Pressemitteilung vom 10. Juli 2025

Spitzengespräch zum Ausbau der Rheintalbahn geplant

  • Oberbürgermeister Martin Horn initiiert gemeinsame Beratungen für die Region
  • Freiburger Stadtspitze tauscht sich mit hochrangigen Bahnvertretern sowie Bürgermeister*innen und Landräten aus der Region aus
  • Freiburg fordert frühzeitige Einbindung und nachhaltige Lösungen
  • Sperrzeiten, Lärmschutz und Bauabläufe Thema der Gespräche

Zum Ausbau der Bestandsstrecke der Rheintalbahn wird es ein Spitzengespräch geben. Oberbürgermeister Martin Horn hat Landrät*innen und Bürgermeister*innen aus der Region sowie hochrangige Bahnvertreter und weitere Repräsentant*innen aus der Raumschaft zu einem gemeinsamen Austausch eingeladen. Denn die Planungen für den Ausbau der Rheintalbahn auf Freiburger Gemarkung und in der Region gehen voran. Derzeit befindet sich die Planung für den Ausbau der Bestandsstrecke noch in der Phase der sogenannten frühen Öffentlichkeitsbeteiligung. Die Stadtspitze Freiburgs und die Deutsche Bahn haben vereinbart, zentrale Punkte gemeinsam zu besprechen.

"Wir stehen dem Ausbau der Rheintalbahn grundsätzlich positiv gegenüber. Aber es gibt einige Punkte, über die wir schon jetzt sprechen müssen, um gemeinsame Lösungen zu finden. Wir sehen die langfristigen Vorteile des Ausbaus. Doch für die Akzeptanz bei den Menschen in der Region sowie den politischen Vertreterinnen und Vertretern, ist es wichtig, dass die Anliegen und Sorgen bei der Planung und dem Bau berücksichtigt werden. Mit dem Gesprächsformat wollen wir die vielseitige Kritik aus und um Freiburg bündeln, koordinieren und so in eine konstruktive Richtung lenken", sagt Oberbürgermeister Martin Horn.

"Der Ausbau der Rheinschiene wird die Anbindung Freiburgs an den nationalen und internationalen Fernverkehr erheblich verbessern. Gleichzeitig gilt es, die Planungen mit den Belangen von Mensch und Natur in der Region bestmöglich abzustimmen und stadtverträglich zu gestalten", sagt Baubürgermeister Martin Haag.

Bei den von der Stadtverwaltung angestoßenen Gesprächen soll es darum gehen, wie mögliche Belastungen für die Region und für Freiburg Durch den Ausbau und die damit verbundenen Belastungen während und nach der Bauphase minimiert oder vermieden werden können.

Im Fokus steht dabei etwa das Umgehen mehrjähriger Streckensperrungen und die Gewährleistung eines möglichst guten Schienenanschlusses, auch am Freiburger Hauptbahnhof während der Bauarbeiten. Auch soll über die Höhe und die Gestaltung neuer Lärmschutzwände gesprochen werden. Die Stadtverwaltung erwartet hier von der Bahn die Prüfung, ob der angestrebte Taktfahrplan auch mit geringeren baulichen Maßnahmen und kürzeren Streckensperrungen erreicht werden kann. Die Stadt erwartet konkrete Lösungsvorschläge auf unter anderem diese Fragen.

Die Gespräche sollen gegen Ende des Jahres oder Anfang 2026 stattfinden. Denn dann sollen Ergebnisse zu Untersuchungen der Bahn zum Bauablauf vorliegen sowie mögliche Varianten für Sperrungen während der Bauphase. Diese Informationen bilden die Grundlage für eine fundierte Diskussion.

Hintergrund

Der Ausbau der Rheintalbahn besteht aus zwei Teilprojekten. Da gibt es zum einen die Neubaustrecke für den Güterverkehr und zweitens die Ertüchtigung und Ausbau der bestehenden Strecke. Die neue Güterbahnstrecke soll zuerst gebaut werden, erst dann ist die Erneuerung der Bestandstrecke vorgesehen. Nach dem Zeitplan der Bahn wird dieser zweite Schritt frühestens ab dem Jahr 2032 erfolgen, nachdem der Güterverkehr auf das dritte und vierte Gleis entlang der Autobahn verlagert wurde.

Für die Neubaustrecke wird für den Abschnitt zwischen Freiburg und Schallstadt voraussichtlich noch im Jahr 2025 mit dem Planfeststellungsbeschluss gerechnet. Damit würde dann feststehen, wie diese Güterstrecke hier verläuft. Der Ausbau der Bestandsstrecke hingegen ist noch in einer sehr frühen Planungsphase - doch die Suche nach den besten Lösungen für Freiburg hat bereits begonnen.

Veröffentlicht am 10. Juli 2025