Pressemitteilung vom 14. November 2025

Erste Freiburger Grünoase in der Innenstadt eröffnet

Mehr Grün, mehr Schatten und deutlich mehr Aufenthaltsqualität – das ist das Ziel der Kampagne „Freiburger Grünoasen“. Jetzt erhalten die ersten Grünoasen Einzug in die Freiburger Innenstadt, und werden den öffentlichen Raum im Stadtzentrum weiter aufwerten.

Am heutigen Freitag wurde die erste Innenstadt-Grünoase an der Ecke Kaiser-Joseph-Straße/ Gerberau eingeweiht. Hier ist ein neuer schattiger Aufenthaltsort mitten in der Innenstadt entstanden, mit einem großen Holzpodest im Schatten einer alten Platane und zusätzlichen Pflanzmodulen.

„Die Freiburger Innenstadt ist das Herz unserer Stadt. Mit den Grünoasen schaffen wir hier sicht- und spürbare Aufwertung, sie machen unsere Innenstadt grüner, kühler und schöner. Das ist ein echter Gewinn für alle, die hier leben, einkaufen, Urlaub machen oder einfach gerne Zeit verbringen. Mit den Freiburger Grünoasen setzen wir ein starkes Zeichen für eine lebendige Innenstadt. Aufenthaltsqualität, Klimaanpassung und Wirtschaftsförderung greifen hier direkt ineinander – das macht das Projekt so besonders“, sagt Oberbürgermeister Martin Horn.

Diese Oase ist der Startschuss für eine ganze Reihe von Maßnahmen in der Innenstadt. Insgesamt werden hier 22 mobile Pflanzmodule mit Bäumen und 13 Pflanzmodule mit Sträuchern und Stauden aufgebaut. Alle sind mit Sitzgelegenheiten ausgestattet, unter Bestandsbäumen werden zwei große Holzpodeste aufgebaut. Vier der Baummodule werden künftig am Kartoffelmarkt stehen.

Von den Herzschlagbänken zu den Grünoasen

Seit 2021 erfreuen sich die sogenannten Herzschlagbänke auf der Kaiser-Joseph-Straße großer Beliebtheit – gerade an heißen Sommertagen ist kaum eine Bank unbesetzt. Der Impuls kam von „Herzschlag Freiburg, einer Initiative des Freiburger Einzelhandels und lokalen Unternehmen.

Ein Baustein war die temporäre Begrünung durch mobile Pflanzkübel, um kurzfristig Aufenthaltsqualität zu schaffen und Erfahrungen mit mobilen Lösungen zu sammeln.

Die zwölf Bäume der Herzschlagbänke, die a der Kajo standen, werden jetzt in das Grünoasen-Projekt „umgetopft“. Sie kommen als Wanderbäume zum Einsatz (siehe unten). Das zeigt, die Verbindung zwischen den Projekten und unterstreicht den Gedanken der Nachhaltigkeit.

Mit den Bauminseln entstehen dauerhafte, hochwertige Aufenthaltsorte aus robusten Materialien. Die neuen Module bieten deutlich mehr Wurzelraum und damit gesunde, widerstandsfähige Bäume, die im Sommer Schatten spenden und die Umgebung kühlen. Entworfen wurden sie in enger Abstimmung mit Akteuren aus Bürgerschaft, Politik, Handel und Gastronomie. Das neue Konzept setzt auf langlebige und flexible Gestaltungselemente, die dem hohen Nutzungsdruck in der Innenstadt standhalten und sich harmonisch ins Stadtbild einfügen.

Teil eines umfassenden Aufenthalts- und BegrünungskonzeptsDie Bauminseln sind eine der ersten Maßnahmen des integrierten Aufenthalts- und Begrünungskonzepts für die Freiburger Innenstadt, das auf den Zielen des Bundesförderprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ (ZIZ) basiert.

Ziel ist es, mehr Begrünung, Schatten und eine hohe Aufenthaltsqualität zu schaffen, das Stadtbild aufzuwerten und bestehende Qualitäten zu erhalten.

Da in der Kaiser-Joseph-Straße keine dauerhaften Pflanzungen möglich sind – etwa wegen Leitungen im Boden, Feuerwehrzufahrten und Veranstaltungsflächen – bieten die Bauminseln in Kübeln eine flexible und zugleich hochwertige Lösung.

Ergänzend ziehen in diesem Jahr auch die Freiburger Wanderbäume in die Innenstadt ein: mobile Bäume, die neue Standorte erproben. Nach der Probephase werden sie entweder fest gepflanzt oder „wandern“ weiter an einen neuen Ort.

Hintergrund: Die Grünoasen-Kampagne

Bei der Grünoasen-Kampagne geht es darum, viele Orte und Plätze in Freiburg ganz gezielt aufzuwerten. Dabei geht es nicht nur um die Innenstadt, sondern um ganz Freiburg.

So entstehen im gesamten Stadtgebiet, auch in den Ortschaften, kleine und größere der Grünoasen, an denen Freiburgerinnen und die Gäste der Stadt sich gerne aufhalten. Dafür werden neue Ideen entwickelt aber auch bestehende Konzepte integriert.

Die Kampagne versteht sich auch als eine Art Dachmarke, unter der bestehende Pläne zur Aufwertung zusammengefasst und weitergedacht werden. So werden in wenigen Jahren eine Vielzahl der Oasen entstehen, der öffentliche Raum soll überall in der Stadt sichtbar aufgewertet werden.  Erste Projekte gab es bereits am Maria-von Rudloff-Platz im Rieselfeld oder in der Urachstraße in der Wiehre.

Im Rahmen der Kampagne sollen künftig jedes Jahr zwei bis drei neue Orte in Freiburg aufgewertet werden. Die nächsten Projekte auf dem Platz der Zähringer und dem Elisabeth-von-zur-Mühlen-Platz in Ebnet geplant. Das Begrünungskonzept sieht außerdem vor, in der Innenstadt weitere schattige Aufenthaltsorte und neue Fassadenbegrünungen zu schaffen.

Finanzierung
Für das Projekt der Bauminseln entlang der Kaiser-Joseph-Straße investiert die Stadt rund 460.000 Euro. Für alle Grünoasen-Projekte stehen jährlich rund 600.000 Euro zur Verfügung – davon stammen 200.000 Euro aus der Übernachtungssteuer, die über die FWTM bereitgestellt werden.

Veröffentlicht am 14. November 2025