Muslimisches Leben in Freiburg

Ramadan-Beleuchtung im Seepark

In Freiburg gibt es erstmals eine Ramadan-Beleuchtung im öffentlichen Raum während des muslimischen Fastenmonats.

Während des Fastenmonats Ramadan ist im Seepark vom 17. Februar bis 19. März 2026 eine Beleuchtung zu sehen, die muslimisches Leben in Freiburg sichtbar macht und ein Zeichen für ein gutes Miteinander setzt. Ziel ist es, die religiöse Vielfalt der Stadtgesellschaft zu verdeutlichen und die Bedeutung des Ramadans für viele Freiburger*innen zu würdigen.

Die Idee wird gemeinsam mit vier großen Freiburger Moscheegemeinden umgesetzt. Diese sind: BBF - Bildungs- und Begegnungsverein Freiburg e.V., Freiburg DITIB Mevlana Moschee e.V., IGMG - Islamisches Zentrum Freiburg e.V. und IGBD - Gemeinde Freiburg e.V. 

Zeichen für Respekt und gegen Diskriminierung

Die Ramadan-Beleuchtung im Seepark besteht aus mehreren Elementen. Zentrales Motiv ist der Mond, der sich in vier aufeinanderfolgenden Lichtmotiven vom Halbmond zum Vollmond entwickelt und anschließend wieder abnimmt. Der Mond spielt im islamischen Kalender eine zentrale Rolle, da sich Beginn und Ende des Ramadans nach dem Mondzyklus richten.

Ergänzt wird die Installation durch zwei größere Leuchtschilder mit den Schriftzügen "Happy Ramadan" sowie "Ramadan Mubarak". Zudem informiert eine Infotafel über den Ramadan, seine religiöse Bedeutung und seine Hintergründe. Die Beleuchtung richtet sich damit nicht nur an muslimische Gläubige, sondern auch an alle Besucher*innen des Seeparks.

Die Idee geht auch zurück auf Freiburger Jugendliche. Im Rahmen des 8er-Rats, einem Schulkooperationsprojekt des Jugendbüros mit drei Freiburger Schulen, hatten Schüler*innen gegenüber Stadtpolitik und Verwaltung den Wunsch geäußert, muslimisches Leben durch eine solche Beleuchtung in der Stadt sichtbarer zu machen, und dadurch mit Freiburger*innen über ihren Glauben ins Gespräch zu kommen. Der Impuls ist bei der Stadtverwaltung auf offene Türen gestoßen.

Interreligiösen Dialog fördern

Die Ramadan-Beleuchtung ist ein weiterer Baustein, um den Austausch zwischen den Religionen gezielt zu fördern und das gesellschaftliches Miteinander zu stärken. Dafür hatte die Stadtspitze bereits im vergangenen November zum ersten interreligiösen Dialog ins Freiburger Rathaus eingeladen.

Gerade in Zeiten weltweiter Spannungen ist es wichtig, dass die Glaubensgemeinschaften im Dialog bleiben. Das ist ein wichtiger lokaler Baustein für gesellschaftlichen Zusammenhalt in Freiburg mit seiner zum Glück so vielfältigen Stadtgesellschaft.

Oberbürgermeister Martin Horn

In diesem Jahr sind weitere Aktionen geplant. So fallen 2026 das jüdische Pessach-Fest und das christliche Ostern zusammen. Die evangelische und katholische Kirche Freiburg planen zu diesem Anlass gemeinsam mit der Israelitischen Gemeinde am 1. und 2. April gegenseitige Besuche von Gottesdiensten und Feiern.

Veröffentlicht am 18. Februar 2026