Stadt zieht Bilanz

So viele Radler*innen wie nie zuvor

Gut für alle: Radfahren schützt nicht nur die Umwelt und fördert die Gesundheit. Es spart auch Fläche, reduziert Lärm und Schadstoffe in der Luft.

Radfahren wird in Freiburg immer selbstverständlicher – sogar bei Regen, Schnee und Dunkelheit. 2025 waren so viele Radfahrer*innen unterwegs wie noch nie. Das zeigen die 17 Zählstellen, die den Radverkehr in Freiburg messen und dabei helfen, die Verkehrsplanung zu verbessern.

Wiwilibrücke auf Platz 1

An 17 Orten wird gemessen, wo und wann wie viele Radfahrer*innen unterwegs sind. Die Zahlen sind in den vergangenen zehn Jahren dauerhaft gestiegen, nur während der beiden Corona-Jahre 2020 und 2021 gab es einen Einbruch. Vor allem auf den etablierten Strecken Wiwilibrücke, FR1 Otto-Wels-Straße, FR2 Süd und FR3 nahm der Radverkehr zwischen 2015 und 2025 um mehr als 20 Prozent zu.

Mobilitätsbürgermeister Haag zeigt sich stolz über diese Bilanz: "Die Daten der Zählstellen zeigen deutlich, dass unsere Strategie Radfahren zu fördern, wirkt. Und das Beste ist: Die Freiburger*innen ziehen mit. Das zahlt sich für alle Menschen in der Stadt aus."

Mit knapp 3,6 Millionen Radfahrer*innen im Jahr 2025 steht der Radweg an der Wiwilibrücke unangefochten an der Spitze. Aber auch der Ausbau des FR2 zeigt Wirkung: In zehn Jahren hat sich die Nutzung des Radwegs mehr als verdoppelt. 

Fünf neue Zählstellen gibt es in Freiburg seit 2024. Zwei davon haben sich auf Platz 2 und 4 des Freiburger Rankings geschoben: Am Rotteckring waren es knapp 2,8 Millionen gezählte Räder, in der Rempartstraße 2,26 Millionen.

Radfahren nicht nur im Sommer

Am meisten Spaß macht Radfahren offenbar im Sommer: Spitzenmonat ist der Juli. 11,6 Prozent aller im Jahr gezählten Fahrräder wurden dann registriert. In den Sommerferien wird es etwas ruhiger auf den Radwegen, und wenn es im Herbst kälter und früher dunkel wird, gehen die Zahlen weiter zurück.

Dennoch wollen die Freiburger*innen auch bei schlechtem Wetter nicht auf das Fahrrad verzichten. Auch bei Regen, Schnee und Minusgraden wird gefahren: In den Wintermonaten Dezember, Januar und Februar kamen jeweils gut sechs Prozent der Jahreszählungen zusammen. Damit Radfahren auch bei Schnee und Eis sicher ist, kümmert sich die Stadt um die Radwege.

Hinweise für die Verkehrsplanung

Die Zählstellen liefern nicht nur Zahlen, sie helfen auch beim Ausbau von Radwegen, Sicherheitserhöhungen, Winterdienst oder Pflegeintervallen, die je nach Bedarf angepasst werden müssen. Außerdem ermöglichen sie, den Erfolg von Projekten wie dem FR2 oder dem künftigen Radschnellweg RS6 auszuwerten. Deshalb gibt es seit Ende 2025 eine neue Zählstelle am Abzweig Wildtalstraße Richtung Gundelfingen. Mit ihr verfolgen die Verkehrsplaner*innen im Garten- und Tiefbauamt die Entwicklung des RS6, weitere entlang der Strecke sind geplant.

Die Zahlen sind online unter freiburg.de/radverkehr einsehbar.

Veröffentlicht am 13. Februar 2026