Sicher zur Schule kommen

Pilotprojekt Schulstraße in Tiengen startet

Zwei Kinder mit Schulranzen und eine erwachsene Person laufen über einen Zebrastreifen.
Schulstraßen sollen dabei helfen, dass alle Kinder sicher und selbstständig zur Schule kommen können.

Sicher und selbstständig zur Schule kommen - das ist das Ziel des Pilotprojekts Schulstraße an der Markgrafenschule in Tiengen. Dort testet die Stadt zunächst ein Jahr lang das Konzept einer Schulstraße. Ab Montag, 23. März 2026 ist deshalb die Maierbuckstraße zu den Hol- und Bringzeiten für Autos gesperrt. Der Startschuss für das Projekt fällt am Samstag, 21. März 2026 mit einem Aktionstag.

Buntes Mitmachprogramm am Aktionstag

Gemeinsam mit der Kita Tausendfüßler und der Stadt- und Ortsverwaltung lädt die Markgrafenschule von 11 bis 15 Uhr in die Maierbuckstraße ein, um die neue Schulstraße einzuweihen. Geboten ist ein buntes Mitmachprogramm mit Spielmobil, Kinderschminken, Kreidemalen, Feuerwehrlöschzug und weiteren Überraschungen. Mit einem kleinen Wettrennen zwischen Oberbürgermeister Martin Horn, Baubürgermeister Martin Haag, Schulleiterin Sarah Puls, Ortsvorsteher Oliver Schlatter und ausgewählten Kindern, wird die Schulstraße offiziell eröffnet.

Für Essen, Trinken und Musik durch den Kinderchor und den Jugendmusikverein ist gesorgt.

Maierbuckstraße testweise gesperrt

Ab Samstag, 21. März 2026 ist dann die Maierbuckstraße zwischen der Tunibergstraße und der Maierbuckallee für Autos gesperrt. Die Sperrung gilt zunächst ein Jahr lang immer von Montag bis Freitag von 7:30 bis 8:30 Uhr und von 12:45 bis 14:15 Uhr. Eltern, die ihre Kinder weiterhin mit dem Auto bringen, können die bestehende Hol- und Bringzone in der Maierbuckallee nutzen. Für Radfahrer*innen und Anwohner*innen gilt das Durchfahrtsverbot nicht. 

Begleitet wird das Pilotprojekt durch Info-, Mitmach- und Unterstützungsangebote. So werden die Auswirkungen vor Ort beobachtet und ausgewertet. Unter anderem können Betroffene bei einer Online-Umfrage Feedback zum Projekt geben.

Schulstraßen für mehr Sicherheit und Selbstständigkeit

Eine Schulstraße umfasst einen oder mehrere Straßenabschnitte vor einer Schule, der zu bestimmten Zeiten für den Autoverkehr gesperrt wird – typischerweise zu Schulbeginn und -ende. Nachdem verschiedene Standorte in Freiburg geprüft wurden, fiel die Wahl für das erste Pilotprojekt auf die Markgrafenschule. Dort wurden immer wieder gefährliche Situationen für Kinder beobachtet. Die Schulstraße soll den Verkehr vor der Schule reduzieren und so die Sicherheit und Selbstständigkeit der Kinder erhöhen.

Zebrastreifen, Hol- und Bringzonen und Tempo-30-Regelungen - das alles gibt es schon. Die Schulstraßen sollen jetzt weiter dazu beitragen, dass Kinder sicher und eigenständig zu Fuß, mit dem Rad, ÖPNV oder Roller zur Schule kommen können. Aktuell wird laut Baubürgermeister Haag geprüft, ob sich weitere Orte als Pilotprojekte für eine Schulstraße eignen.

Mehr Infos und das Programm am Aktionstag gibt es unter www.freiburg.de/sichereschulwege.

Veröffentlicht am 17. März 2026