Feuchtgebiet wiederhergestellt

Klimaprojekt in Peru erfolgreich abgeschlossen

Das Feuchtgebiet Pata Pata: Ein großer See mit viel Wasser, von Pflanzen umrandet. Im Hintergrund ein paar Häuser.
Im Feuchtgebiet Pata Pata gibt es sauberes Wasser und viele einheimische Lebewesen. Das war aber nicht immer so. (Foto: Municipalidad Distrital de San Jerónimo – Oficina de Imagen Institucional y Comunicaciones)

Was vor sechs Jahren mit einer gemeinsamen Idee begann, ist heute ein sichtbarer Beitrag zum Klima- und Naturschutz: Freiburg und der Distrikt San Jerónimo in Peru haben ihr Kooperationsprojekt zur Rettung des Feuchtgebiets Pata Pata erfolgreich abgeschlossen. Das letzte noch erhaltene Feuchtgebiet in der Provinz Cusco, das zuvor stark durch Austrocknung und Schadstoffbelastung bedroht war, ist heute wieder zu einem Lebensraum für Pflanzen und Tiere geworden.

Damit Pata Pata nicht austrocknet

Ziel des Projekts war es, die wichtigen Funktionen des Feuchtgebiets wiederherzustellen. Dazu gehört, dass Pflanzen und Tiere wieder einen Lebensraum finden, Wasser gespeichert und gereinigt wird und das Gebiet wieder zum CO2-Senker wird. Seit 2022 wurde Pata Pata Schritt für Schritt erneuert und stabilisiert. Das Ergebnis: besseres Wasser, mehr heimische Pflanzen und Tierarten.

Die Servicestelle "Kommunen in der Einen Welt" (Engagement Global) hat jetzt den Abschlussbericht des Klimaprojekts geprüft und als positiv bewertet. Gefördert wurde es über das Programm Nakopa ("Nachhaltige Kommunalentwicklung durch Partnerschaftsprojekte") mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Insgesamt flossen rund 260.000 Euro in das Projekt, der Großteil davon aus Bundesmitteln. Bereits im vergangenen Jahr wurde das Feuchtgebiet Pata Pata feierlich eröffnet.

"Klimaschutz kennt keine Grenzen"

Heute ist Pata Pata vor allem ein Ort zum Lernen. Über 2300 Menschen aus Schulen, Universitäten, Verwaltungen und indigenen Gemeinschaften haben dort schon an ökologischen Programmen und Angeboten mitgewirkt. Das Projekt gilt inzwischen als gutes Beispiel dafür, wie Städte über Ländergrenzen hinweg gemeinsam etwas für Natur und Klima bewegen können.

Oberbürgermeister Martin Horn betont die gute Zusammenarbeit mit San Jerónimo und freut sich über den Erhalt des Feuchtgebiets:

Klimaschutz kennt keine Grenzen. Mit Projekten wie in San Jerónimo zeigen wir, dass internationale Zusammenarbeit konkrete Verbesserungen für Mensch und Natur bringt. Pata Pata steht exemplarisch dafür, wie kommunale Partnerschaften wirken können.

Martin Horn (Oberbürgermeister Freiburg)

Für Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit ist das Projekt Pata Pata ein klarer Erfolg für den globalen Klimaschutz: "Die Zusammenarbeit zwischen Freiburg und San Jerónimo ist ein starkes Zeichen dafür, wie Städte weltweit gemeinsam Verantwortung für unseren Planeten übernehmen können."

Klimapartnerschaft geht weiter

Seit 2019 sind Freiburg und San Jerónimo durch eine Klimapartnerschaft verbunden. Entstanden ist sie durch universitäre Kontakte und zivilgesellschaftliches Engagement. Seitdem tauschten Expert*innen ihr Wissen zu Umweltschutz und Wasserwirtschaft aus. Bei gegenseitigen Besuchen haben beide Partner vor Ort die jeweiligen ökologischen Herausforderungen kennengelernt und über Lösungsansätze diskutiert.

Auch wenn das Projekt Pata Pata jetzt abgeschlossen ist, geht die Klimapartnerschaft zwischen Freiburg und San Jerónimo weiter.

Mehr Informationen zu internationalen Projekten und Kooperationen der Stadt Freiburg gibt es auf www.freiburg.de/internationales

Veröffentlicht am 04. Februar 2026