Großes Forschungsprojekt
Expert*innen untersuchen Bechsteinfledermäuse

Im Mooswald hat ein umfangreiches Forschungsprojekt begonnen: Expert*innen des Instituts für Tierökologie und Naturbildung untersuchen bis zu acht Kolonien der seltenen und streng geschützten Bechsteinfledermäuse. Sie wollen herausfinden, wo die Tiere ihre Quartiere haben, welche Teile des Waldes sie als Jagdgebiet nutzen und wie sie die A5 überqueren.
Das Projekt hat die Deutsche Bahn in Auftrag gegeben. Sie muss prüfen, wie sich der geplante Ausbau des 3./4. Gleises auf die Fledermäuse im FFH-Schutzgebiet "Mooswälder bei Freiburg" auswirken könnte.
Tiere werden mit Sendern ausgestattet
Besonders interessant ist für die Forscher*innen, wie sich die Fledermäuse gegenüber der A5 verhalten, also wo und wie oft sie die Autobahn überqueren. Die Ergebnisse werden auch genutzt, um Querungshilfen wie Grünbrücken oder Durchlässe besser planen und evaluieren zu können.
Dafür greifen die Expert*innen zu moderner Technik. Einige Fledermäuse werden gefangen und mit kleinen Radiosendern ausgestattet. Ein Netz aus rund 48 Messstationen im Wald zeichnet dann ihre Flugrouten auf. Ergänzt wird das Ganze mit akustischen Sensoren, die die Ultraschallrufe der Tiere aufnehmen.
Wer im Mooswald auf eines der Geräte stößt, kann unbesorgt sein: Die Stationen sind gekennzeichnet, ungefährlich und dienen ausschließlich der Erforschung der Bechsteinfledermäuse.