Erinnerung an Ehrenbürger
100. Todestag von Constantin Fehrenbach

Anlässlich seines 100. Todestags am 26. März hat die Stadt Freiburg an ihren Ehrenbürger Constantin Fehrenbach erinnert. Der Freiburger Zentrumspolitiker war in städtischen Gremien aktiv, bevor er 1920 Reichskanzler der Weimarer Republik wurde.
Geboren 1852, war Fehrenbach nach dem Studium der Theologie und Rechtswissenschaften in Freiburg als Rechtsanwalt tätig. 1884 begann seine Laufbahn als Freiburger Stadtverordneter. 1885 wurde er in den Badischen Landtag gewählt; ab 1903 war er zudem Mitglied des Berliner Reichstags für die Zentrumspartei. Während des Ersten Weltkriegs kritisierte Fehrenbach das Vorgehen des Militärs und trat für einen Verständigungsfrieden ein. Gegen Kriegsende berief der Reichstag ihn zum Präsidenten.
Der Sturz der Monarchie 1918 erschütterte Fehrenbach. Trotz seiner promonarchischen Gesinnung wurde er Präsident der Weimarer Nationalversammlung und 1920 Reichskanzler. Doch seine Regierung scheiterte an den politischen Konflikten rund um den Versailler Vertrag und die Reparationszahlungen. Nach einem knappen Jahr trat er mit seinem Kabinett zurück. Sein Nachfolger wurde der Freiburger Joseph Wirth.
Fehrenbach blieb politisch aktiv, zudem engagierte er sich gegen Antisemitismus. Er starb im Alter von 74 Jahren am 26, März 1926 und wurde in einem Ehrengrab auf dem Freiburger Hauptfriedhof beigesetzt. Eine Straße im Stühlinger ist nach ihm benannt.
Dieser Artikel erschien im Amtsblatt Nr. 908 vom 11. April 2026. Wer auf dem Laufenden bleiben will, wird alle zwei Wochen per Newsletter über das neue Amtsblatt informiert. Jetzt anmelden!