Holocaust Gedenkfeier

Sechs Wörter - eine Wahrheit

Zettel mit Aufschrift: "Auf Hass lässt sich nicht bauen", davor sind Rosen niedergelegt
Paul Niedermann setzte sich als Holocaust Überlebender ein Leben lang gegen das Vergessen ein.

Mit einer bewegenden Gedenkfeier erinnerten die Stadt Freiburg, die Jüdischen Gemeinden und andere Organisationen am 85. Jahrestag an ihr Schicksal.

„Dieses Kapitel der Shoa, dem Massenmord an über sechs Millionen Menschen jüdischen Glaubens, rührt uns immer wieder zu Tränen“, sagte Bürgermeisterin Christine Buchheit. „Wie konnten unsere Freiburger Mitmenschen ihre Nachbarinnen und Nachbarn ausliefern – und die Menschlichkeit vergessen? An solchen Gedenktagen müssen wir eng beinander stehen und uns ein ‚Nie wieder‘ zurufen.“

Mit noch nicht einmal 13 Jahren wurde Paul Niedermann am 22. Oktober 1940 in das südfranzösische Internierungslager Gurs deportiert – zusammen mit über 6500 jüdischen Männern, Frauen und Kindern aus Baden, der Pfalz und dem Saarland. Viele von ihnen starben in Gurs, die Überlebenden wurden ab August 1942 in die Vernichtungslager im Osten deportiert und dort ermordet.

Für ein „Nie wieder“ und gegen das Vergessen setzte sich Paul Niedermann, der den Holocaust überlebte, ein Leben lang ein. Er starb 2018 in Paris. Sein Vermächtnis umfasst nur sechs Wörter, aber eine universelle Wahrheit:

Auf Hass lässt sich nicht bauen!

Holocaust Überlebender Paul Niedermann

Dieser Artikel erschien im Amtsblatt Nr. 898 vom 8. November 2025.

Veröffentlicht am 07. November 2025