Damit die Geflügelpest nicht ausbricht
Freiburg ist nicht betroffen, aber wachsam

Wildvögel hat es bereits getroffen und auch auch Geflügelbetriebe: In den vergangenen zwei Wochen kam es in Deutschland zu mehreren Vogelgrippe-Ausbrüchen. Auch in Baden-Württemberg ist das Virus, das auch Geflügelpest genannt wird, angekommen: In einem Betrieb im Alb-Donau-Kreis wurde das Vogelgrippe-Virus H5N1 nachgewiesen. Umso wichtiger ist, die weitere Ausbreitung zu verhindern – darauf weist die Veterinärbehörde Freiburg hin. Die Sicherheitsvorkehrungen richten sich nicht nur an professionelle Geflügelhalter*innen, auch Privatleute, die ein paar Hühner im Garten halten, müssen sich an die Vorageben halten.
Was ist die Geflügelpest?
Geflügelpest oder Vogelgrippe sind stark krank machende Grippeviren, die speziell Geflügel befallen. Infizierte Wildvögel können das Virus über weite Strecken ausbreiten und mit ihrem Kot auch Hausgeflügelbestände anstecken. Betroffene Tiere erkranken meist schwer und sterben innerhalb kürzester Zeit.
Welche Regeln gelten für Geflügelhalter*innen?
Hühner und anderes Hausgeflügel darf nur dort gefüttert werden, wo Wildvögel keinen Zugang haben. Zudem müssen Futter, Einstreu und andere Gegenstände, mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, für Wildvögel unzugänglich aufbewahrt werden. Die Gehege und Ställe dürfen nur mit stallspezifischer Kleidung und Schuhen bzw. Schutzkleidung betreten werden. Auch wichtig: Vor dem Betreten und nach dem Verlassen Hände mit Wasser und Seife gründlich waschen!
Wer muss die Biosicherheitsmaßnahmen einhalten?
In Baden-Württemberg müssen alle Geflügelhalter*innen die Biosicherheitsmaßnahmen einhalten, auch wenn sie nur einige wenigen Tiere haben. Die Allgemeinverfügung sowie Infos zur aktuellen Situation in Baden-Württemberg finden sich auf der entsprechenenden Seite des Landes.
Was muss ich bei einem Verdacht unternehmen?
Kommt es in Geflügelbeständen vermehrt zu plötzlichen Todesfällen oder Krankheitsanzeichen mehrerer Tiere ist unbedingt ein praktizierender Tierarzt hinzuzuziehen. Bei einem konkreten Verdacht auf die Geflügelpest im Stadtkreis Freiburg ist die Veterinärbehörde des Amts für öffentliche Ordnung, telefonisch unter 0761 201-4965; oder per Mail an veterinaerbehoerde@freiburg.de zu informieren.
Können sich auch Menschen infizieren?
Vereinzelt wurden Geflügelpestviren bei Mitarbeitenden infizierter Geflügelbetriebe nachgewiesen. Daher ist beim Umgang mit toten Vögeln stets auf entsprechende Hygiene zu achten. Verendete Tiere sollten nur mit Handschuhen berührt, die Hände danach gewaschen und desinfiziert werden.
Wie viele Geflügelbetriebe gibt es in Freiburg?
Im Stadtkreis Freiburg gibt es 329 registrierte Geflügelhalter*innen. Bisher ist im Stadtkreis Freiburg noch kein Betrieb von der Geflügelpest betroffen.
Weitere Informationen zur Geflügelpest gibt es auf der Website des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft unter https://www.bmel.de/DE/themen/tiere/tiergesundheit/tierseuchen/gefluegelpest.html.