Mobilität für alle
Haltestelle und Kreuzung Bissierstraße jetzt barrierefrei
Die Haltestelle Bissierstraße in Freiburg wurde barrierefrei ausgebaut und offiziell eingeweiht. Neue Leitsysteme, akustische Ampeln und angepasste Querungen verbessern die Nutzung für Menschen mit Behinderungen. Gleichzeitig entstand ein moderner Mobilitätsknotenpunkt mit Bus, Stadtbahn, Park-and-Ride und E-Bus-Ladeinfrastruktur.
Vernetzung und Nutzung des Verkehrsknotens
Die Arbeiten an der Haltestelle Bissierstraße und der angrenzenden Kreuzung sind abgeschlossen. Seit März 2025 wurde der Bereich schrittweise modernisiert und konsequent barrierefrei ausgebaut, sodass sich alle Nutzer*innen besser orientieren können und Wege klarer strukturiert sind.
Umgesetzt wurde das Projekt von der Freiburger Verkehrs AG (VAG) gemeinsam mit dem Garten- und Tiefbauamt der Stadt Freiburg sowie unter Einbindung von Verbänden für Menschen mit Behinderungen, die ihre Expertise in Planung und Umsetzung eingebracht haben.
Solche Projekte gelingen, wenn alle an einem Strang ziehen und gemeinsam an Lösungen arbeiten, die für alle funktionieren und langfristig Bestand haben.
Frank Uekermann, Leiter des Garten- und Tiefbauamts
Die modernere Ausstattung für Barrierefreiheit und Orientierung
Ein zentrales Element ist das neue Blindenleitsystem mit Rillen- und Noppenplatten sowie klar erkennbaren Leitstreifen. Es führt zuverlässig zu Haltestellen, Überwegen und Querungsstellen und sorgt für eine bessere Orientierung im gesamten Umfeld.
Akustische Signale an den Ampeln unterstützen zusätzlich die Orientierung und unterscheiden zwischen Straßen- und Gleisquerungen. Damit wird die sichere Nutzung des Verkehrsraums für sehbehinderte Menschen deutlich erleichtert.
Die Übergänge wurden so gestaltet, dass sie sowohl für sehbehinderte Menschen als auch für Rollstuhlfahrende gut nutzbar sind. Unterschiedliche Höhen und klare Wegeführungen ermöglichen eine selbstständige und barrierefreie Nutzung.
Die Haltestelle selbst wurde neu strukturiert und zu einem modernen Mobilitätsknotenpunkt weiterentwickelt. Neben Stadtbahn und Buslinien sind auch Angebote wie Fahrradverleih, Park-and-Ride sowie weitere Services integriert.
Kosten
Die Gesamtkosten für den barrierefreien Ausbau und die Ladeinfrastruktur der E-Busse belaufen sich auf zwei Millionen Euro. 75 Prozent davon wurden durch das Land Baden-Württemberg gefördert.
Ein Vorzeigeporojekt für die Zukunft
Vorzeigemodell für barrierefreien Ausbau.
Mischa Knebel, Geschäftsführer des Blinden- und Sehbehindertenverbands
Das Konzept zeige, wie durchgängige Barrierefreiheit praktisch umgesetzt werden kann und als Standard für weitere Projekte dienen sollte.