Mit dem Rad von Emmendingen und Waldkirch nach Freiburg
Projekt Radschnellweg ist gestartet

Mit dem Spatenstich für den Radschnellweg RS6 startete am Freitag, 28. November 2025 eines der wichtigsten Mobilitätsprojekte der Region. Die rund 25 Kilometer lange Strecke verbindet künftig Freiburg mit Waldkirch und Emmendingen. Gefördert wird das Projekt zu 75 Prozent vom Land Baden-Württemberg. Der erste Abschnitt soll bis Ende 2027 fertig sein.
Erster Radschnellweg Südbadens
Vor Ort waren am Morgen zahlreiche Gäste. Oberbürgermeister Martin Horn durfte auch Verkehrsminister Winfried Hermann und Regierungspräsident Carsten Gabbert begrüßen. OB Horn betonte dabei auch, wie der Radweg das Klima schützen kann: "Ein starkes Radwegenetz entlastet Straße und Schiene, schützt das Klima und hält die Luft sauber." Der RS6 sei ein wichtiger Bestandteil der Verkehrswende, so Horn.
Der Verkehrsminister ergänzt die Vorteile des neuen Radweges: "Mit breiten Wegen, geringen Steigungen und möglichst wenig Kreuzungen erfüllt der neue Radschnellweg höchste Qualitätsstandards und erleichtert täglich tausenden Menschen ihren Weg zur Arbeit, zur Schule oder in der Freizeit."
Ein Radschnellweg ist eine neue Art von Premium-Radverbindung. Sie sind sicherer für Radfahrer*innen und sorgen dafür, dass viele verschiedene Nutzer*innen darauf von A nach B kommen, ohne an Ampeln oder Kreuzungen anhalten zu müssen.
Der RS6 in Freiburg
Der Freiburger Teil des RS6 entsteht in mehreren Abschnitten. Abschnitt A beginnt am Leopoldring und verläuft über rund 2,5 Kilometer durch die Stadtteile Neuburg und Herdern Richtung Norden. Dabei führt er durch Jacob-Burckhardt-, Stadt-, Weiherhof-, Schlüssel-, Richard-Wagner-, Händel-, und Hinterkirchstraße bis an die Kreuzung Burgdorfer Weg. Auf dieser Strecke entsteht eine bevorrechtigte Fahrradstraße, die durchgängig mit einer grünen Linie markiert und von den Parkplätzen abgegrenzt ist. Geplant sind außerdem unter anderem neue Radzählstellen und Reparaturservicestationen.
Auch Fußgänger*innen haben Vorteile: Sie haben entlang des RS6 Vorrang. In Abschnitt A gibt es außerdem vier Zebrastreifen und 22 barrierefreie Überquerungshilfen. Was ebenfalls neu ist, sind sogenannte Gehwegüberfahrten. Wenn ein Gehweg eine Straße kreuzt, läuft er auf gleicher Höhe über die Fahrbahn. Autos und Fahrradfahrer*innen werden so durch Rampen gebremst und Fußgänger*innen sind besser geschützt.
Durch drei neue Einbahnstraßen und drei Durchfahrtssperren soll Autofahren unattraktiver werden, um nachhaltige Mobilität zu fördern. Im Rahmen der Baustelle pflanzt die Stadt noch 16 neue Straßenbäume und entsiegelt rund 2000 Quadratmeter Fläche.