Drei Fragen an...

Carl-Friedrich Koch von der Feuerwehr Freiburg zum Verhalten auf zugefrorenen Seen

Ein Schild vor einem zugefrorenen See mit der Aufschrift: Eisfläche gesperrt! Lebensgefahr. Die Stadtverwaltung.
Zu gefährlich: Die Stadt warnt ausdrücklich davor, die Eisflächen zu betreten.

Aktuell ist Eislaufen auf zugefrorenen Seen wegen des Tauwetters kein Thema mehr – aber der Winter dauert noch lange. Doch selbst bei klirrender Kälte sind Eisflächen oft nicht stabil. Wer sie trotzdem betritt, tut das auf eigene Gefahr, warnt Carl-Friedrich Koch vom Amt für Brand- und Katastrophenschutz.

1. Was kann ich tun, wenn jemand auf dem Eis einbricht?

Portrait Carl-Friedrich Koch

Der Notruf 112 löst die Rettungskette aus, die schnelle Hilfe sicherstellt. Wenn man es sich selbst zutraut und ausschließen kann, sich selbst in Gefahr zu bringen, kann man der eingebrochenen Person helfen. Zum Beispiel, indem man vom Ufer aus versucht, sie mit einem langen Gegenstand zu erreichen, um ihr eine Haltemöglichkeit anzubieten. Allein das Betreuen und Ansprechen der Person hilft, die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte zu überbrücken. Trauen Sie sich auch mit kleinen Maßnahmen zu helfen! Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft zeigt auf ihrer Homepage unter dem Schlagwort „Eisregeln“, wie man sich an und auf dem Eis verhalten soll.

2. Zuständig für die Rettung ist die Feuerwehr – wie gehen Sie im Notfall vor?

Zur Eisrettung kleidet sich ein Feuerwehrangehöriger mit einer speziellen Schutzausrüstung gegen Nässe und Kälte, und begibt sich, gesichert durch eine Leine, mit einem Rettungsschlitten vorsichtig zur Einbruchstelle. Sobald die Person erreicht ist, nimmt der Retter sie auf den Schlitten. Dieser wird von der weiteren Mannschaft an Land gezogen.

3. Was denken Sie persönlich, wenn Sie Menschen auf Eisflächen sehen, die nicht freigegeben sind?

Das Element Wasser begeistert die Menschen zu jeder Jahreszeit – auch im festen Zustand bei winterlicher Kälte. Die Warnschilder sprechen oft das Betreten auf eigene Gefahr aus. Dabei ist jedoch zu bedenken, dass ich mit dem Risiko, das ich selbst eingehe, auch die Menschen dem Risiko aussetze, die mir im Notfall zur Hilfe eilen. Wer sich dessen bewusst ist und die Konsequenzen kennt, bestaunt eine gesperrte Eisfläche nur vom Ufer aus.

Mehr zur Feuerwehr Freiburg gibt es unter feuerwehr-freiburg.de.

Dieser Artikel erschien im Amtsblatt Nr. 902 vom 17. Januar 2026. Wer auf dem Laufenden bleiben will, wird alle zwei Wochen per Newsletter über das neue Amtsblatt informiert. Jetzt anmelden!

Veröffentlicht am 16. Januar 2026