Pressemitteilung vom 28. April 2025
Rückblick auf eine Rekordwahl: Der Bericht zur Bundestagswahl 2025 ist erschienen
- Ausführliche Analysen, Ergebnisse aller Stadtbezirke, Höchstwerte bei der Briefwahl und dem Versand der Wahlunterlagen ins Ausland
In guter Tradition hat das Amt für Bürgerservice und Informationsmanagement die Bundestagswahl am 23. Februar 2025 aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und mit Hilfe verschiedener wissenschaftlicher Methoden analysiert. Der 64-seitige Wahlbericht kann ab sofort unter www.freiburg.de/statistischeveroeffentlichungen kostenfrei heruntergeladen werden.
„Eine Wahl mit vielen Superlativen, deren Ergebnisse und Analysen nun für alle Interessierten umfassend aufbereitet wurden“, freut sich Bürgermeister Stefan Breiter über die vorliegende Wahlanalyse. Bei der vorgezogenen Bundestagswahl wurden einige Rekorde aufgestellt: Nie war die Zahl der Wahlberechtigten bei einer Bundestagswahl höher, dasselbe gilt für das Interesse der Freiburger Auslandsdeutschen. Die Zahl der Wählenden erreichte eine neue Bestmarke. Die Grünen konnten einen neuen Erststimmen-Rekord einfahren, was dazu führte, dass erstmals eine Frau das Direktmandat im Wahlkreis Freiburg verteidigen konnte. Im Großstadtvergleich lag Freiburg sowohl bei den Erst- als auch bei den Zweitstimmen der Grünen bundesweit auf dem ersten Rang. Die SPD und die FDP haben bei dieser Wahl so schlecht abgeschnitten wie nie zuvor, gegenteiliges gilt für Die Linke und die AfD.
Die Analyse der Wähler*innenwanderungen zeigt, dass Chantal Kopfs deutlicher Sieg insbesondere auf Zugewinnen aus dem Lager der SPD basierte. Die Verluste der Grünen bei den Zweitstimmen gingen fast ausnahmslos auf das Konto der Linken, die in Freiburg wiederum mehr Nichtwähler*innen mobilisieren konnten als die AfD.
Die Wahltagsbefragung zeigt, dass ein Viertel der AfD-Wähler*innen Spätaussiedler*innen waren. Knapp 40 Prozent der Wähler*innen, die mit der Zweitstimme für die FDP votierten, gaben ihre Erststimme dem CDU-Kandidaten. Gleiches gilt für Wähler*innen der Linken, die bei der Erststimme ihr Kreuz bei der Grünen-Kandidatin setzten.
Bei der Analyse der Stadtbezirksergebnisse springt ins Auge, dass das Stadtgebiet politisch differenzierter ist denn je. Erstmals ist es der AfD gelungen, in zwei Bezirken (Landwasser und Weingarten) die relative Mehrheit zu erringen. Zusammen mit dem BSW erreichte die AfD dort knapp 30 Prozent der Zweitstimmen. Am anderen Ende der Skala liegen 14 Stadtbezirke, in denen auf Grüne und Linke zusammen über 50 Prozent der Zweitstimmen entfielen, allen voran der Stadtbezirk Vauban, wo die beiden Parteien rund drei Viertel der Erst- und Zweitstimmen erzielen konnten.
Die Wahlorganisation wurde bei der vorgezogenen Wahl vor besondere Herausforderungen gestellt. Noch nie wurden so viele Briefwahlunterlagen online beantragt und in so kurzer Zeit versendet. Ein neuer Rekord wurde auch beim Versand der Unterlagen ins Ausland aufgestellt.