bereich „Hauswirtschaft und Textiles Werken“ in Haus C respektive die Stadtteilbibliothek in Haus D. (Nach ihrem Umzug aus dem Bestandsbau Bauteil 2 in den Neubau 2. BA hat die Haslacher Stabi ihre Aktivitäten im neuen attraktiven Ambiente bereits wieder aufgenommen.)

Wie in den Jahrzehnten vor dem Neubau bzw. der Sanierung kommt das Staudi-Konzept offenbar gut an. Dies zeigt sich auch daran, dass alle zur Verfügung stehenden Plätze in der neu gestarteten Jahrgangsstufe 5 vergeben sind. In diesem Schuljahr besuchen rund 1.300 Schülerinnen und Schüler das Haus mit den Häusern und der Magistrale.

Das Projekt befindet sich weiterhin im genehmigten Kostenrahmen von 110 Millionen Euro (zzgl. der beweglichen Einrichtung). Damit ist die Staudinger-Gesamtschule das teuerste Schulbauprojekt des Immobilienmanagements – und dank einer Bruttogrundfläche von 24.000 m² auch das größte. 

Was bisher geschah

Beim offenen Realisierungswettbewerb mit Ideenteil waren 2016 alle Modelle und Ideen in der Staudinger-Sporthalle ausgestellt. Nach der Entscheidung für den Sacker-Entwurf und dem Baubeschluss des Gemeinderats 2018 (Drucksache G-18/0665) gingen die Arbeiten noch im gleichen Jahr mit mehreren Hochwasserschutzmaßnahmen am Haslacher Dorfbach los. 2019 folgten die Erschließungsarbeiten auf dem Grundstück für Wasser und Abwasser, sowie die Elektro- und Wärmeversorgung. 2020 wurde das Werkstattgebäude für das Werkspielhaus „Werki“ (noch eine Staudinger-Besonderheit) fertig gestellt.

2021 war der Rohbau des ersten Bauabschnittes mit den Häusern A und B fertig; zum Schuljahresbeginn 2022 wurde er in Betrieb genommen. Damals zogen die Hälfte der Schule und der ganze Jugendtreff in die neuen Räume. Der Rest der Schule blieb in den eigenen Räumen oder zog in dafür hergerichtete Räume im Bestand um. Auch die Stadtbibliothek Haslach zog übergangsweise in dafür hergerichtete Räume des zweiten Bauteils. Danach konnten große Teile der Schule abgebrochen werden (Bauteil 1, 3 und 4).

Im Sommer 2023 wurden die neuen Parkplätze und ein Nebengebäude im Norden an der Staudinger Straße erstellt. Kurz zuvor hatten bereits die Arbeiten am zweiten Neubauabschnitt begonnen – jenem Teil also, der seit vergangener Woche nicht mehr „Abschnitt“, sondern „Schule“ ist.

… und was noch zu tun ist

Während des Schuljahres 2025/2026 wird Bauteil 2 des Bestandsgebäudes abgebrochen. Anschließend stellt das IMF ab Frühling 2026 die weiteren Freianlagen in zwei Abschnitten her. Das umfasst auch den Eingangsbereich der Bibliothek, ein Teilstück am Bachufer, eine Fahrradüberdachung im Süd-Westen, Grün/Wiesenflächen und die Wegeführung im Westen (Richtung Wohnbebauung) sowie den Schulgarten und ein Basketballfeld im Norden.

Zu guter Letzt wird die jetzige Baustellenzufahrt zurückgebaut und der neue Parkplatz vervollständigt. Im Jahr 2027 soll die Gesamtmaßnahme planmäßig abgeschlossen sein.

Beteiligte
Bauherrenvertretung:  IMF, Projektleitung Stefanie Baur
Architekt: Sacker Architekten
Objektüberwachung: Ernst² (im Auftrag Sacker)
Projektsteuerung: Obermeyer Projectmanagement
Fachplaner: Elektro: Raible und Partner, TGA: Solares Bauen, Tragwerksplanung ARGE Tragwerksplanung (Mohnke Höss und IngenieurGruppe Bauen)
Bauphysik: Herz und Lang

Veröffentlicht am 02. Oktober 2025