Gemeinderat beschließt Konzept

Die Innenstadt soll grüner werden

Gelbe Narzissen.
Farbenfroh und klimafreundlich: Schon kleine Veränderungen können viel bewirken - wie diese Narzissen in der Altstadt.

Bereits seit 2024 läuft die Kampagne „Freiburger Grünoasen“, mit der die Stadt mehr Aufenthaltsqualität schaffen und auf den Klimawandel reagieren möchte. Jetzt soll die Innenstadt ins Zentrum der Bemühungen rücken.

Im Mittelpunkt steht dabei die Idee eines zusammenhängenden „grünen Netzes“ aus Bäumen, Stauden, Fassadenbegrünung, Wasserflächen und Sitzgelegenheiten, das sich durch die gesamte Innenstadt zieht.

Das „Konzept für Begrünung und Aufenthaltsqualität in der Freiburger Innenstadt“ benennt eine Vielzahl an Orten in der Innenstadt, die sich besonders für eine Begrünung eignen. Dabei berücksichtigt es die besonderen Anforderungen der Örtlichkeit. Anders als in anderen Stadtteilen stellen die hohe Nutzungsdichte, die enge Bebauung, der Denkmalschutz, aber auch sicherheitstechnische Überlegungen die Planer*innen in der Innenstadt vor besondere Herausforderungen.

Klassische Klimaanpassungen durch Baumpflanzungen oder Entsiegelungen sind in der Innenstadt nur begrenzt möglich. Alternativen wie kleinere Grüninseln, Fassadengrün oder bewegliche Module können jedoch ebenfalls zu einer deutlichen Aufwertung beitragen und gleichzeitig das historische Erscheinungsbild der Altstadt wahren. Die Empfehlungen, die das jetzt vom Gemeinderat einstimmig beschlossene Konzept benennt, wurden im Vorfeld mit allen betroffenen Akteuren (Anwohner, Gewerbe, Tourismus, Feuerwehr etc.) abgestimmt – eine Praxis, die auch in Zukunft fortgeführt werden soll, wenn es an die konkrete Umsetzung einzelner Maßnahmen geht.

Bei der kurzen gemeinderätlichen Aussprache betonte Baubürgermeister Martin Haag die Bedeutung des Konzepts und verwies auf den Zusammenhang mit anderen Grünkonzepten der Stadt. Es sei jetzt an der Zeit, „einfach mal loszulegen“ und die Stadt auf dem Gebiet der Klimaanpassung weiter voranzubringen. Auch Stadträtin Mohrmann (Grüne) forderte: „Es ist jetzt an der Zeit, das Konzept mit Leben zu füllen.“ Ähnlich äußerten sich auch die Stadträtinnen Lina Wiemer-Cialowicz von Eine Stadt für alle und Felicia Fehlberg von FR4U.

Ein möglicher Startpunkt dafür wäre beispielsweise die Umgestaltung des Kartoffelmarkts mit Bauminseln – ein Projekt, das die Planer*innen als prioritär eingestuft haben.

Dieser Artikel erschien im Amtsblatt Nr. 906 vom 14. März 2026. Wer auf dem Laufenden bleiben will, wird alle zwei Wochen per Newsletter über das neue Amtsblatt informiert. Jetzt anmelden!

Veröffentlicht am 13. März 2026