Wenig Bewegungen bei den beliebtesten Vornamen

Sophia mit Matteo an der Spitze

Vier paar Babyfüße auf einem Teppich.
Gut möglich, dass ein paar dieser süßen Füße zu Sophia oder Matteo gehören...

Sie ist eine der schönsten, aber auch der schwersten Entscheidungen für werdende Eltern: Welcher Name soll das Kind durchs Leben begleiten? Die Kreativität kennt dabei kaum Grenzen: Insgesamt wurden 2135 unterschiedliche Erstnamen vergeben.

Bei aller Vielfalt bildet die Standesamtstatistik aber auch eine große Kontinuität ab. Unter den zehn am häufigsten gewählten Vornamen finden sich bei den Mädchen ausschließlich Namen, die auch im vergangenen Jahr schon in den Top 10 auftauchten. Ganz oben steht zum zweiten Mal in Folge Sophia (auch in der Schreibweise mit F), der 41-mal vergeben wurde. Bei den Jungs gab es etwas mehr Bewegung – und eine neue Nummer 1: Matteo (auch Mateo oder Matheo geschrieben). Mit 48 Nennungen überflügelte der Vorjahresvierte den bisherigen Spitzenreiter Noah (siehe Tabelle).

Traditionelle Zweitnamen

Viel Tradition zeigen auch die Zweitnamen. 71 im Jahr 2025 in Freiburg geborene Mädchen heißen mit zweitem Vornamen Marie, 54 Sophie und 48 Maria. Bei den Jungs gibt es keine so extremen Zweitnamensfavoriten, hier liegt Maximilian mit 22 Nennungen knapp vor Emil und Paul, die jeweils 21-mal als Ergänzung zum Erstnamen ausgewählt wurden.

Apropos: Ziemlich genau die Hälfte aller Kinder hat nur einen Vornamen bekommen, 45 Prozent zwei und knapp fünf Prozent haben drei oder vier Vornamen, drei Jungs und ein Mädchen sogar fünf.

Bei der Anzahl der unterschiedlichen Erstnamen herrscht zwischen den Geschlechtern fast Gleichstand: 1092 Mädchennamen stehen 1043 für Jungs gegenüber.

Bedeutung und Herkunft

Wie viele Gedanken sich Eltern machen, ahnt man, wenn man sich die Bedeutung mancher Namen anschaut. So steht Ainoa im Baskischen für die Einzige oder auch fruchtbare Erde, Raisel ist im Hebräischen eine kleine Rose, und Lumi ist finnisch und heißt Schnee. Keine Bedeutung, aber eine sehr schöne Herkunft hat Atréju. Diesen Namen hat der Schriftsteller Michael Ende für die „Unendliche Geschichte" erfunden.

Und dann gibt es noch Namen, die sich ganz von alleine erklären, aber trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen? – nicht häufig gewählt werden. Eberhard zum Beispiel taucht nur einmal in der langen Liste auf. Dabei hat dieser schöne Name klare Vorteile: Man weiß immer, wer gemeint ist, es gibt selten Zweifel an der Schreibweise und er taugt wenig für unvorteilhafte Spitznamen. Zumindest dem gleichnamigen Autor dieser Zeilen ist in 54 Lebensjahren keiner begegnet. In diesem Sinne: Glückwunsch, kleiner Eberhard!

Mädchen

Platz Vorjahr Name Anzahl
1. 1 Sophia / Sofia 41
2. 7 Emilia 38
3. 8 Lilly / Lilli / Lily 33
4. 4 Lina 32
5. 3 Clara / Klara 31
6 4
10
Emma
Malia
29
7. 4 Mia 27
8. 7 Paula 25
9. 10
4
9
7
Ida
Leonie
Romy / Romi
Frida / Frieda
24
10. 9
8
Marie
Mathilda / Matilda
23

Jungen

Platz Vorjahr Name Anzahl
1. 4 Matteo / Matheo / Mateo 48
2. 1 Noah 41
3. 18 Jakob / Jacob 37
4. 5
10
9
Emil
Paul
Theo
36
5. 3 Leon 34
6. 2 Luca / Luka 32
7. 15
14
6
Ben
Leo
Levi
31
8. 8
22
Jona / Jonah
Oskar / Oscar
30
9. 7
11
Henry / Henri
Luis / Louis
29
10. 6
17
14
Elias / Elyas
Carlo / Karlo
Finn / Fynn
28

Dieser Artikel erschien im Amtsblatt Nr. 903 vom 31. Januar 2026. Wer auf dem Laufenden bleiben will, wird alle zwei Wochen per Newsletter über das neue Amtsblatt informiert. Jetzt anmelden!

Veröffentlicht am 02. Februar 2026