Pressemitteilung vom 5. August 2025
Neues vom Mundenhof: Der Kamerunschafstall wurde zum schmucken Picknickhäuschen umgebaut. Eröffnung am Dienstag, 12. August
Umbau wurde erst durch Spende der Stiftung PSD L(i)ebenswert in Höhe von 10.000 Euro möglich
An Gelegenheiten für ein gemütliches Picknick – mit oder ohne Kind, Kegel, Kamel – fehlt es auf dem weitläufigen Gelände des Mundenhof nicht. Jetzt kommt aber eine besonders schnucklige in bester Lage hinzu: Am Dienstag, 12. August, wird das neue Picknickhäuschen beim Erdmännchenstall eröffnet. Dank einer Spende über 10.000 Euro der Stiftung L(i)ebenswert konnten Mitarbeitende des Mundenhofs den ehemaligen Kamerun-Schafstall in der Exotischen Mitte in einen Picknickort für alle Besuchenden umbauen. Der Clou daran: neben Sitzgarnituren für Groß und Klein gibt es „rätselhafte“ Tierspuren an den Wänden.
Vor zwei Jahren wurde der neue Stall für Erdmännchen und Strauße eingeweiht. Seither erfreut er sich bei Tieren und Publikum gleichermaßen großer Beliebtheit. Die Erdmännchen haben ihr Gehege ordentlich in Beschlag genommen. Die ursprüngliche Gruppe von drei Tieren ist bereits auf elf Individuen angewachsen, die sich durch alles graben, was ihnen unter die Pfoten kommt. Auch die Straußenfamilie hat Zuwachs bekommen: derzeit spazieren fünf Küken, die jüngst geschlüpft sind, durchs Vorgehege.
Bei der Eröffnung des Kombi-Stalls wurde die Idee geboren, den ehemaligen Kamerunschafstall zu einem Picknickhäuschen umzubauen. Überdachte Plätze, die vor Regen wie auch starker Sonneneinstrahlung schützen, gibt es noch viel zu wenige im Tiergehege. Mit Künstlern zusammen hat der Mundenhof das Konzept Stück für Stück ausgearbeitet: im größeren Raum sollten schöne stabile Bänke und ein Picknicktisch Platz finden und im kleineren Raum eine Mini-Ausführung für die kleineren Mundenhofgäste. Dafür wurde heimisches Eichenholz aus der nahen Umgebung so bearbeitet, dass der ursprüngliche Wuchs des Stammes noch erkennbar bleibt. Die frisch verputzten Wände zieren Tierspuren von Erdmännchen, Strauße und Kamerunschafe. Wie aufwändig es war, die Abdrücke der einzelnen Tiere zu erhalten, erläutert der unten angehängte Text.
Auf der Suche nach einem Sponsor wurde der Mundenhof bei der PSD-Bank fündig. Deren Stiftung L(i)ebenswert hat bereits in früheren Jahren unter dem Label „Coolspot“ attraktive Plätze auf dem Mundenhof mit hoher Aufenthaltsqualität und Schatten im Hochsommer unterstützt, so im Jahr 2022 den Bau einer Rosenpergola in der Nähe der Hofwirtschaft und 2024 eine Balancierstation beim Zwergziegengehege mit Sitzbänken und Schattenbaum.
Während des Baus stellte sich heraus, dass vom hinteren Dachstuhl einzelne Balken abgefault und zu ersetzen waren. Bei der Sanierung konnte gleich ein Fenster eingebaut werden, damit auch der Kinderbereich Tageslicht erhält. Derweil haben die Landschaftsgärtner-Azubis den Außenbereich um ein Sitzpodest und den Innenraum mit einen neuen griffigen Betonboden ergänzt. Zudem erzählen aufklappbare Infotafeln nette Geschichten zu den einzelnen Tierarten, und auch ein in die Wand eingelassenes Straußenei kann vorsichtig betastet werden.
Der Mundenhof hofft, dass dieser Ort so nahe bei den beliebten Tieren gut angenommen wird. Wenn die Finanzen es zulassen (der Umbau des Häuschens hat etwa 14.000 Euro gekostet), sollen weitere solche Orte entstehen. Überdies hofft der Mundenhof, dass sich Menschen, die das neue Picknickhäuschen nutzen, vernünftig verhalten und das Füttern der Tiere den Tierpflegenden überlassen.
Spuren an der Wand
Wer ist denn hier langgelaufen? Das waren unsere Mundenhof-Tiere! Naja, zumindest fast. Natürlich sind Erdmännchen, Kamerunschaf und Strauß nicht selbst die Wand hoch- und wieder runtergelaufen. Trotzdem sind die Fußspuren im Picknickhäuschen echte Abdrücke von unseren eigenen Tieren. Aber wie ist das möglich?
Auf Spurensuche: Angefangen hat alles damit, dass wir uns auf die Suche nach Fußspuren von ihnen gemacht haben. Im Matsch des Kamerunschaf-Geheges waren schöne Abdrücke zu finden. Bei den Erdmännchen mussten wir nachhelfen und sie mit Futter auf eine Art Blech mit feuchter Erde locken.
Spuren im Sand: Am schwersten haben es uns die Strauße gemacht – sie wollten einfach nicht auf die richtige Stelle treten. Schließlich haben wir eine große Fläche Sand nass gemacht, geglättet und dann die Strauße darüber gelockt. Und da hatten wir sie endlich, unsere Straußen-Spuren.
Wie die Detektive: Den nächsten Schritt kennt man aus alten Krimis. Die Abdrücke haben wir mit Gips ausgegossen und trocknen lassen. Danach war Fleißarbeit gefragt: Die Gipsabdrücke mussten geschliffen, vervielfältigt und lackiert werden, bis schließlich genaue Tierspuren-Stempel entstanden.
Dem Picknickhäuschen den Stempel aufgedrückt: In präziser Handarbeit kamen die Fußabdrücke schließlich an die Wand. Mithilfe der Gips-Stempel wurden sie in den frischen Putz modelliert, passend zu all den spannenden Klappen, Federn und Eiern, die es an der Wand noch zu entdecken gibt.