Pressemitteilung vom 21. November 2025
Die Ergebnisse der Freiburg-Umfrage 2024 sind da: Das politische Interesse in Freiburg ist hoch – die Mehrheit informiert sich über das Internet
Im Rahmen der Freiburg-Umfrage 2024 haben rund 2.500 Freiburger*innen Auskunft zu ihrem Interesse und ihrer Teilnahme am politischen Geschehen gegeben. „Die Ergebnisse zeigen, dass wir das kommunalpolitische Interesse noch steigern können, um letztlich eine höhere Bürgerzufriedenheit und größere Akzeptanz von Entscheidungen zu erreichen“, so Bürgermeister Stefan Breiter. Die Analyse des Amts für Bürgerservice und Informationsmanagement (ABI) ist ab sofort unter www.freiburg.de/statistischeveroeffentlichungen abrufbar. Hier einige der wichtigsten Erkenntnisse:
Die weit überwiegende Mehrheit der Freiburger*innen ist politisch interessiert, insbesondere an der Bundes- und Europapolitik. Die Umfrageergebnisse zeigen aber auch, dass das grundsätzliche Interesse für die Kommunalpolitik und die Arbeit des Gemeinderats hingegen deutlich geringer ist, insbesondere bei Schüler*innen und Student*innen sowie Einwohner*innen ohne Schulabschluss – im Gegensatz zu den hohen Wahlbeteiligungsquoten zur Kommunalwahl 2024.
Auf Rang eins der Informationsquellen zur Politik hat sich innerhalb weniger Jahre das Internet aufgeschwungen, gefolgt von „Gesprächen in der Nachbarschaft“. Klar an Bedeutung verloren haben hingegen die klassischen Medien Print und Radio. Am stärksten ist die Tageszeitung betroffen: Nach langen Jahren als Nummer eins ist sie inzwischen nur noch für knapp die Hälfte der Freiburger*innen Informationsquelle für das politische Geschehen.
Der Blick auf die Parteibindung zeigt: Freiburg ist weiterhin fest in der Hand der Grünen. Knapp 30 Prozent sind der Partei treu zugeneigt, die Mehrheit sogar stark. Die beiden Volksparteien CDU und SPD kommen in der Schwarzwaldhauptstadt dagegen nur noch auf 10 Prozent Stammwähler*innenschaft. Insgesamt nimmt die feste Bindung an eine Partei eher ab, während die Zahl der Wechselwähler*innen steigt. Aktuell lassen sich rund 28 Prozent als Wechsel- oder Nichtwähler*innen identifizieren.
„Lokale politische Einflussmöglichkeiten sehen die Freiburger*innen insbesondere in der Teilnahme an der Kommunalwahl. Die hohe Beteiligung an der Gemeinderatswahl 2024 belegt dies eindrucksvoll“, betont Bürgermeister Stefan Breiter. Fast die Hälfte der Einwohner*innen hat bereits an einer Demo teilgenommen. Weniger populär sind Formate, die mehr Zeit und Aufwand erfordern, wie das Engagement in einer Partei oder die Mitarbeit in Arbeitsgruppen zu städtischen Themen.
Die Mehrheit der Bevölkerung fühlt sich durch den Gemeinderat gut vertreten, nur rund ein Zehntel schlecht oder sehr schlecht. Viele scheinen dessen Arbeit aber gar nicht zu kennen – so ist ein Anteil von 27 Prozent an Personen zu erklären, die sich hier kein Urteil zutrauen.
Das ABI führt die Freiburg-Umfrage alle zwei Jahre durch. Bei der repräsentativen Befragung werden mehrere tausend Bürger*innen angeschrieben – stellvertretend für die gesamte Stadtgesellschaft. Die Auswahl der Befragten erfolgt durch eine Stichprobe aus dem Einwohnermelderegister. Die Stadtverwaltung erhält durch die Umfrage ein umfassendes Meinungsbild zu ausgewählten Themen und wertvolle Hinweise für Planungen, die sich an den Interessen der Freiburger*innen orientieren.