Dieser Beitrag ist aus dem Jahr 2025, möglicherweise gibt er nicht den aktuellen Stand wieder.

Haslach ‒ Gutleutmatten

Kunst im öffentlichen Raum

Stahlvorhang vor Fenster

Der Gemeinderat bewilligte im Juli 2022 Mittel für das Projekt „Kunst im öffentlichen Raum“ (KiöR). Der Beschluss geht auf einen Vorschlag der damaligen Kunstkommission zurück, überschüssige Mittel aus dem Bau des Stadtquartiers Gutleutmatten für die Umsetzung von KiöR zu nutzen. Am Donnerstag, 27. März, wurde das dritte Werk am Platz in der Arne-Torgersen-Straße eröffnet.

Kunstwerk „Weaving Identities“ von Igor Ponosov

Der Künstler, Kurator und Aktivist Igor Ponosov ist 1980 in Russland geboren und lebt heute in Straßburg. Mit „Weaving Identities“ geht er der Frage auf den Grund, was das Quartier Gutleutmatten ausmacht. Dazu installiert er Banner an den Laternenmasten in Guleutmatten West und Ost, auf denen verschiedene Symbole und Muster zu sehen sind. Dadurch entsteht eine visuelle Verbindung zwischen den beiden Stadtquartiersteilen in Gutleutmatten, die durch eine große Straße getrennt sind. Der Künstler reflektiert dabei, wie Kommunikation im öffentlichen Raum funktionieren und ein Gefühl der Einheit schaffen kann.

Zum Künstler

Igor Ponosov setzt sich in seiner Arbeit mit der Schnittstelle von Kunst, öffentlichem Raum und gesellschaftlichem Engagement auseinander. Bei ihm hatten die Stadt und die Universität Freiburg bereits 2017 ein Kunstprojekt in Auftrag gegeben. Damals hüllte der Künstler öffentliche Skulpturen in weiß gestrichene Holzboxen ein, darunter auch die Statuen von Homer und Aristoteles vor dem Kollegiengebäude I der Universität. 2024/25 waren seine Arbeiten in der Ausstellung „Grenzen > eine KI-generierte Ausstellung“ im Rahmen der Regionale 25 in der Städtischen Galerie Stapflehus in Weil am Rhein zu sehen.

Hintergrund

Das vom Kulturamt entwickelte Konzept für „KiöR Gutleutmatten“ mit dem Titel „Gardens of Ambivalence“ wurde im Oktober 2024 eröffnet. Es findet noch bis 2027 im Quartier Gutleutmatten statt. Die wechselnden Arbeiten von lokalen und internationalen Künstler*innen knüpfen stets an die feste Installation „brace“ von Anna Schütten in der Eschholzstraße, Ecke am Radacker an. Mehr dazu hier.

Veröffentlicht am 28. März 2025