Pressemitteilung vom 15. April 2026

Tigermückensaison startet - jetzt ist Eigenverantwortung gefragt

Sie vermiest uns nicht nur laue Abende auf dem Balkon, sondern auch das Frühstück im Freien oder das Mittagsschläfchen unter den Bäumen in der Hängematte: Die Asiatische Tigermücke ist, anders als ihre altbekannten Verwandten, auch am Tag aktiv. Sie nervt, sie sticht und kann – im schlimmsten Fall –Krankheiten übertragen. In allen Stadtteilen ist sie mittlerweile zu Hause, nur wer in Günterstal oder Kappel wohnt, hatte die letzten Jahre noch Ruhe vor ihr. Die schlechte Nachricht: Es geht bald wieder los, die erste Tigermückengeneration des Jahres steht in den Startlöchern. Die gute Nachricht: Jede und jeder kann etwas tun. Und sollte das auch, denn eines ist sicher: Wer untätig bleibt, den wird die Mücke plagen.

Brutstätten beseitigen

Tigermückenweibchen wählen mit Vorliebe Regentonnen, Eimer, Gießkannen und Untersetzer von Blumentöpfen, um dort ihre Eier abzulegen. Auch Schirmständer und Sandspielzeug können zu Brutstätten werden, genauso wie verstopfte Regenrinnen oder alte Autoreifen. In stehendem Wasser können sich die Larven prächtig entwickeln. Deswegen gilt: Unnötige Wasseransammlungen unbedingt vermeiden und Gefäße trocken lagern. Dann können aus den Eiern, die hier überwintert haben, erst gar keine Larven schlüpfen. Dort wo Trockenlegen keine Option ist, helfen Bti-Tabletten, zum Beispiel in Regentonnen oder Gullys. Regentonnen müssen mit einem engmaschigen Netz abgedeckt werden. Belebte Gewässer wie Gartenteiche sind keine Brutstätten, hier gibt es ausreichend Fressfeinde. Auch Pfützen auf einem Garagendach sind kein Problem, das niedrige Wasser wird bei Sonne zu heiß, die Larven sterben.

Bti-Tabletten in den Quartiersbüros und im Rathaus im Stühlinger erhältlich

Bti-Tabletten erhalten Freiburger*innen ab Mittwoch, 22. April, gegen Vorlage eines Ausweisdokumentes kostenlos im Bürgerservicezentrum im Rathaus im Stühlinger. Auch in den Quartiersbüros werden die Tabletten wieder ausgegeben. Pro Haushalt ist jeweils nur eine Packung mit zehn Bti-Tabletten erhältlich – solange der Vorrat reicht. Die wasserlöslichen Tabletten enthalten einen biologischen Wirkstoff (Bacillus thuringensis israelensis), derMückenlarven abtötet. Bei zusätzlichem Bedarf sind Bti-Tabletten in Bau- und Gartenmärkten sowie im Versandhandel erhältlich.

Anlaufstellen der Quartiersarbeit:

  • Quartiersarbeit Betzenhausen, Am Bischofskreuz 4 
  • Quartiersarbeit Brühl, Tennenbacherstraße 36 / Konradin-Kreutzer-Straße 17 
  • Quartiersarbeit Haid/ Weingarten, Am Lindenwäldle 38 
  • Quartiersarbeit Haslach, Melanchthonweg 9b 
  • Quartiersarbeit Hochdorf, Hochdorfer Straße 2 
  • Quartiersarbeit Landwasser, Habichtweg 48 
  • Quartiersarbeit Metzgergrün, Bissierstraße 26 
  • Quartiersarbeit Mooswald, Elsässer Str. 6 
  • Quartiersarbeit Rieselfeld, Maria-von-Rudloff-Platz 2 
  • Quartiersarbeit St. Georgen, Blumenstraße 9 
  • Quartiersarbeit Stühlinger, Ferdinand-Weiß Straße 117 
  • Quartiersarbeit Unterwiehre, Merzhauser Straße 12 
  • Quartiersarbeit Vauban, Vaubanallee 11 
  • Quartiersarbeit Weingarten, Krozinger Straße 11/ Bugginger Str. 50 
  • Quartiersarbeit Zähringen, Zähringer Str. 346

Wer Bti-Tabletten im Quartiersbüro abholen möchte, sollte sich vorab über die Öffnungszeiten sowie Verfügbarkeiten in den jeweiligen Anlaufstellen informieren. Eine Übersicht über alle Quartiersbüros findet sich unter www.freiburg.de/quartiersarbeit. Die Öffnungszeiten stehen auf den jeweils verlinkten Webseiten der zuständigen Träger.

Ruderfußkrebse kommen in Hotspots zum Einsatz

Da die Tigermücke mittlerweile bis auf wenige Ausnahmen in ganz Freiburg verbreitet ist, beschränkt die von der Stadt beauftragte Firma Icybac Hausbesuche auf Hotspots. In besonders betroffenen Gebieten unterstützt Icybac die Bekämpfung der Mücken unter anderem durch das Aussetzen von Ruderfußkrebsen. Die winzigen Nützlinge sind natürliche Fressfeinde der Mücken. Bürger*innen sind weiter dazu angehalten, Mückenfunde bei Icybac zu melden: https://tigermuecke-icybac.de.  

Wie erkenne ich die Tigermücke?

Die Asiatische Tigermücke ist etwa sechs Millimeter klein und anhand von drei Merkmalen gut zu erkennen: Sie hat fünf weiße Ringe an den Hinterbeinen, deren Ende weiß ist, einen weißen Längsstreifen auf dem Kopf und Rücken des Vorderkörpers, und ihre Taster haben ebenfalls weiße Enden. Sie fällt durch aggressives Stechverhalten am Tag auf und kann Krankheitserreger wie Dengue- und Zika-Viren übertragen – diese Gefahr ist hierzulande aber noch gering.

Weitere Informationen zur Tigermücke und deren Bekämpfung gibt es unter www.freiburg.de/tigermuecke. Hier sind auch Beispielfotos von Brutstätten, Antworten auf häufig gestellte Fragen und weitere Handlungstipps zu finden. Infos gibt es zudem unter https://tigermuecke-icybac.de. Bei Fragen hilft Christopher Huck weiter, Projektleiter Tigermückenbekämpfung bei ICYBAC, erreichbar unter 0157 58168798 oder per Mail an chrishuck@icybac.de

Veröffentlicht am 15. April 2026