Für Frieden, Demokratie und Zusammenarbeit
Treffen des Städtenetzes Oberrhein in Straßburg

Erstmals seit über zehn Jahren hat sich Anfang Juni das Städtenetzwerk Oberrhein getroffen. Im Straßburger Rathaus unterzeichneten Oberbürgermeister Martin Horn und seine Bürgermeisterkolleg*innen aus Basel, Straßburg, Mulhouse, Colmar, Karlsruhe, Lörrach, Lahr, Offenburg und Landau eine gemeinsame Erklärung.
Nachbarschaftliches Miteinander
Anlässlich des 80. Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkriegs in Europa sprechen sich die Städte – als Lektion aus den dunkelsten Kapiteln der Geschichte und als Antwort auf die aktuellen Krisen in Europa – für ein entschlossenes Eintreten für Frieden, Freiheit und Demokratie aus. Durch die Vertiefung ihrer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit senden sie ein konkretes Signal, dass ein gutes nachbarschaftliches Miteinander und eine vertrauensvolle Kooperation der Völker heute mehr denn je benötigt werden. "In Zeiten, in denen wir immer mehr Nationalismus erleben, braucht es Zusammenarbeit und gegenseitiges Vertrauen. Im Dreiländereck leben wir vor, dass Grenzen keine Barrieren für Freundschaft und Kooperation sind – sondern vielmehr Brücken für ein gemeinsames Europa der Zukunft sein können", so Oberbürgermeister Martin Horn.
Mehr Kooperation
In der gemeinsamen Erklärung haben die Städte zudem eine vertiefte Zusammenarbeit in zentralen Zukunftsfeldern beschlossen – darunter Wirtschaft und Innovation, Klimaschutz und Nachhaltigkeit, Mobilität, Kultur, Sport und Tourismus. Ein Ziel des Städtenetzes Oberrhein ist es auch, die Interessen und Anliegen der Städte mit einer Stimme in die grenzüberschreitenden und europäischen Gremien einzubringen und ihnen dadurch größeres Gewicht zu verleihen.
Das Städtenetz Oberrhein ist ein seit 2005 bestehender, freiwilliger und informeller Zusammenschluss und umfasst aktuell die Städte Baden- Baden, Basel, Colmar, Freiburg, Karlsruhe, Lahr, Landau, Lörrach, Mulhouse, Offenburg und Straßburg. Das nächste Treffen soll im Herbst 2026 in Basel stattfinden.
Dieser Artikel erschien im Amtsblatt Nr. 889 vom 7. Juni 2025. Wer auf dem Laufenden bleiben will, wird alle zwei Wochen per Newsletter über das neue Amtsblatt informiert. Jetzt anmelden!