Schutzgebiete

Das Freiburger Stadtgebiet umfasst großflächig wertvolle Naturräume mit seltenen und gefährdeten Arten und Lebensgemeinschaften, von denen rund 7.870 ha (etwa die Hälfte des Stadtgebietes) naturschutzrechtlich geschützt sind (Stand 2007).

Naturschutzgebiete

Naturschutzgebiete sind Gebiete, in denen im besonderen Maße der Schutz von Natur und Landschaft

  • zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung von Biotopen sowie von Lebensgemeinschaften bestimmter wild lebender Tier- und Pflanzenarten
  • aus ökologischen, wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen oder kulturellen Gründen, oder
  • wegen der Seltenheit, Vielfalt, besonderen Eigenart oder hervorragenden Schönheit erforderlich sind.
Naturschutzgebiete   Fläche im Stadtgebiet (ha)
Arlesheimer See Durch Kiesentnahme für die Autobahn entstandener See im Arlesheimer Wald; Studiengebiet für verschiedene Institute der Universität Freiburg über die Besiedlung des Sees und seiner Ufer durch Pflanzen und Tiere; Nist- und Rastplatz für Wasservögel. 23
Gaisenmoos Strukturreiche Feuchtwälder mit seltenen Pflanzengesellschaften, u. a. Schwarzerlenbruchwälder; zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten, u. a. Farne; Beispiel für Quellaustritte des Dreisamschwemmkegels. 25
Honigbuck Bewaldeter Lößrücken im Mooswald im Bereich einer Jura­scholle am Rande der Rheinebene; artenreicher Waldbestand mit Eiche, Buche und Hainbuche. 7
Mühlmatten Größte noch zusammenhängende feuchte Wiesenniederung in der „Freiburger Bucht“ mit artenreichen Feuchtwiesen, Großseggenrieden, feuchten Hochstaudenfluren, Schilfröhricht, Feuchtwäldern und -gebüschen sowie randlich gelegenen tro­ckeneren Wiesen als Lebensraum einer Vielzahl zum Teil in ihrem Bestand bedrohten Tier-und Pflanzenarten. 20
Freiburger Rieselfeld Charakteristische Strukturen des ehemaligen Rieselfelds als wesentliche Bestandteile einer historischen Kulturlandschaft; naturnahe Feuchtwälder; Lebensraum einer Vielzahl seltener, z. T. gefährdeter Tier-und Pflanzenarten. 257
Schauinsland Bedeutsames Beispiel der Landschafts- und Naturgeschichte im Hochschwarzwald; Dokument der eiszeitlichen und nacheis­zeitlichen Landschaftsentwicklung; große räumliche und strukturelle Vielfalt mit Wetterbuchen und zahlreichen z. T. geschützten Biotopen wie Extensivweiden, Mooren, Feuchtwiesen, Quellen, Felsen, Steinriegeln, naturnahen Bergwäldern und auf den ehemaligen Bergbau zurückgehenden Abraumhalten; Lebensraum vieler seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten, insb. hochmontan verbreitete Eiszeitrelikte, be­deutendes Vogelzuggebiet. 322
Humbrühl-Rohrmatten Strukturrreiches Grünlandgebiet in der Niederungslandschaft des Tunibergs mit Nasswiesen, Fließgewässern und kleineren stehenden Gewässern , trockeneren Wiesen, Gehölzen und angrenzendem Waldbereich sowie einer Niedermoorlinse auf einer Teilfläche. Das Naturschutzgebiet ist Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen. Aufgrund von Vorkommen magerer Flachlandmähwiesen und Tierarten wie Helm-Azurjungfer und Großer Feuerfalter ist das Naturschutzgebiet Teil des Fauna-Flora-Habitat(FFH)-Gebietes "Breisgau" und damit des europäischen Schutzgebietssystems "Natura 2000". 21

Kontakt

Umweltschutzamt
Fehrenbachallee 12 (Rathaus im Stühlinger)
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Telefon (07 61) 2 01-61 01
Fax (07 61) 2 01-61 99