Drei Fragen an...
Rudolf Hog vom Garten- und Tiefbauamt zur Fällung einer Linde am Rotteckring

Noch vor Eröffnung des Weihnachtsmarkts musste das Baumpflege-Team des Garten- und Tiefbauamts eine Linde am Predigertor fällen. Warum sich der 120 Jahre alte Baum nicht retten ließ und was die Stadt zum Erhalt von Bäumen tut, weiß Teamleiter Rudolf Hog.
1. Eigentlich sah die Linde doch noch ganz passabel aus. Warum musste sie gefällt werden?

Die Kaiserlinde war seit Jahren von einem holzzersetzenden Pilz, dem Honiggelben Hallimasch, befallen. Die Fruchtkörper des Pilzes waren schon rings um den Stamm zu sehen - ein Anzeichen dafür, dass der Pilzbefall schon weit vorangeschritten ist. Eine eingehende Untersuchung ergab, dass der Pilz mehrere Wurzelanläufe des Baums bereits sehr stark zersetzt hatte. Dadurch war seine Standfestigkeit nicht mehr gewährleistet, und wir mussten ihn leider fällen. Die Leitungsbahnen, die den Baum versorgen, waren hingegen größtenteils noch intakt. Deshalb war die Krone weiterhin voll belaubt.
2. Gibt es Ersatz für den gefällten Baum? Pflanzen Sie am Rotteckring noch mal eine Linde?
Das Garten- und Tiefbauamt pflanzt für jeden gefällten Baum mindestens einen neuen. Auch am Predigertor werden wir an gleicher Stelle eine Silberlinde nachpflanzen. Die Silberlinde kommt mit den Klimabedingungen sehr gut zurecht. Der Jungbaum wird eine Höhe von sieben bis acht Metern haben.
3. Was tut die Stadt, um Bäume zu erhalten?
Eigentlich beginnt der Erhalt der Bäume schon bei der Pflanzung. Durch gezielte Schnittmaßnahmen lassen sich im Alter größere Wunden vermeiden. Im Straßenbereich schützen wir die Bäume zudem mit Baumschutzbügeln gegen Anfahrschäden durch Autos und gegen starke Verdichtung. Bei Baumaßnahmen wird darauf geachtet, dass sie außerhalb vom Kronen- und Wurzelbereich des Baums stattfinden. Wenn sich das nicht vermeiden lässt, arbeiten wir mit Saugbaggern oder in Handschachtung.
Weitere Infos zu Baumfällungen unter www.freiburg.de/baumfaellung
Dieser Artikel erschien im Amtsblatt Nr. 899 vom 22. November 2025. Wer auf dem Laufenden bleiben will, wird alle zwei Wochen per Newsletter über das neue Amtsblatt informiert. Jetzt anmelden!