Pressemitteilung vom 18. Juli 2025

Suchtprävention braucht Unterstützung: PräRIE bildet im Sommer wieder kostenlos Peer-Berater*innen aus

  • Nebenjob im pädagogischen Bereich: Praxiserfahrung sammeln, fit werden in Gesprächsführung, Hilfe vermitteln – Jetzt anmelden!

"Du bist interessiert an einem attraktiven Nebenjob, der sich gut in Dein Studium integrieren lässt? Außerdem möchtest Du was Neues ausprobieren und stellst dich gerne kleinen Herausforderungen? Dann bist Du genau richtig bei uns!" Mit diesem Appell sucht das Amt für Soziales wieder Peer-Berater*innen für die Suchtprävention. Zunächst erhalten sie eine kostenlose 28-stündige Ausbildung. Dabei werden u.a. Wege der Prävention, Möglichkeiten der Gesprächsführung und das örtliche Suchthilfenetzwerk erklärt. Die Einsätze in der Peer-Beratung folgen dann jeweils an Wochenenden (Freitag oder Samstag) etwa von 20 bis 24 Uhr.

Interessierte melden sich bis Freitag, 15. August, bei Konrad Lust (Telefon 0761 285830-0, konrad.lust@stadtmission-freiburg.de).

Peer-Berater*innen gehen auf Menschen jedes Alters, bevorzugt aber Jugendliche und junge Erwachsene zu. Sie bieten Raum für Gespräche, stellen Fragen und sind bereit, mit den Angesprochenen auf Augenhöhe Erfahrungen und Ansichten zum Thema Alkohol zu teilen. Bei Einsätzen sind sie stets in Teams unterwegs, in der Straßenbahn oder zu Fuß in der Innenstadt. Zwei professionelle Fachkräfte mit Erfahrungen im Suchthilfebereich oder in der Suchtprävention steht ihnen bei Fragen zur Verfügung. Im Vordergrund steht nicht die Belehrung des Gegenübers. Vielmehr wird ein bewusster Umgang mit Substanz angestoßen. Bei Interesse wird aber gerne an professionelle Hilfe vermittelt.

In Freiburg findet die Arbeit der Suchtprävention und die kommunale Alkoholpolitik im Rahmen des PräRIE-Konzeptes statt. Diese Abkürzung steht für Prävention (langfristig wirksame Maßnahmen zur Verhinderung von Alkoholmissbrauch und Gewalt), Relaxation (Entspannung der Lage in der Innenstadt, auch durch Präsenz von Suchthilfe-Fachleuten und Peer-Beratern), Intervention und Evaluation durch Externe.

Bei PräRIE arbeitet die Stadt Freiburg mit den fünf Psychosozialen Suchtberatungsstellen am Ort zusammen: Frauenzimmer, BWLV, AGJ, Drogenhilfe und Ausweg-Beratungsstelle für Suchtfragen. Anhand diverser Bausteine werden Heranwachsende vor riskantem Alkoholkonsum geschützt und an einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol herangeführt. Ein Baustein sind die Peer-Berater*innen, die an Wochenenden abends in der Innenstadt oder der Straßenbahn unterwegs sind und junge Menschen ansprechen. PräRIE will sie sensibilisieren und zur Mitarbeit einbeziehen.

Nach der Devise "Engagement ist die beste Prävention" setzt PräRIE auf Jugendbeteiligung und Kreativität. Eine wesentliche Rolle spielt dabei der Peer-to-Peer-Ansatz. Sein Grundgedanke: Gleichaltrige lernen voneinander und tauschen Erfahrungen aus. Dafür durchlaufen die Peer-Berater*innen eine fünftätige Ausbildung und arbeiten im Tandem mit Fachkräften aus der Suchtprävention. Zum Einsatz kommen vor allem Studierende und Auszubildende der Fächer Soziale Arbeit, Pädagogik, Sozialwissenschaften oder Psychologie.

In der Ausbildung zum/zur Peer-Berater*in geht es um Grundlagen im Bereich Sucht und Suchtprävention, Aspekte der aufsuchenden niedrigschwelligen Arbeit, Besonderheiten in der Gesprächsführung und ein Deeskalationstraining mit externen Trainern. Der Fokus liegt auf Alkohol und dem Zusammenhang Konsum-Gewalt sowie auf dem Cannabis-Konsum. Peer-Berater*innen werden praxisnah auf abendliche Einsätze vorbereitet. Ihre Schulung leiten qualifizierte Pädagog*innen.

Die Ausbildungstermine 2025 in der Peer-Beratung sind:

  • Freitag, 22. August, 15 bis 19 Uhr
  • Samstag, 23. August, 9.30 bis 17 Uhr
  • Freitag, 5. September, 15 bis 19 Uhr
  • Samstag, 6. September, 8.45 bis 16 Uhr
  • Samstag, 20. September, 10 bis 14.30 Uhr

Die Ausbildung findet im Verwaltungsraum in der Drogenhilfe statt. Alles Übrige steht auf www.praerie-freiburg.de; darunter ist auch ein Button zum Instagram-Auftritt von PräRIE.

Veröffentlicht am 18. Juli 2025