Für Inklusion, Mut und Mitbestimmung

Armenfonds unterstützt Freiburger Projekte

Die Verwaltung des Armenfonds mit OB Martin Horn. Sie halten ein rotes Plakat mit der Aufschrift: Miteinander für mehr Menschlichkeit.
Freuen sich über Unterstützung: Johannes Nussbächer (l.) und Sebastian Riederle (r.) von den Stadtpiraten, Lisa Bergmann von der STEP-Stiftung (l.) sowie Kunsttherapeutin Bianca Czichy (r.). Hinten in der Bildmitte OB Martin Horn als Vorsitzender des Stiftungsrats (l.) und Stiftungsrats (l.) und Stiftungsdirektor Joachim Sproß.

Der Armenfonds der Waisenhausstiftung vergibt in diesem Jahr 130.000 Euro an 33 Projekte und Einrichtungen in Freiburg - und zwar aus den Bereichen Soziales, Bildung, Erziehung und Kultur.

Damit unterstützt der Armenfonds Initiativen, die mit Menschen arbeiten, deren Lebenswege von Brüchen geprägt sind: durch Armut, Krankheit, Behinderung, Fluchterfahrungen oder familiäre Belastungen. Viele der Projekte setzen an Übergängen an, etwa von der Schule in die Ausbildung, vom Studium in den Beruf oder aus einer Krise zurück in den Alltag. Auch die Stadt Freiburg erhält 15.000 Euro, die direkt an die zuständigen Ämter gehen: für Einzelfallhilfen und für Situationen, in denen kein Formular mehr hilft, sondern eine schnelle Entscheidung vonnöten ist – etwa für Heizkosten, Medikamente oder eine dringend benötigte Anschaffung.

Zu den geförderten Projekten gehören unter anderem das Tumorzentrum Freiburg. Hier ermöglicht die Kunsttherapie von Bianca Czichy Menschen mit einer Krebserkrankung einen anderen Zugang zu dem, was sie gerade beschäftigt. Farben, Formen, Materialien können Worte ersetzen, wenn diese fehlen.

Das Projekt „Bewerbung für meine Zukunft“ der Stadtpiraten richtet sich an junge Menschen, für die der Übergang von der Schule in Ausbildung oder Studium kein Selbstläufer ist. Hier geht es nicht nur um Lebensläufe und Anschreiben, sondern um Selbstvertrauen und um die Frage: „Was kann ich eigentlich?“ Die Förderung ermöglicht individuelle Begleitung – und manchmal den ersten Schritt in eine Richtung, die vorher unerreichbar schien.

Mit „Kick Connect – Willkommen im Sport“ der STEP-Stiftung wird Sport zum Türöffner. Das Projekt bringt Kinder und Jugendliche in Vereine, die sonst außen vor bleiben würden – aufgrund finanzieller Hürden, fehlender Ausrüstung oder von Sprachbarrieren. Die Förderung ermöglicht Training, Begegnung und das Gefühl, Teil eines Teams zu sein.

Der Armenfonds der Waisenhausstiftung besteht seit dem 13. Jahrhundert – doch sein Auftrag ist heute erstaunlich gegenwärtig. Die Fördermittel kommen dort an, wo sie gebraucht werden, und sie kommen in Freiburg an. Ein zentrales Kriterium der Vergabe ist, dass Bedürftige möglichst unmittelbar profitieren.

Veröffentlicht am 17. Februar 2026